Nach Nationalstürmer Lukas Podolski hat der FC Bayern München nun auch den Verteidiger Daniel van Buyten vom HSV verpflichtet. Die Hamburger haben bereits einen viel versprechenden Ersatz gefunden.

Daniel van Buyten wird in den nächsten Tagen zur ärztlichen Untersuchung in München erwartet und im Anschluss einen Vierjahres-Vertrag bis 2010 unterzeichnen. Über die Ablösemodalitäten haben die beiden Clubs Stillschweigen vereinbart.

Abwehrriese: Daniel van Buyten bei seinem Ex-Verein HSV. (© Foto: AP)

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Mitte Mai hatten die Bayern-Verantwortlichen erste Gespräche mit dem HSV über einen möglichen Transfer des 28-Jährigen an die Isar aufgenommen. Der Belgier liebäugelte zwar mit einem Wechsel nach München, doch zunächst lagen die Vorstellungen beider Clubs über die Ablösesumme offenbar noch weit auseinander. Der HSV wollte seinen Abwehrchef nicht unter zehn Millionen Euro gehen lassen.

HSV verstärkt sich

Erst am vergangenen Donnerstag hatte der FC Bayern die Verpflichtung von Podolski vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln verkündet. Zugleich muss der erneute Double-Gewinner fortan aber auf den zum FC Chelsea gewechselten Michael Ballack sowie auf den Brasilianer Zé Roberto verzichten, der nach vier Jahren beim FC Bayern eine neue sportliche Herausforderung sucht.

Der HSV steht offenbar kurz vor der Verpflichtung des 20 Jahre alten Vincent Kompany vom RSC Anderlecht, der als eines der größten Innenverteidiger-Talente in Europa gilt.

Angeblich soll Kompany, der bei Anderlecht bis 2010 unter Vertrag steht, etwa 7,5 Millionen Euro Ablösesumme kosten. Er wäre damit der teuerste HSV-Transfer aller Zeiten. Rekordeinkauf war bislang Rafael van der Vaart (5,5 Millionen Euro).

An Kompany, dessen Eltern aus dem Kongo stammen, waren neben dem HSV zahlreiche europäische Spitzenklubs interessiert. Bereits vor zwei Jahren hatte der FC Chelsea 30 Millionen für den Nationalspieler geboten. Auch der französische Meister Olympique Lyon und der FC Valencia waren an dem Spieler interessiert.

HSV bleibt sich treu

Mit der Verpflichtung des 20-Jährigen würde der HSV die Philosophie von Präsident Bernd Hoffmann und Sportchef Dietmar Beiersdorfer weiter umsetzen, vor allem junge Talente zu verpflichten, die in Hamburg einen Entwicklungsschritt in ihrer Karriere vor einem späteren Wechsel zu einem europäischen Topklub machen sollen.

Offen bleibt für den HSV jetzt noch die Verpflichtung eines Topstürmers, nachdem Wunschkandidat Jefferson Farfan am Donnerstag bei seinem Verein PSV Eindhoven verlängert hat.

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(sueddeutsche.de/sid/dpa)