Transfers in der Bundesliga Rensing nach Leverkusen, Jiracek zum HSV

Michael Rensing wird Ersatztorhüter in Leverkusen, Hamburger SV verpflichtet einen Tschechen aus Wolfsburg. Dinamo Zagreb und der FC Malaga erreichen die Gruppenphase der Champions League, bei Real Madrid sortiert José Mourinho seinen Landsmann Ricardo Carvalho aus. Füchse Berlin gewinnen in der Handball-Bundesliga bei Aufsteiger Neuhausen.

Sportnachrichten in Kürze

Neu in Leverkusen: Michael Rensing.

(Foto: dapd)

Bayer Leverkusen, Transfer: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat Torwart Michael Rensing vom 1. FC Köln verpflichtet. Der 28-Jährige erhält beim Werksklub einen Einjahresvertrag bis zum 30. Juni 2013 und wird Vertreter von Stammtorhüter Bernd Leno. Rensing wurde bei Bayern München Bundesligaprofi, war danach ein halbes Jahr arbeitslos und unterschrieb im Dezember 2010 bei den Kölner, mit denen er im Sommer abstieg. "Michael Rensing war beim 1. FC Köln stets ein Leistungsträger. Mit seiner Erfahrung wird er Bernd Leno zu weiteren Höchstleistungen beflügeln", sagte Sportdirektor Rudi Völler.

Hamburger SV, Transfer: Der Wechsel des tschechischen Nationalspielers Petr Jiracek zum Hamburger SV ist endgültig perfekt. Der Aufsichtsrat des norddeutschen Fußball-Bundesligisten stimmte der Verpflichtung des 26 Jahre alten Mittelfeldakteurs für vier Jahre auf seiner Sitzung am Dienstagabend zu, teilte der HSV mit. Der klamme Klub muss dem VfL Wolfsburg vier Millionen Euro Ablöse zahlen für Jiracek, der am Mittwochnachmittag erstmals mit seinem neuen Team trainieren soll. Dann stößt auch der schon vor Wochen für vier Millionen Euro verpflichtete Kroate Milan Badelj zum HSV-Kader. Der 23 Jahre alte Mittelfeldakteur von Dinamo Zagreb bestritt am Dienstagabend noch ein Champions-League-Qualifikationsspiel für seinen Heimatverein. Gemeinsam mit dem 26 Jahre alten Jiracek soll er Linie in das Spiel der Hamburger bringen. Dagegen bleibt die Rückkehr von Rafael van der Vaart wohl nur ein Traum. "Ich glaube nicht, dass es finanziell machbar ist", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Champions League, Qualifikation: Der Neu-Hamburger Milan Badelj hat mit Dinamo Zagreb in seinem letzten Spiel den Einzug in die Gruppenphase der Champions League perfekt gemacht. Die Kroaten gewannen nach dem 2:1-Hinspielsieg vor knapp einer Woche am Dienstagabend mit 1:0 (1:0) bei NK Maribor in Slowenien. Ebenfalls weiter kamen der RSC Anderlecht (Belgien), BATE Borissow (Weißrussland), der FC Malaga (Spanien) sowie Sporting Braga (Portugal). Der portugiesische Verteidiger Tonel (12. Minute) erzielte den Treffer für Zagreb in Maribor, wo die Gastgeber nach einer Roten Karte für den Brasilianer Arghus (85.) das Spiel beendeten. Badelj, der am Mittwoch in Hamburg erwartet wurde, spielte durch, sah zudem die Gelbe Karte. Ebenfalls in den Reihen der Kroaten stand der frühere Bundesliga-Profi Josip Simunic.

Die Entscheidung zwischen Udinese Calcio und Sporting Braga aus Portugal fiel erst im Elfmeterschießen, nachdem es nach 90 Minuten wie im Hinspiel 1:1 geheißen hatte und auch die Verlängerung ohne Treffer blieb. Dort besiegelte der ehemalige Hoffenheimer Maicosuel mit einem viel zu lässig geschossenen Elfmeter das Aus der Italiener.

