U21-Europameisterschaft Kuntz setzt auf Kaiserslauterns Torwart

Gegen Tschechien im Tor der DFB-Elf: Julian Pollersbeck vom 1. FC Kaiserslautern.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Julian Pollersbeck steht beim Auftakt der U21-EM im DFB-Tor. Philip Heintz schwimmt deutschen Rekord. Bernd Storck soll trotz Blamage Ungarns Nationaltrainer bleiben.

Fußball, U21: Julian Pollersbeck vom 1. FC Kaiserslautern wird im EM-Auftaktspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Tschechien im Tor stehen. Nationaltrainer Stefan Kuntz habe die Mannschaft über die Entscheidung informiert, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mit. Der 22 Jahre alte Keeper, der seit Wochen mit dem Bundesligisten Hamburger SV in Verbindung gebracht wird, hat bislang zwei U21-Länderspiele absolviert.

Pollersbeck konkurriert im Tor mit Marvin Schwäbe von Dynamo Dresden, der schon viermal für die U21 auf dem Platz stand. Dritter Torhüter ist Odisseas Vlachodimos von Panathinaikos Athen. Die deutsche U21 startet am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) gegen Tschechien in die EM.

Beim HSV ist Pollersbeck als Nachfolger von René Adler im Gespräch, der nach fünf Jahren an der Elbe seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Allerdings steht für den Lauterer eine Ablöseforderung von rund drei Millionen Euro im Raum. Eine Summe, die der klamme Nordclub wohl nicht zu zahlen bereit ist.

Schwimmen, deutsche Meisterschaften: Schwimmer Philip Heintz hat seinen eigenen deutschen Rekord über 200 Meter Lagen verbessert. Der 26-Jährige schlug am Freitag bei den deutschen Meisterschaften in Berlin nach 1:56,59 Minuten an und blieb damit fast eine Sekunde unter seiner alten Bestmarke von 1:57,48 Minuten. "Dass es so schnell wird, habe ich nicht gedacht", sagte Heintz. Er ist bei den nationalen Meisterschaften auch Titelverteidiger auf der Strecke.

Heintz schaffte damit auch die Vorlaufnorm für die Weltmeisterschaft im Juli in Budapest, muss diese Leistung im Finale aber noch bestätigen. Für die Qualifikation für die WM müssen die Sportler in beiden Läufen geforderte Zeiten unterbieten.

Fußball, WM-Qualifikation: Trotz der blamablen 0:1-Niederlage gegen den Fußball-Zwerg Andorra in der WM-Qualifikation vor fünf Tagen bleibt der Deutsche Bernd Storck weiterhin Nationaltrainer Ungarns. "Er verdient eine zweite Chance", erklärte Sandor Csanyi, der Präsident des Ungarischen Fußball-Verbands (MLSZ), am Donnerstagabend im staatlichen Sport-TV-Kanal M4. Zuvor hatte Storck in einer mehrstündigen Sitzung des MLSZ-Vorstands Rechenschaft über seine Arbeit abgelegt.

Der deutsche Trainer habe bereits unmittelbar nach der Niederlage in Andorra am vergangenen Samstag dem Verband seinen Rücktritt angeboten, sagte Csanyi. Er habe ihn aber gebeten, dies vor der Vorstandssitzung am Donnerstag nicht öffentlich zu machen. "Nicht nur als Nationaltrainer, sondern auch als Sportdirektor des Verbands, dem auch der Nachwuchs anvertraut ist, hat er eine ausgezeichnete Leistung erbracht", fügte Csanyi hinzu.

Storck ist seit Juli 2015 Ungarns Nationaltrainer. Bei der Europameisterschaft im Sommer des Vorjahrs überstand die magyarische Auswahl die Gruppenphase ungeschlagen und schied erst im Achtelfinale gegen Belgien (0:4) aus. Doch zuletzt blieb sie ohne Fortune - die Niederlage gegen Andorra bedeutet zudem, dass die WM-Teilnahme 2018 in Russland für die Ungarn praktisch passé ist.

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