Uefa-Präsident Aleksander Ceferin "Wofür brauchen wir eine so große Fifa?"

Im September 2016 wurde der Slowene Aleksander Ceferin, 49, zum Uefa-Chef und Nachfolger des affärengeplagten Michel Platini gewählt. Anders als der Franzose war der Rechtsanwalt nie selbst Spitzenfußballer.

(Foto: Fabrice Coffrini/AFP)

Aleksander Ceferin, Präsident des europäischen Fußball-Verbandes Uefa, spricht über Mega-Transfers, Spielerberater und die Rivalität zum Weltverband.

Interview von Thomas Kistner

Herr Ceferin, als Sie vor einem Jahr Uefa-Präsident wurden, kamen Sie aus dem Nichts. Auch heute kennen Sie nicht viele, und Sie wollen weiter im Hintergrund bleiben - in einer großen Selbstdarsteller-Branche. Was treibt Sie an?

Ich liebe den Fußball. Aber es war nie meine Absicht, Sportpolitiker zu werden. Wir hatten 2010 eine Krise im slowenischen Fußball, es gab interne Kämpfe, dann trat der Verbandspräsident zurück. Ein paar Leute, die mich kannten - wir sind ein kleines Land, da ...