Die deutschen Triathletinnen verpassen bei der Weltmeisterschaft in Hamburg zwar eine Medaille, freuen sich aber über die Qualifikation für Olympia.
Die deutschen Triathletinnen haben bei der Heim-Weltmeisterschaft in Hamburg eine Medaille knapp verpasst, mit drei Platzierungen unter den ersten Zehn aber das beste Ergebnis ihrer WM-Geschichte erzielt. Ricarda Lisk (Waiblingen) fehlten am Samstag als Fünfte lediglich 22 Sekunden zum Bronze-Rang. Die 26-Jährige sicherte sich wie Anja Dittmer (Neubrandenburg) auf Platz sechs aber das Ticket für die Olympischen Spiele in Peking 2008. Joelle Franzmann (Saarbrücken) komplettierte als Achte das hervorragende deutsche Resultat.
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Den WM-Titel gewann wie erwartet die Portugiesin Vanessa Fernandes. Die viermalige Europameisterin benötigte für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen 1:53:27 Stunden.
"Das war das absolute Rennen, das Rennen meines Lebens", jubelte Lisk nach dem besten WM-Ergebnis ihrer Karriere. "Ich wollte unbedingt nach Peking. Es ist ein Traum, dass ich die Quali nun geschafft habe", meinte die deutsche Meisterin von 2006, die zum Schluss von Krämpfen geplagt wurde. Auch Dittmer war überglücklich. "Ich habe beim Laufen einfach den Kopf runter genommen und bin gerannt", sagte die 31-Jährige.
Schwimmen in der 16 Grad kalten Alster
Bei ihrer 14. WM-Teilnahme sah es allerdings lange Zeit nicht nach einer vorderen Platzierung aus. Dittmer verpasste wie die vierte deutsche Starterin Christiane Pilz (Rostock), die am Ende Platz 26 (+4:30) belegte, beim Schwimmen den Anschluss an die Spitzengruppe und kletterte mit einem Rückstand von mehr als 45 Sekunden aus dem Wasser. Franzmann und Lisk fühlten sich in der 16 Grad kalten Alster dagegen wohler und zählten auf der Radstrecke zu einer 13 Fahrerinnen umfassenden Spitzengruppe, die mit einem Vorsprung von rund einer Minute den abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf in Angriff nahm. Dort untermauerte Fernandes einmal mehr ihre derzeitige Ausnahmestellung im Frauen-Triathlon.
Die 21-Jährige, die in ihrer jungen Karriere bereits 17 Weltcup-Rennen gewinnen konnte, übernahm unmittelbar nach dem Radfahren die Spitze und lief ungefährdet zum Titel. "Ich bin so stolz. Es ist ein tolles Gefühl, Weltmeisterin zu sein", sagte sie. Rang zwei sicherte sich Titelverteidigerin Emma Snowsill. Die Australierin hatte bereits beim Schwimmen alle Chancen auf ihren vierten WM-Titel vergeben. Mit einer starken Laufleistung sicherte sie sich mit einem Rückstand von 1:04 Minuten aber immerhin noch die Silbermedaille vor der Amerikanerin Laura Bennett (+1:09). Auch Dittmer gab beim Laufen richtig Gas und rannte mit der drittbesten Zehn-Kilometer-Zeit noch auf Rang sechs.
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(dpa)
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...völlig 100% Deiner Meinung (ich duz da jetzt einfach, liest sich doch wie der Comm eines Triathleten). Während ich bei den Ironman Übertragungen keinen Blick vom PC lassen kann, langweilt mich die Rad-Taktiererei und das "Körnersparen"- und ich bleib einfach bei den Roots
Wer die Berichterstattung im Fernsehen über die Triathlon- WM verfolgt hat, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier nicht um einen Wettkampf gehandelt hat der versucht hat herauszufinden wer der komletteste Ausdauerdreikämpfer ist.
Es sah hier vielmehr so aus, dass am Wettkampftag von den Triathleten ein Nachweis ihrer Schwimmfähigkeit verlangt wurde und das Können ohne Stützräder Rad zu fahren. Entscheidend über den Weltmeistertitel war einzig die Laufleistung im anschließenden 10000m- Lauf.
Natürlich ist das auf die Spitze getrieben, aber ich persönlich sehne mich zurück zu der Zeit, als das Windschattenfahren im Triathlon noch verboten war und ein sehr guter Schwimmer, der passabel Rad fahren konnte, auch noch eine Siegchance gegen einen "reinen" Laufspezialisten hatte!
Spannender waren die Rennen und am Schluss stand meist auch der kompletteste Dreikämpfer ganz oben auf dem Siegertreppchen.
Als ewig Gestriger fordere ich daher:"Back to the roots! Schluss mit dem Windschattenfahren- für einen fairen Wettkampf."