Uefa-Klubrangliste Bayern Nummer zwei hinter Barcelona

Fast so gut wie Barcelona: Laut Uefa-Ranking liegen die Bayern nur knapp hinter den Katalanen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Die Münchner gehen als statistisch zweitbester europäischer Klub ins kommende Jahr, die Bundesliga kommt England in der Fünfjahreswertung immer näher, nach Medienberichten wird der Sieger der Champions League in drei Jahren in Berlin gekürt, die Dallas Mavericks gewinnen wieder in der NBA, Bremen sucht weiter einen Allofs-Nachfolger.

Sportnachrichten in Kürze

Uefa, Rangliste: Der FC Bayern München geht als Nummer zwei im europäischen Fußball hinter dem FC Barcelona in das neue Jahr. Der deutsche Rekordmeister belegt in der UEFA-Club-Rangliste nach der Gruppenphase der Champions League mit 131,008 Punkten die zweite Position vor Manchester United. An der Spitze steht Barcelona mit 150,833 Punkten. Hinter Bayern folgen Manchester United (128,535) und der mögliche Münchner Achtelfinalgegner Real Madrid (126,833). Als zweitbester deutscher Club in der Fünfjahreswertung belegt Schalke 04 mit 83,008 Punkten den 15. Platz. Der deutsche Meister Borussia Dortmund (50,008) hat sich auf die 42. Stelle vorgearbeitet. Unter den besten 50 Clubs befinden sich aus der Bundesliga noch Werder Bremen (31. Platz/60,008), VfB Stuttgart (35./56,008), Hamburger SV (36./55,008) und Bayer Leverkusen (38./53,008).

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich stolz über die gefestigte Position hinter Barcelona. Der Spitzenplatz beweise, "wie konstant stark der FC Bayern auch international geworden ist. Ich bin hochzufrieden, denn das ist die ehrlichste Wertung." Die UEFA-Rangliste basiert auf den Europapokal-Ergebnissen der Vereine in den letzten fünf Spielzeiten. Sie entscheidet auch über die Setzliste bei Auslosungen zur Champions und Europa League.

Doping, Forscher: Der Mainzer Sportmedizin-Professor Perikles Simon vermutet eine alarmierende Dopingquote bei den Olympischen Spielen 2012. "Ich befürchte, dass bei Olympia in London, über alle Sportarten verteilt, im Schnitt 60 Prozent der Athleten gedopt waren", sagte der Dopingforscher im Interview mit den Zeitungen der WAZ-Gruppe: "An den sauberen Sport glaube ich auf diesem Niveau nicht mehr." Zur mutmaßlich dopenden Mehrheit zählt Simon, der im Bereich Gendoping zu den weltweit führenden Wissenschaftltern gehört, auch den zweimaligen Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika: "Das ist wahrscheinlich so, wie bei allen, die auf diesem Niveau antreten", sagte der 39-Jährige: "Es wäre doch verrückt zu glauben, im Sprint hätte es sich zum Guten gewendet. Ich glaube, vier Zehntelsekunden der derzeitigen Spitzenleistungen über 100 Meter basieren auf Doping." Im Kampf gegen Doping plädiert Simon aufgrund der geringen Erfolgsquote für tiefgreifende Änderungen bei den Kontrollen. "Wir haben ein Riesen-Problem mit unserem Kontrollsystem. So kann es nicht weitergehen, das ist unglaubwürdig", sagte Simon: "In Deutschland waren im vergangenen Jahr nur vier von 8000 Dopingproben positiv."

