Klinsmann trägt später zum Spielverständnis noch die Einschätzung bei, dass in Frankreich vor einer WM "immer Theater war", und dass gegen Uruguay ein schnelles Tor fallen muss, sonst werde es ein zähes Spiel. Nach dem 0:0 sagt der ehemalige DFB-Coach, er habe es ja gleich gesagt.
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Jauch bekennt Farbe
Ansonsten vertreibt RTL die Zeit bei diesem WM-Debüt mit professionellen Einspielfilmen, zum Beispiel aus dem deutschen Quartier. Jauch fragt, ob die Jungs vielleicht die Hosen voll haben und redet über Trainer, die eine "lame duck" seien. Weil Franck Ribéry auf dem Rasen in Kapstadt vor dem Spiel auf seine Kollegen einredet wie auf einen lahmen Gaul, auf dem ein Dicker sitzt, spricht der Moderator von "starken Bildern".
Es war nun mal nicht viel los an diesem ersten WM-Tag, aber Günther Jauch hat auftragsgemäß für RTL (WM-Slogan: "Der Sommer kickt") versucht, aus einer französischen Nullnummer eine große Show machen und eine Lyoner Fleischwurst in ein Chateaubriand zu verwandeln. Dass er wunderbar zur Selbstironie fähig ist, beweist sein Spruch: "Einmal muss ich Farbe bekennen an diesem Abend". Da tippt der künftige ARD-Mann den Ausgang des Spiels, und vermutet Frankreich mit 3:1 vorne, während sein Kollege Klopp auf Uruguay (2:1) setzt.
Wahrscheinlich hätten sie "Calli" fragen sollen.
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(sueddeutsche.de/mikö)