Werder Bremen steht nach einer peinlichen Niederlage vor dem Aus im UI-Cup. Der VfL Wolfsburg hat hingegen das Finale so gut wie sicher erreicht und kann sich Hoffnungen auf einen Platz im Uefa-Pokal machen. Ligakonkurrent Schalke 04 muss noch bangen.
Wolfsburg deklassierte am Mittwoch im Halbfinal-Hinspiel des UI-Cups die überforderten Gastgeber von Cibalia Vinkovci in Kroatien mit 4:1 (2:1). Die ersatzgeschwächten Schalker mühten sich indes zu einem glücklichen 2:1 (0:0) gegen Slovan Liberec aus Tschechien, während die Bremer mit einem peinlichen 0:4 (0:3)-Debakel beim SV Pasching aus Österreich zurückreisten.
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Die Wolfsburger Mannschaft von Trainer Jürgen Röber kann sich schon vor dem Rückspiel am 6. August gegen die Kroaten in der VW-Arena auf den Endspielgegner FC Nantes oder AC Perugia vorbereiten. Dagegen ist das mögliche deutsche Finale mit Schalke und Werder in weite Ferne gerückt.
Wölfe zeigen Biss
"Wir haben jetzt eine Riesenchance für das Finale und zudem Selbstvertrauen für den Bundesliga-Auftakt gegen Bochum am Samstag getankt", kommentierte Wolfsburgs Manager Peter Pander den starken Auftritt. Eine argentinische Co-Produktion zwischen Zugang Andres D'Alessandro und VfL-Stürmer Diego Klimowicz leitete vor 5000 Zuschauern den klaren Auswärtssieg ein. Klimowicz (14.) verwertete einen Super-Pass seines Landsmannes zum 1:0. Der Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mario Lucic (27.) brachte die "Wölfe" nicht aus dem Tritt. Martin Petrow (37.), erneut Klimowicz (53.) und Pablo Thiam (55.) stellten mit sehenswerten Toren den Endstand her.
Verhängnisvolle sieben Minuten
Von den Bremern war beim Tabellenletzten der österreichischen Bundesliga nichts zu sehen. Die größte Bremer Fehlleistung war der verschossene Foulelfmeter von Angelos Charisteas (74.), der an Paschings Torwart Josef Schicklgruber scheiterte. Vor 5300 Zuschauern gerieten die Bremer innerhalb von sieben Minuten gegen den Tabellenletzten der österreichischen Bundesliga auf die Verliererstraße. Michael Horvath (36.) sowie Eduard Glieder (40./Foulelfmeter/43.) trafen vor der Pause. Zwei Minuten vor dem Ende machte der Ex-Hamburger Michael Baur machte mit dem 4:0 für die Gastgeber das Bremer Debakel perfekt.
Vor 52.288 Zuschauern taten sich die Schalker gegen Liberec sehr schwer. Die beste Möglichkeit vergab in der Anfangsphase Neuzugang Hamit Altintop, der einen Handelfmeter über das Tor schoss. Erst in der Schlussphase retteten die eingewechselten Filip Trojan (81.) und Gerald Asamoah (85.) mit ihren treffern den Sieg. In der 79. Minute hatte Vaclav Kolousek die Gäste überraschend in Führung gebracht.
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