Von Thomas Becker und Jürgen Schmieder

Fischkopf gegen Lederhose, Grün gegen Rot, Gut gegen Böse: Vor dem Spitzenspiel Bayern - Werder. Ein Drama in einem Akt.

München-City, 9 Uhr, Redaktionskonferenz. Und die Frisur sitzt. Noch.

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Kann ja mal vorkommen: kleine Rangelei unter Kollegen. (© Foto: dpa)

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Der Chef fragt die Themen für den Tag ab. Vorneweg: Politik und Wirtschaft. Wahlen in Nordirland, EADS, Klimaschutz - gääääähn! Dann das magische Wort: "Sport?" Der Sport-Chef schreckt hoch: "Sonntagsdienst? Jaja, kann ich machen." Der Chef: "Mann, ich will wissen, was ihr heut' macht." Und dann legt er los, der Sportler: Klitschko, Champions-League-Auslosung, Ziege statt Effenberg - und, ach ja, dieses Spitzenspiel am Sonntagabend. Bayern gegen Werder.

Da wacht dann doch der Reporter auf. Der war gerade beim Champions-League-Knaller gegen Madrid und schwebt noch in internationalen Sphären: "Wie Spitzenspiel? Ist doch kein Spitzenspiel, wenn Bremen kommt!" Beim Sport-Chef dringen die ersten zarten Rauchwölkchen aus den Ohren. Er ist in Bremen geboren und auch ansonsten irgendwie anders. "Spinnst du? Wenn Bremen nach München kommt, dann musst du aber die Nasenhaare anschnallen!" Jaja, genau so redet der. Zum Glück schreibt er anders. Manchmal.

Der Reporter will das Ganze mal fußballhistorisch einordnen, holt tief Luft zum Gegenschlag - als der Chef unterbricht. Er kennt das ja schon. "Das könnt ihr dann ja auf Stube klären. Was macht das Ressort Wissen?" Gääääähn. Sport-Chef und Reporter legen sich wieder hin.

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