Von Jürgen Schmieder

Vor einem Jahr wurde Thomas Doll als Held der Bundesliga gefeiert. Nun trudelt er mit Dortmund dem Abstieg entgegen - und flüchtet sich plötzlich in Durchhalteparolen.

Vor einem Jahr gab es eine wahre Expansion von Wortspielchen mit dem Namen Doll. "Ein doller Trainer" konnte man titeln, das Hamburger Stadion als "Dollhaus" bezeichnen und "einen Doll hinlegen" war eine total witzige Umschreibung für "Erfolg haben". Thomas Doll hatte gerade mit dem HSV zum zweiten Mal in einer Saison den FC Bayern besiegt.

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(© Foto: dpa)

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Dem Trainer schienen die Wortspielchen nichts auszumachen - er hätte eh nichts dagegen tun können. Deshalb ließ er alles über sich ergehen, war ja eine tolle Zeit. Er feierte mit den Fans, parlierte jovial mit Journalisten, gab den Spielern auch mal einen Tag frei. Laissez-faire in der Bundesliga: Doll stand für einen neuen Typus Trainer, der Sätze wie "Wir müssen Gras fressen" aus seinem Vokabular gestrichen hatte.

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