Schon wieder ein Schützenfest, diesmal schießen die Bayern sogar fünf Tore. Wer derzeit nicht aufpasst, der kriegt von den Münchnern eine Packung. Die Frage stellt sich: Kann ein Klub auf Dauer Paroli bieten?

Im Mai hat Uli Hoeneß diesen denkwürdigen Satz gesagt: "Wir müssen dafür sorgen, dass wieder das Wehklagen einsetzt, wenn die anderen uns in der Tabelle mit dem Fernglas anschauen." Wer solche Töne in die Welt posaunt, geht auch ein hohes Risiko ein, wenn der FC Bayern München in dieser Saison nicht die Liga dominiert, wäre die Häme gewaltig. Doch der Manager des Rekordmeisters war sich seiner Sache sicher. Er hatte sich vorgenommen, einen Haufen Geld auf den Tisch zu legen und damit nicht nur ein oder zwei Spieler, sondern praktisch eine neue Mannschaft zu kaufen, wie sie die Bundesliga schon lange nicht mehr gesehen hat.

Anzeige

Die Zwischenbilanz nach sieben Spieltagen: Bayern schießt im Schnitt pro Spiel drei Tore, wer nicht aufpasst, kriegt eine richtige Packung. Siehe Cottbus (fünf Gegentore), siehe Karlsruhe und, ja, auch Bremen (je vier). Hannover und Rostock waren mit ihren 0:3 noch gut bedient.

Nur der Hamburger SV und Schalke 04 konnten bisher den Bayern erfolgreich Paroli bieten. Ihre Untentschieden machten Hoffnung, dass es keinen Alleingang der Bayern geben wird. Doch sind diese Mannschaften auch konstant genug, um die Münchner in der Tabelle zumindest auf Sichtweite zu halten? Die hoch gehandelten Werder Bremen und VfB Stuttgart verkraften derzeit (auch wegen Verletzungsproblemen) die Doppelbelastung Champions League plus Bundesliga nicht und haben schon sechs bzw. sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer.

Ob Bayer Leverkusen ein ernst zunehmender Konkurrent sein kann, stellt sich schon am Samstag heraus, wenn die Münchner in die Bay-Arena kommen. Mit der Leistung in Nürnberg werden die Leverkusener allerdings ebenfalls Gefahr laufen, in ein Debakel zu schlittern.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: "Ich war nie schuld. Nie. Nie. Nie."

Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...