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks haben den Anschluss an die Play-off-Plätze geschafft. Ohne den weiterhin verletzten Dirk Nowitzki gewannen die Mavs bei den Phoenix Suns 97:94 und liegen gleichauf mit den Los Angeles Lakers auf Platz acht der Western Conference. Es war Dallas neunter Sieg im 19. Spiel. Neuzugang O.J. Mayo war mit 23 Zählern wieder einmal der herausragende Akteur beim Meister von 2011. Center Chris Kaman kam von der Bank und erzielte 15 Punkte. Sein Nationalmannschaftskollege Nowitzki hatte am Vortag erklärt, sein Comeback weiter verschieben zu müssen. Der 34-Jährige war vor sechseinhalb Wochen wegen anhaltender Probleme am Knie operiert worden. Die New York Knickes untermauerten derweil mit einem Sieg bei Titelverteidiger Miami Heat ihre Ambitionen. Auch ohne ihren am Finger verletzten Superstar Carmelo Anthony setzten sich die Knicks 112:92 durch und führen die Eastern Conference weiter vor Miami an. Raymond Felton schlüpfte mit 27 Punkten in die Rolle des Topscorers, fünf weitere Spieler punkteten zweistellig. Den Heat reichten auch 31 Punkte von MVP LeBron James nicht zum Sieg, Chris Bosh (12 Punkte) und Dwyane Wade (13) enttäuschten.

Champions League, Finale: Die beste Klub-Mannschaft des europäischen Fußballs wird 2015 wohl erneut in Deutschland gekrönt. Laut Information der Bild-Zeitung und der italienischen Gazzetta dello Sport wird das Endspiel der Champions League in drei Jahren im Berliner Olympiastadion stattfinden. Erst in diesem Jahr war München Austragungsort des Finales, Bayern München unterlag dem FC Chelsea im Elfmeterschießen. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) wird ihre Entscheidung erst im März bekannt geben. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verweigerte eine Bestätigung, sagte allerdings im Gespräch mit bild.de: "Wir können uns große und berechtigte Hoffnungen machen, dass das Champions-League-Finale nach Berlin kommt." Laut Gazzetta soll das Finale 2016 an Mailand vergeben werden.

Uefa, Fünfjahreswertung: Die Bundesliga steht nach den jüngsten internationalen Erfolgen vor dem Sprung auf Platz zwei. Dank der guten Ausbeute in der zurückliegenden Europapokal-Woche mit vier Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage verkürzten die deutschen Clubs ihren Rückstand auf England weiter und liegen nur noch 2,634 Punkte hinter der zweitplatzierten Premier League zurück. Weil die deutsche Eliteklasse im kommenden Jahr noch mit allen sieben Mannschaften im Europacup dabei ist, dürfte sich der Abstand auf England (6) weiter verringern. Angeführt wird das Uefa-Ranking weiter von Spanien, das seinen Vorsprung sogar noch ausbauen konnte. In der Wertung für die laufende Saison fiel Deutschland mit 13,357 Zählern auf Rang zwei hinter der spanischen Primera Division (13,857) zurück. England ist im Saisonranking 2012/13 mit 11,142 Punkten abgeschlagen Dritter. Die Fünfjahreswertung der Uefa ist maßgeblich für die Verteilung der Startplätze in der Champions League. Nur die ersten Drei erhalten in der Königsklasse drei feste Plätze. Daneben kann sich der Liga-Vierte über Playoff-Spiele für die Gruppenphase qualifizieren.

Niederlande, Gewalt im Fußball: Nach dem gewaltsamen Tod des Linienrichters Richard Nieuwenhuizen nach einem Jugendfußballspiel hat die niederländische Polizei einen vierten Verdächtigen verhaftet. Das gab die Behörde am Freitag bekannt. Der 16-Jährige aus Amsterdam wurde am Donnerstagabend festgenommen. Bislang befanden sich ein weiterer 16-Jähriger sowie zwei 15-Jährige in Untersuchungshaft, sie sollen von der Staatsanwaltschaft Amsterdam wegen Totschlags angeklagt werden. Bereits am Mittwoch hatte die Tageszeitung De Telegraaf berichtet, dass fünf statt wie zuvor vermutet drei jugendliche Fußballer des Klubs Nieuw-Sloten an der tödlichen Prügelattacke auf den 41-jährigen Nieuwenhuizen am Sonntag beteiligt gewesen sein sollen. Das Opfer war am Montag im Krankenhaus gestorben.

