Bayern-Krise: Fliegt der Klub aus der Champions League? Muss Uli Hoeneß beim Abschied als Manager mit Protesten rechnen?
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Einmal pro Woche diskutieren in der Videokolumne "2 um 2" auf sueddeutsche.de "Udos Erben".
Drei Mitglieder der sueddeutsche.de-Sportredaktion (Johannes Aumüller, Thomas Hummel und Jürgen Schmieder) besprechen in wechselnder Besetzung die zwei wichtigsten Fragen der Fußball-Woche: ohne Skript, ohne Absprachen, sondern Stand-up. Die erste Aufzeichnung zählt - one shot football sozusagen. Pro Thema gibt es 1:30 Minuten. Dann müssen alle drei Mitspieler zwei Fragen beantworten und können entsprechend Punkte sammeln.
Diese Sendung geht in die Geschichte von "2 um 2 - Udos Erben" als erste monothematische Folge ein. Im Fokus steht - wie kann es anders sein - der FC Bayern. In der Bundesliga auf Platz sieben, an diesem Mittwoch droht das Champions-League-Aus, am Freitag tritt Uli Hoeneß als Manager zurück und wird Präsident des Vereins.
Der erste Teil der Sendung beschäftigt sich mit der sportlichen Situation. Der Klub wartet seit Wochen auf den erhofften "Befreiungsschlag", auch gegen Bayer Leverkusen boten die Profis eine spielerisch düstere Vorstellung. Folgt nun das vorzeitige Aus in der Champions League? Wird der FC Bayern zu Hause den Außenseiter Maccabi Haifa besiegen und gleichzeitig Juventus Turin in Bordeaux nicht gewinnen?
Thomas Hummel und Jürgen Schmieder glauben, dass die Bayern nach einem Sieg gegen die Israelis zwei Wochen später in Turin ihr Endspiel um das Achtelfinale bekommen werden. Johannes Aumüller tippt auf ein vorzeitiges Scheitern der Münchner bereits am Mittwoch.
Was meinen Sie? Stimmen Sie rechts ab.
Der zweite Teil der Sendung dreht sich um die Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitag. Wird Uli Hoeneß nach 30 Jahren vorzüglicher Manager-Arbeit in Ehren ins Präsidentenamt verabschiedet, oder werden die Fans wegen der aktuell verfahrenen sportlichen Situation lautstark ihren Unmut gegen Hoeneß äußern?
Johannes Aumüller glaubt, die Fans honorieren das Lebenswerk und werden Hoeneß entsprechend danken. Thomas Hummel und Jürgen Schmieder meinen indes, dass der Unmut vieler Fans und Mitglieder derzeit zu groß ist und Hoeneß mit lautstarken Protesten rechnen muss.
Stimmen Sie rechts ab.
Der Punktestand vor dieser Woche: Johannes Aumüller: 11 Jürgen Schmieder: 11 Thomas Hummel: 9
Die ganze Saison über begleitet die Diskutanten ihr Bundesliga-Tabellentipp. Unten können Sie sehen, welches Klassement die vier Teilnehmer von "2 um 2 - Udos Erben" am Saisonende erwarten.
