SZ: Sind Sie dann nie mit ihm aneinander geraten?
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Pacult: Natürlich hatten wir auch mal die eine oder andere Auseinandersetzung, vor allem in den zwei Jahren, als ich Cheftrainer war. Es war immer in dem Sinn: Er ist der Boss, der Arbeitgeber. Aber er hat meine Meinung auch gelten lassen. Und er hat trotz allem immer versucht, mit seinen Aussagen zu helfen.
SZ: Können Sie sich an eine typische Wildmoser-Szene erinnern?
Pacult: Ich habe das immer wieder in Erinnerung, wie wir in Meppen aufgestiegen sind. Wir saßen dann im Bus nebeneinander, und ich sagte spaßeshalber zu ihm: "Na, Präse, dein Plan, dass wir in drei Jahren aufsteigen, ist ja nicht ganz aufgegangen. Jetzt sind wir gleich im ersten Jahr aufgestiegen." Da hat er mir auf den Schädel gehaut und gesagt: "Du Trottel." Er hat das natürlich nett gemeint, es war halt seine typische Art.
SZ: Was bedeutet jetzt der Tod Wildmosers für 1860?
Pacult: Damit endet ein wichtiges Kapitel der Vereinsgeschichte, auch wenn er seit 2004 nicht mehr bei 1860 war. Dieser Präsident geht absolut in die Geschichte dieses Vereins ein, er war ein Original, ein Macher. Und er repräsentierte auch einen Typ, den es immer seltener in München gibt, er war eine starke, barocke Figur. Es wurde viel auf ihn eingedroschen, aber viele vergessen, dass Wildmoser auch viel für den Verein getan hat.
SZ: Am kommenden Mittwoch findet um 15 Uhr auf dem Waldfriedhof die Trauerfeier statt - werden Sie kommen?
Pacult: Wir haben ja noch am Dienstag das Europapokalrückspiel gegen PFC Beroe Stara Zagora. Danach werde ich selbstverständlich nach München kommen. Das ist mir wichtig.
SZ: Wie sehr verfolgen Sie noch das Geschehen bei 1860?
Pacult: Ich interessiere mich natürlich für die Löwen. Die Situation ist nicht einfach, es gibt viele Probleme im Verein, aber herumzujammern, hilft jetzt nicht. Jetzt muss gute Arbeit gemacht werden. Ich hoffe, dass Reiner Maurer als Trainer Ruhe hineinbringt.
SZ: Sie galten ja auch kürzlich als Trainerkandidat für 1860, nachdem Ewald Lienen gegangen war. Schließen Sie aus, dass Sie nochmal zu den Löwen gehen?
Pacult: Im Fußball gibt's kein "Nie". Im Fußball ist alles möglich.
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(SZ vom 30.07.2010)
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Sprüche wie "Ja, der FC Tirol hat eine Obduktion auf mich" und "in einem Jahr habe ich mal 15 Monate durchgespielt" wiesen ihn als Fachmann aus.
Der Pacult war ein super Trainer ..