Fifa, Mohammed bin Hammam: Der Fußball-Weltverband Fifa hat die Sperre des unter Korruptionsverdacht stehenden Mohammed bin Hammam erneut verlängert. Das Verfahren gegen den früheren Gegenkandidaten von Fifa-Chef Joseph Blatter solle fortgeführt werden, teilte der Verband am Donnerstag mit. Bis zu einer endgültigen Entscheidung der Ethikkommission bleiben dem ehemaligen Spitzenfunktionär aus Katar alle Tätigkeiten im Fußball verboten. Die Fifa wirft Hammam vor, im Wahlkampf um den Fifa-Chefposten im Mai 2011 bei einem Treffen der Karibischen Fußball-Union Funktionäre mit jeweils 40 000 Dollar bestochen zu haben. Hammam hat die Vorwürfe stets bestritten. Die Fifa hatte ihn zunächst lebenslang gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hob diese Sperre jedoch auf. Daraufhin sprach die Fifa zunächst einen 90-Tage-Bann aus und verlängerte diesen im Oktober um weitere 45 Tage. Die Untersuchungskammer der Fifa-Ethikkommission hat ihren Schlussbericht zu dem Fall inzwischen der rechtsprechenden Kammer unter Führung des Deutschen Hans-Joachim Eckert vorgelegt. Auf dieser Grundlage beschloss Eckert die Verlängerung der provisorischen Sperre von Hammam. Eine rechtzeitige Entscheidung in dem Fall vor Ablauf des ursprünglichen Banns erscheine zweifelhaft, hieß es.

Stimmen nach dem Dortmund Sieg "Ein schönes Gefühl"

Mit 14 Punkten ist Borussia Dortmund souverän als Tabellenführer der Gruppe D ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Das 1:0 gegen Manchester City war die Krönung einer überzeugenden Leistung in der Gruppenphase. Stimmen der Spieler nach der Partie.

(Video: SID, Foto: dapd)

FC Chelsea, Sperre: Mittelfeldspieler John Obi Mikel vom Premier-League-Klub FC Chelsea ist in der Rassismus-Affäre um Schiedsrichter Mark Clattenburg vom englischen Verband FA für drei Spiele gesperrt worden. Zudem muss der 25 Jahre alte Nigerianer eine Strafe von umgerechnet rund 75.000 Euro zahlen, weil er Clattenburg nach der 2:3-Niederlage Ende Oktober gegen Manchester United in der Schiedsrichterkabine bedroht und beleidigt hatte. Mikel war nach dem Spiel auf Clattenburg losgegangen, weil er sich von dem Referee rassistisch beleidigt gefühlt hatte. Die FA hatte diese Vorwürfe nach einer Untersuchung vor zwei Wochen zurückgewiesen und Clattenburg von den Rassismus-Vorwürfen freigesprochen.

Fußball, Haftstrafe wegen rassistischer Beleidigung: Dem türkischen Fußball-Nationalspieler Emre droht wegen rassistischer Beleidigung in seiner Heimat eine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul forderte laut lokalen Medienberichten sechs Monate bis zwei Jahre Gefängnis für den Mittelfeldspieler, der bei Atletico Madrid unter Vertrag steht. Der 32-Jährige soll in seiner Zeit bei Fenerbahce bei einem türkischen Ligaduell im vergangenen April seinen Gegenspieler Didier Zokora von Trabzonspor rassistisch beleidigt haben. Dafür war Emre bereits für zwei Spiele gesperrt worden. "Im Affekt sagt man manchmal schlechte Dinge. Ich habe ein dummes Wort benutzt. Dafür möchte ich mich entschuldigen", sagte Emre, der bereits 2007 während seiner Zeit in Newcastle die früheren Everton-Profis Joleon Lescott und Tim Howard ebenfalls rassistisch beleidigt haben soll. Nach diesem Vorfall verließ Emre die Premier League in Richtung Fenerbahce.

