Uli Hoeneß ist stolz: Zwei "Weltstars" in München. Die beiden Nationalspieler unterschreiben Vierjahres-Verträge bei den Bayern.
Mit großem Brimborium hat Bayern München das teuerste Investment-Paket der Vereinsgeschichte der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben dem italienischen Torjäger Luca Toni, für den elf Millionen Euro Ablöse und ein Gehalt von angeblich fünf Millionen Euro netto pro Jahr fällig werden, präsentierte der deutsche Rekordmeister auch den kurzerhand eingeflogenen Franzosen Franck Ribery. Der 24 Jahre alte Nationalspieler, für die Ablöse von 25 Millionen Euro von Olympique Marseille verpflichtet, soll rund vier Millionen Euro netto Jahresgehalt bekommen. Beide Spieler unterschrieben Vierjahres-Verträge.
Zwei neue und ein alter Bayer: Luca Toni (links), Franck Ribery und Uli Hoeneß. (© Foto: Reuters)
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57 Millionen Euro allein für Ablösesummen sind schon ausgegeben
Vor 13 Kamerateams und rund 50 Medienvertretern wurden Weltmeister Toni sowie Vizeweltmeister Ribery Trikots mit der Rückennummer "9" sowie 7" überreicht, und Bayern-Manager Uli Hoeneß betonte: "Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, zwei Weltstars nach München zu holen." Zugleich erklärte er, dass mit den sechs feststehenden Neuzugängen, der fast sicheren Rückkehr von Ze Roberto und dem angestrebten vorzeitigen Transfer von Nationalstürmer Miroslav Klose, der schon vor dem feststehenden Wechsel 2008 nach München kommen soll, "unsere Einkauspolitik" beendet ist.
Summen wollte Hoeneß weder dementieren noch bestätigen, sagte aber: "Wir haben unsere Schatulle aufgemacht." Ein Eigenkapital von 159 Millionen Euro und eine freie Liquididät von knapp 95 Millionen Euro hatte der FC Bayern zum Ende des Geschäftsjahres 2005/2006 ausgewiesen - auch in der abgelaufenen Saison soll Gewinn gemacht worden sein. Ein Großteil des Geldes ist nun verplant, für Ablösen und Gehälter. Für die Superstars Toni und Ribery, außerdem für die Neuzugänge Marcell Jansen, Jose Ernesto Sosa (beide zehn Millionen Euro Ablöse), Jan Schlaudraff (eine Million), der jetzt erst einmal verletzt ausfällt (Bandscheibenoperation), Hamit Altintop (ablösefrei) und aller Voraussicht nach Ze Roberto: Er soll einen Zweijahresvertrag erhalten, noch sind aber Details zu klären. Unter anderem soll der Brasilianer auf Einsätze in der Nationalmannschaft verzichten.
57 Millionen Euro allein für Ablösesummen sind schon ausgegeben, 26 Millionen Euro kommen jedoch durch den Verkauf von Owen Hargreaves an Manchester auch wieder herein. Bleibt noch Spielraum für einen weiteren Transfer. Klose, der 2008 auf jeden Fall ohne Ablöse nach München kommen wird, ist den Bayern bei einem angestrebten vorzeitigen Wechsel wohl 10 Millionen wert. "Wir haben selbstverständlich noch Geld", versicherte Vorstandsmitglied und "Finanzminister" Karl Hopfner mit einem Schmunzeln: "Für genau solche Situation haben wir Geld zurückgelegt." Eventuelle Verkäufe von Roy Makaay und Roque Santa Cruz könnten weitere Einnahmen bringen.
"Wir haben gesagt, wir wollen die Mannschaft nach dem schwierigen abgelaufenen Jahr namhaft verstärken, dafür haben wir gewisse Regeln, die wir in den vergangenen 20 Jahren aufgestellt haben, gebrochen", sagte Hoeneß zu den Investitionen. Zugleich bat er um ein wenig Geduld für den neuen Kader: "Wir haben den Mund sehr voll genommen", räumte er ein, stellte aber auch klar: "Sicher wird es einige Zeit brauchen, bis sich die Mannschaft gefunden hat. Aber wir sind guter Dinge, dass es mit der Qualität des Kaders gelingen wird, unsere Ziele zu erreichen."