Der RSC Anderlecht tat sich lange schwer gegen AEL Limassol aus Zypern. Dieudonné Mbokani Bezua (77.) und Alexander Jakowenko (89.) egalisierten schließlich die 1:2-Hinspiel-Niederlage der Belgier.

BATE Borissow mit Ex-Bundesliga-Spieler Alexander Hleb setzte sich gegen Ironi Kirjat Schmona aus Israel durch. Nach dem 2:0-Hinspielsieg reichte den Weißrussen im Rückspiel ein 1:1.

Torlos trennten sich Panathinaikos Athen und der FC Malaga. Da Malaga das erste Spiel mit 2:0 gewonnen hatte, erreichten die Spanier mit dem ehemaligen Bayern-Spieler Martin Demichelis erstmals in ihrer Geschichte die Gruppenphase der Champions League.

2. Liga, Jahn Regensburg: Fußball-Zweitligist Jahn Regensburg ist auf der Suche nach einem offensiven Mittelfeldspieler fündig geworden. Für ein Jahr leiht der Aufsteiger von Bundesligist 1. FC Nürnberg U20-Nationalspieler Julian Wießmeier aus. Wießmeier (19) absolvierte bislang neun Einsätze (ein Tor) in der Bundesliga, zwei Einsätze in der deutschen U19-Nationalmannschaft sowie sechs Einsätze (zwei Tore) in der U20. "Wir sind sehr froh, dass es geklappt hat. Vom Spielertyp her ist er ein torgefährlicher Kreativspieler, an dem wir in Regensburg viel Freude haben werden", sagte Regensburgs Sportdirektor Franz Gerber über Wießmeier. Eine Kaufoption besitzt der Jahn nicht.

AC Mailand, Transfer: Der AC Mailand hat nach seinem Saison-Fehlstart den französischen Angreifer M'Baye Niang verpflichtet. Der 17-Jährige aus Caen erhielt einen Dreijahresvertrag, wie der italienische Fußball-Erstligist am Dienstagabend mitteilte. Nach dem Verkauf seiner Stars Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva an Paris Saint-Germain waren die Rossoneri mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Sampdoria Genua in die neue Spielzeit der Serie A gestartet. Neben Niang soll bis zum Ende der Transferfrist am Freitagabend auch noch der spanisch-serbische Stürmer Bojan Krkic vom AS Rom zum AC Mailand kommen. Dagegen scheiterten bislang alle Versuche der Mailänder, Kaká von Real Madrid zurückzuholen. Die Spanier wollen den brasilianischen Mittelfeldspieler allenfalls verkaufen, Milan will ihn jedoch nur ausleihen. Verzichten muss Mailand zumindest in den kommenden drei Wochen auf Starstürmer Robinho. Der Brasilianer verletzte sich gegen Genua an der rechten Wade und muss eine Pause einlegen.

Kroatien, Ivica Horvat: Die kroatische Fußball-Legende Ivica Horvat ist tot. Er sei im Alter von 86 Jahren in seinem Wochenendhaus auf der Insel Krk gestorben, berichteten Medien und sein langjähriger Club Dinamo Zagreb. Horvat gehöre zu den besten Spielern in Kroatiens Fußball-Geschichte, kommentierten die Zeitungen am Mittwoch. In den 50er Jahren war er der Star bei Dinamo Zagreb und in der jugoslawischen Nationalmannschaft. Von 1957 bis 1960 spielte er für Eintracht Frankfurt. Als Trainer arbeitete Horvat in Frankfurt und bei Schalke 04. Mit Schalke wurde er 1972 Vizemeister und Pokalsieger. Danach folgten Stationen bei Rot-Weiß Essen und seinem Heimatclub Dinamo, mit dem er 1969 bereits den jugoslawischen Cup gewonnen hatte.

Jedem Klub seinen Martínez

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