Video: Marcel Kammermeyer
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(sueddeutsche.de/hum)
Umstrittenes Anti-Piraterie-Abkommen
"fast 30 Jahre hat U. Hoeness den Verein vorwärts gebracht"
ich will das nicht grundsätzlich bestreiten, aber das desaströse management der letzten jahre läßt zweifel selbst an dieser scheinbar nicht zu erschütternden these zu
es sollte dabei berücksichtigt werden, daß der fcb VOR dem beginn der hoeneß-ära den europäischen fußball über mehrere jahre eindrucksvoll dominiert hat. das hochgesteckte ziel, den club wieder dorthin zu führen, hat uh trotz eines cl-erfolges nie wieder erreicht
der fcb hat sich seit den früheren erfolgen der siebziger jahre zu dem mit abstand beliebtesten, aber auch angefeindetsten club der bundesliga entwickelt. Die daraus resultierenden marktchancen und wirtschaftlichen perspektiven hat uh ohne zweifel durch eine solide finanzpolitik genutzt, doch liegen die tieferen ursachen dieser günstigen konstellation m.E. doch eher in der ruhmreichen vergangenheit der frühen 70er jahre begründet und weniger in einem soliden management, das sich auf dieser günstigen grundlage weit besser bewegen konnte, als es anderen clubs gelungen ist
schaut man sich die entwicklung der bundesliga in den letzten drei jahrzehnten an, dann fällt auf, daß der fcb trotz seiner starken wirtschaftlichen kraft nur in wenigen jahren den nationalen fußball wirklich überzeugend beherrscht hat, daran ändert auch die vielzahl an titel etwas. Diese haben lediglich dazu geführt, daß die nichterfüllung der großen ambitionen vertuscht werden konnte, was auch der rauswurf von magath nach 2maligem gewinn des doubles bestätigt, er zeigt, daß der fcb nie dort angekommen ist, wo er eigentlich hin wollte
hat U. Hoeness den Verein vorwärts gebracht.
Im Moment versucht (vielleicht unabsichtlich, oder hat er auch gewettet) er zusammen mit seinem Kumpel Rummenigge den Verein in 3 Jahren ins Mittelfeld zurückzuführen.
Die Fehleinschätzungen Klinsmann, van Gaal, Gomez usw. zeigen deutliche Spuren.
Ist es da ein Wunder wenn die Mitglieder pfeifen?
Nein, denn sie können keine Änderung der Vereinführung bewirken. Da muß der Unmut eben anderst gezeigt werden.
Sie meinen, ein imageberater würde schon genügen? glaub ich ehrlich gesagt nicht...
auf schalke hat man glücklicherweise dafür gesorgt, daß "gespenster" wie rudi assauer - trotz ähnlich großer verdienste - nicht noch als vereinspräsidenten mitmischen können
so wirds gemacht, der derzeitige vielversprechende kurs spricht bände
... als treuer Fohlen-Elf-Fan seit neunzehnhundertdrietindepief wird man mit "demm Ulli von de Bayern" sicherlich einen in den Nachthimmel über Prag gebolzten Torschuss "da musste er sich ja anstrengen, um den zu verkloppen" verbinden. Man wird sagen, sein vorgerecktes Kinn, sein darüberliegendes abschätziges Grinsen und sein Hochmut in den Augen sind die ikonographierte Arroganz des FC Bayern - nicht die des Internationalsissimus Caesarissimus Franzikus Beckenbauer, auch nicht Sexy Knees, nein - nur die zusammengepresste und -gebissene Kantigkeit, die bösartige Sturheit des Herrn Hoeness hat den Bayern zu diesem heutigen Image verholfen, angeblich der einzige deutsche Bundesligaverein zu sein, der europäisch wenigstens ein bißchen zu sagen hätte. Wie heißt es so schön? "Keiner mag die Bayern!" und mit dieser gepflegten Anerkennungsattitüde ist der Herr Hoeneß als Handelsvertreter der Marke "FC Bayern" von Fanclub zu Fanclub gefahren und hat die unbehausten, unumworbenen, und undankbaren Fussballfanclubs von Aachen bis Cottbus und von Flensburg bis Zwickau heim ins Reich der Bayern geholt, ihnen eine Gegenidentität gegeben und dabei den Kundenkreis für das Merchandizing erweitert - peu á peu - dreissig Jahre lang - mit einer Sturheit, deren Motivation an Irrsinn erinnert. Die väterliche Wurst hätte diese Lebensleistung wohl nicht ausgelöst.
Was bleibt übrig? Der neue Präsident wird sich wohl bei den BigPoints genauso einmischen, wie es der alte Präsident - manchmal zum Überdruß des alten Managers getan hat. Hoeneß bleibt uns mit seinem Image erhalten und der FC Bayern - oft schon heruntergeschrieben - bleibt weiterhin in Lauerstellung, will das Triple - mit ihm muss man rechnen - wie mit Hoeneß!
RESPEKT!
beide Diven kommen in die Jahre, merkens nur noch nicht.
Wia im richtigen Leben.
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