Weltmeister Toni gab schon mal die Richtung vor: "In den nächsten Jahren wird hier sicher Großes passieren."
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(sid)
Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
ganz recht, im grunde genommen bewegen sich fast alle fans auf der gleichen grundlage, sie bewundern, respektieren und bestaunen spieltechnische leistungen, kampf, siegeswillen und leistung, insgeheim bei jedem team... alles andere ist doch nur gewäsch
im übrigen hat mir kaum etwas so sehr imponiert, wie effenbergs siegeswille und einsatzbereitschaft im erfolgreich überstandenen abstiegskampf von borussia mönchengladbach, aber das war m.e. sehr außergewöhnlich
@oleinek, das stimmt, die siege waren beeindruckend, das gesamtbild des turniers eher enttäuschend
Na im Grunde denken wir gar sehr ähnlich. Beide sind wir der Meinung, daß Leistung (Erfolg) und ästhetik die Attraktivität eines Sportes ausmachen. Nur ich sehe bei der wertenden Betrachtung die Leistung ein naselang vorne und sie eben die ästhetik. Und da die Attraktivität im Endeffekt im Auge des Betrachters liegt denke ich, daß wir beide berechtigt glauben können im Recht zu sein.
Und dennoch glaube ich, daß wir beide atemlos die Perfektion einer Ballannahme Zidanes bestaunen und gleichzeitig mit erfürchtigen Respekt den unerbittlichen Siegeswillen eines Gattusos bewundern können.
Faszination Fußball.
Richtig enttäuschend waren lediglich die Spiele gegen Österreich (1982) und gegen Marokko (1986). Demgegenüber stehen die beiden Halbfinalsiege gegen Frankreich, als sowohl 1982 als auch 1986 das Wunderteam um Platini, Giresse, Tigana mitreißend und überzeugend geschlagen wurde. Speziell das Spiel 1982 dürfte unvergessen bleiben. Der letzte Kick fehlte sicherlich, weswegen die jeweiligen Finals folgerichtig verloren wurden, der Erfolg also ausblieb.
ein gutes beispiel für meine sicht der dinge ist die qualität der deutschen nationalmannschaft bei den weltmeisterschaften 1982 und 1986, die ja bekanntlich mit zwei vizeweltmeisterschaften abgeschlossen wurde. wenn ich mich recht erinnere, war die enttäuschung über die dargebotene sportliche leistung vorherrschend, die in keinem verhältnis zum hervorragenden erfolg stand. es bestand nicht der geringste anlaß, das abschneiden der mannschaft noch zu bewundern oder gar davon begeistert zu sein.
im wesentlichen gebe ich ihnen recht, ich meine aber nicht gesagt zu haben, daß erfolg nebensächlich sei. das wäre sicher auch absurd, natürlich ist der wille zum erfolg grundlage und voraussetzung auch aller ästhetik im sport, klar. ich respektiere ihn auch, bewundere ihn aber nicht, das ist der punkt.
meine einschätzung ist auch erheblich einfacher gestrickt als sie denken, zwar bin ich seit jahrzehnten leidender anhänger von schalke04, aber ich würde niemals soweit gehen, um den erfolg meines vereins als maßstab meines verständnisses zu machen. zugegeben, meine begeisterung geht manchmal mit mir durch, wenn ich ausnahmespieler wie z.b. zidane sehe, oder eine kategorie darunter z.b. diego in der letzten saison, oder von mir aus auch die genialität eines baslers in besten zeiten, oder eines scholls... ich mache da auch keinen unterschied, welchen vereinen sie angehören. aber erfolg ist aus meiner sicht ohne eine entsprechende spielqualität uninteressant, das kann ich zwar respektieren, was ich beim fc bayern auch tue, aber ich muß es nicht mögen. wenn ich hier polemisiere, dann nur deshalb, weil meine meinung entweder diffamiert oder bewußt nicht verstanden wird.
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