Formel 1, Türkei: Die Rückkehr des Großen Preises der Türkei in Istanbul in den Kalender der Formel-1-Saison 2013 hängt offenbar einzig vom Rückhalt durch die Regierung ab. Das teilte der nationale Motorsportverband Tosfed auf seiner Internetseite mit. Demnach hätten Gespräche am Rande des Kongresses des Automobil-Weltverbandes FIA in Istanbul zwischen Streckenbetreiber Vural Ak und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zu einer grundsätzlichen Einigung geführt. "Es hängt nun von der Entscheidung des Ministerpräsidenten ab. Jeder weiß, dass für die kommenden Jahre die Zustimmung und eine Garantie über das benötigte Budget seitens der Regierung notwendig ist", sagte der Tosfed-Vorsitzende Demire Berberoglu: "Wir tun alles, damit in Zukunft wieder ein Formel-1-Rennen in Istanbul ausgetragen wird." Der türkische Sportminister Suat Kilic erteilte den Ambitionen allerdings eine Absage. "Es liegt an der Privatwirtschaft, die Formel 1 in die Türkei zu bringen", sagte Kilic: "Wir werden die Kosten nicht tragen." Ecclestone hatte bereits vor dem Treffen in der Türkei betont, die Formel 1 an den Bosporus zurückholen zu wollen, wo sie 2011 zuletzt gastierte. Insgesamt 20 Rennen stehen 2013 im Kalendar der FIA. Anstelle des Grand Prix von New Jersey, dessen Premiere weiter warten muss, findet am 21. Juli ein weiterer Lauf in Europa statt. Mögliche Austragungsorte sind neben Istanbul auch Le Castellet oder Magny-Cours in Frankreich sowie der A1-Ring im österreichischen Spielberg.

Bundesliga, Fankontrollen: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich eindeutig gegen zu intime Kontrollen bei Fußball-Fans aus. "Wer ernsthaft erwägt, über durchgängige Leibesvisitationen und Nacktkontrollen von Fans die Sicherheit im Stadion zu erhöhen, schießt nicht nur deutlich am Tor vorbei, sondern verlässt gänzlich den Boden der Verhältnismäßigkeit", sagte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut. Dass es einigen Zuschauern gelinge, auf "unappetitliche Weise" pyrotechnische Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln, müsse in Kauf genommen werden. Einen Generalverdacht gegen Fußballfans rechtfertige das nicht. "Das Abbrennen von Bengalos ist allerdings nicht verhandelbar", sagte Witthaut: "Es stellt eine Straftat dar und muss kompromisslos verfolgt und bestraft werden." Zudem forderte der 57-Jährige die Vereine auf, ihr Sicherheitspersonal besser auszubilden.

Werder Bremen, Allofs-Nachfolge: Die Suche bei Werder Bremen nach einem Nachfolger für Geschäftsführer Klaus Allofs hält an. Aufsichtsratschef Willi Lemke schließt eine Lösung in den kommenden Tagen aus. "Wann eine Entscheidung getroffen wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen", sagte Lemke der Kreiszeitung Syke. Man arbeite jedoch "mit Hochdruck". Offensichtlich gestalten sich die Verhandlungen mit Marc Kosicke, der früh als Kandidat für die Allofs-Nachfolge bestätigt wurde, schwierig. Probleme bei den Gesprächen mit dem Berater der Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund), Bruno Labbadia (VfB Stuttgart) und Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig) wollte Lemke zwar nicht bestätigen. Allerdings verwies der frühere Werder-Manager darauf, dass Kosicke nicht der Favorit sei. Neben dem 41-Jährigen gebe es weiterhin noch andere Kandidaten. Allofs hatte Werder im November nach 13 Jahren als Sportdirektor, Geschäftsführer und zuletzt auch Clubchef in Richtung VfL Wolfsburg verlassen. Zum Clubchef ist inzwischen Finanz- und Marketing-Geschäftsführer Klaus Filbry aufgestiegen. Werder sucht nun noch einen Allofs-Nachfolger als Geschäftsführer Sport.

Basketball, Euroleague: Alba Berlin hat den Schwung aus der Basketball-Bundesliga nicht auf das europäische Parkett mitgenommen. In der Euroleague unterlagen die bereits für die Runde der letzten 16 qualifizierten Berliner am Donnerstag Unicaja Malaga/Spanien mit 63:74 (35:36). In der Gruppe B bleibt der frühere Serienmeister damit auf Rang vier. Überschattet wurde die Niederlage von der Verletzung von Vule Avdalovic, der sich das Knie verdrehte und mit großen Schmerzen vom Feld getragen werden musste. Er wurde direkt ins Unfallkrankenhaus Berlin zur Untersuchung gebracht.