Während Schalke nach einem 4:1 bei APOEL Nikosia mit einem Bein in der Gruppenphase steht, quälten sich die Berliner zu einem 2:0 gegen St. Patrick's Athletic.

Auch ohne Nationalspieler Kevin Kuranyi, der wegen Hüftproblemen passen musste, sowie die gesperrten Christian Pander, Jermaine Jones und Fabian Ernst waren die Schalker für Nikosia eine Hausnummer zu groß. Innerhalb von 16 Minuten sorgten Nationalspieler Heiko Westermann (24.), Ivan Rakitic (35.) und Vicente Sanchez (39.) mit ihren Toren vor 9000 Zuschauern schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Nach dem APOELS Ehrentreffer durch Nenad Mirosavljevic (71.) erzielte Halil Altintop (87.) den Endstand.

Schalker Jubel auf Zypern. (© Foto: dpa)

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Nach der Pause schaltete das Team von Trainer Fred Rutten einen Gang zurück und verpasste so den höchsten Europacup-Sieg der Klub-Geschichte knapp. Den hatte S04 vor exakt vier Jahren beim 5:1 gegen Metalurgs Liepaja ebenfalls in der ersten UEFA-Cup-Runde erreicht.

"Wir haben einen großen Schritt in Richtung Gruppenphase gemacht, das ist eine wichtige Sache für Schalke. Wir haben die Aufgabe sachlich und mit schönen Toren erledigt. Das Gegentor war zwar nicht nötig, trotzdem bin ich mit diesem Ergebnis zufrieden", sagte Rutten.

Hertha BSC tat sich vor nur 10.000 Zuschauern in der ersten Halbzeit sehr schwer. Zunächst hatten die Gastgeber zwar Pech, dass Schiedsrichter Tomasz Mikulski (Polen) ein Handspiel vom irischen Abwehrspieler Jason Gavin im eigenen Strafraum nicht mit einem Elfmeter ahndete. Wenig später scheiterte Torjäger Marko Pantelic am überragend reagierenden Athletic's-Torwart Barry Ryan.

Die Berliner kamen mit mehr Schwung aus der Pause und wurden belohnt. Der eingewechselte Maximilian Nicu traf mit einem herrlichen Volleyschuss aus 15 m. Zuvor wurde noch bekannt, dass Raffael Vater eines Sohnes wurde. Der Brasilianer fehlte, weil er seiner Frau im Krankenhaus war.

In der 76. Minute sorgte schließlich Cicero für Aufatmen. Nach einem abgeblockten Schuss von Neuzugang Andrej Woronin brauchte der Brasilianer den Ball nur noch ins Tor zu schieben und belohnte das unermüdliche Engagement der Gastgeber. Wichtig ist, dass wir kein Gegentor bekommen haben. Aber wir sind noch nicht durch. Die kommen wie Verrückte", sagte Coach Favre zu den Iren, und Nationalspieler Arne Friedrich erklärte: "2:0 ist ein gutes Polster. Es ging nicht um einen Schönheitspreis."

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(sueddeutsche.de/sid/tbc)