Ein Ausstieg käme nur infrage, wenn auf der einen Seite systematisches Doping innerhalb der Rennställe erkennbar sei und dieses auf der anderen Seite vom Veranstalter vertuscht werde.
ARD und ZDF werden auch nach dem dritten Dopingfall innerhalb von sechs Tagen weiter live von der Tour de France berichten. "Ein Ausstieg ist momentan kein Thema", sagte ARD-Sprecher Rolf-Dieter Ganz dem sid. Ein solcher Schritt käme nur infrage, wenn auf der einen Seite systematisches Doping innerhalb der Rennställe erkennbar sei und dieses auf der anderen Seite vom Veranstalter vertuscht werde.
Bild vergrößern
Bei ARD und ZDF sieht man keinen Grund, nicht mehr von der Tour zu berichten. (© Foto: AFP)
Anzeige
Heute wurde der Italiener Riccardo Ricco in der A-Probe des Epo-Dopings überführt und hat damit für den bisher spektakulärsten Fall bei der 95. Frankreich-Rundfahrt gesorgt. Zuvor waren die Spanier Moises Duenas und Manuel Beltran ebenfalls des Epo-Missbrauchs überführt worden. "Was da jetzt passiert, ist ja das, was uns die Franzosen versprochen haben, nämlich dass ihr System funktioniert", sagte Ganz.
Man werde gerade deshalb nicht wie im Vorjahr aus der Live-Berichterstattung aussteigen, sondern dranbleiben. Vor einem Jahr hatten sich ARD/ZDF nach dem Dopingfall Patrik Sinkewitz von der Live-Berichterstattung der Tour zurückgezogen.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/sid/pes)
Warum nicht? Wenn sie aussteigen, bestrafen sie lediglich die ASO dafür, dass sie den Kampf gegen Doping endlich ernst nimmt. Und Fußball wird ja auch weiter übertragen, obwohl die europäischen Fußballverbände sich gerade erst zum gleichen Antidoping-Kontrollsystem aufgerafft haben, mit dem der UCI jahrelang einen sauberen Radsport vorgegaukelt hat.