Transfers Alonso lässt Zukunft beim FC Bayern offen

Was passiert mit Xabi Alonso vom FC Bayern? Im Trainingslager in Doha spricht der Bayern-Routinier über seine Zukunft.

(Foto: dpa)

Der Vertrag des Routiniers läuft am Saisonende aus. Ein weiterer Profi des FC Chelsea wechselt nach China - doch die Regierung will den Transfer-Wahnsinn einschränken.

Bayern-Routinier Xabi Alonso lässt die Fortsetzung seiner Karriere über das Saisonende hinaus offen. "Wir werden sehen. Jetzt ist Zeit, zu trainieren und sich vorzubereiten", sagte der 35-Jährige am Freitag in Doha. "Es gibt keine Deadline." Der Vertrag des Spaniers beim FC Bayern München läuft am Saisonende aus. Die Entscheidung über ein weiteres Jahr als Fußball-Profi will der zweimalige Champions-League-Sieger mit dem FC Liverpool und Real Madrid vom "Gefühl" abhängig machen. "Wir haben Zeit", erklärte der Mittelfeldstratege.

Alonso sagte dem Senkrechtstarter des Vorjahres, Nationalspieler Joshua Kimmich, eine glorreiche Karriere beim deutschen Rekordmeister voraus. "Josh ist fantastisch. Er hat eine glänzende Zukunft vor sich. Er spielt auf jeder Position sehr gut. Er wird sicher eine große Zukunft in diesem Club für viele, viele Jahre haben", rühmte Alonso den 21-Jährigen. Im Gegensatz zu Alonso steht Kimmich beim FC Bayern noch bis ins Jahr 2020 unter Vertrag.

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Bundesliga, Yunus Malli: Der VfL Wolfsburg hat rund zwei Wochen vor dem Ende der Winterpause einen Transfercoup gelandet. Die Wölfe verpflichten Mittelfeldspieler Yunus Malli (24) vom FSV Mainz 05 und stärken nach dem Abgang von Nationalspieler Julian Draxler zu Paris Saint-Germain damit ihre Offensive. Der türkische Nationalspieler Malli erhält einen Vertrag bis 2021 und wird das Trikot mit der Nummer 10 tragen.

Über die Ablösemodalitäten machten beide Klubs keine Angaben, laut dem kickerzahlt Wolfsburg 12,5 Millionen Euro an Mainz. "Mit Yunus Malli haben wir im Offensivbereich nochmal an Flexibilität und Stärke hinzugewonnen und natürlich auch den Konkurrenzkampf im Mittelfeld erhöht", sagte VfL-Trainer Valérien Ismael: "Er ist torgefährlich, zeichnet sich aber auch durch Assists aus. Zudem ist er stark bei Standards."

Malli ist nach Riechedly Bazoer (zuvor Ajax Amsterdam) und Victor Osimhen (Ultimate Strikers Academy) Wolfsburgs dritter Winterneuzugang. Er absolvierte am Vormittag im Trainingslager im spanischen La Manga zusammen mit seinen neuen Kollegen die erste Einheit des Tages. Der 24 Jahre alte Offensivspieler war am Vorabend aus dem Mainzer Trainingslager in Marbella nach La Manga gereist. In dieser Saison kamMalli für Mainz 16 Mal in der Bundesliga zum Einsatz, dabei erzielte er sechs Tore und bereitete sieben weitere vor. Der gebürtige Kasseler debütierte im Alter von 19 Jahren für die Mainzer Profis und kam seither auf 129 Liga-Spiele und 29 Tore.

China, Transfers: China will dem wilden Transfer-Treiben in seiner Fußball-Super-League offenbar ein Ende machen. Ein Sprecher der Regierungsstelle für Sport sprach davon, "die teuren Verpflichtungen zu beschränken und zu regulieren sowie angemessene Beschränkungen für die hohen Spielergehälter einzuführen". Die Klubs hätten "Geld verbrannt", ergänzte er.

Zuletzt hatten teils irrwitzige Gehalts- und Ablösezahlungen wie im Fall des Brasilianers Oscar für Aufsehen gesorgt, der für angeblich über 70 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Shanghai IPG wechselte. Der Argentinier Carlos Tevez soll durch seinen Transfer von den Boca Juniors zu Shanghai Shenhua mit 38 Millionen Euro Jahresgehalt zum bestbezahlten Profi weltweit aufgestiegen sein.Im Gespräch ist nun eine Obergrenze für Ablösesummen und Gehälter für Übersee-Profis sowie generell eine Kontrolle der "irrationalen Investitionen". Man müsse das Ziel verfolgen, Klubs zu gründen, die 100 Jahre bestünden. Insolventen Klubs könnte ein Ausschluss aus der Super League drohen, die Zahl der Spieler-Importe pro Mannschaft soll außerdem von fünf auf vier reduziert werden.

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China, FC Chelsea: Der nächste Wechsel eines internationalen Fußball-Stars nach China ist perfekt: Nigerias Nationalmannschaftskapitän John Obi Mikel hat den FC Chelsea verlassen und sich dem Tianjin TEDA FC in der chinesischen Super League angeschlossen. Der 29-Jährige soll laut Medienberichten einen Dreijahresvertrag unterschrieben haben und pro Woche 140.000 britische Pfund (knapp 164.000 Euro) kassieren. Über die Ablösesumme für Mikel wurde zunächst nichts bekannt.

Mikel trifft in China auf seine ehemaligen Chelsea-Mannschaftskollegen Ramires (Jiangsu Suning), Demba Ba (Shanghai Shenhua) und Oscar (Shanghai IPG), der für eine Ablöse von angeblich über 70 Millionen Euro ins Reich der Mitte wechselte. Bei Chelsea war Mikel unter Trainer Antonio Conte nicht mehr regelmäßig zum Zug gekommen. "Nach zehn Jahren, 374 Einsätzen und elf Titeln ist es Zeit für mich zu gehen", schrieb Mikel bei Twitter.

2. Bundesliga, Johannes Flum: Der FC St. Pauli hat sich mit Mittelfeldspieler Johannes Flum von Bundesligist Eintracht Frankfurt verstärkt. Beide Vereine gaben den Wechsel am Freitag bekannt. Der 29-Jährige erhält in Hamburg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. "Mit Johannes Flum konnten wir einen gestandenen Bundesligaspieler verpflichten. Wir freuen uns, dass er sich trotz anderer Angebote für St. Pauli entschieden hat", sagte St. Paulis Sportchef Andreas Rettig. "Er ist sowohl auf als auch neben dem Platz ein absoluter Führungsspieler - was speziell in Hinblick auf den Kampf um den Klassenerhalt ein wichtiger Faktor ist."

Flum wechselt mit der Erfahrung von insgesamt 131 Erstligaspielen ans Millerntor. Für den SC Freiburg, dessen Trikot er von 2008 bis 2013 getragen hatte, absolvierte der gebürtige Waldshuter bereits 93 Partien in der Ersten Bundesliga (sieben Tore, sieben Vorlagen). Anschließend bestritt er 38 Bundesligapartien für Eintracht Frankfurt (drei Tore, drei Vorlagen). Im Dezember 2015 hatte er einen Kniescheibenbruch erlitten und war danach nicht mehr richtig zum Zug gekommen. Flum reist bereits mit in das zehntägige Trainingslager ins südspanische Sotogrande, in das der Kiezclub am kommenden Donnerstag aufbricht. Er ist St. Paulis zweiter Wintertransfer nach der Ausleihe des Angreifers Lennart Thy vom Erstligisten Werder Bremen.

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