"Barcelona hat nichts getan, um mich zu halten"

Thiago kritisiert Ex-Verein / Veröffentlicht am , im Sportticker

Schimpft über Barça: Thiago.

(Foto: AFP)

FC Bayern, Thiago: Nach Trainer Pep Guardola hat auch dessen Wunschspieler Thiago seinen ehemaligen Verein FC Barcelona kritisiert. "Ich wollte mich geschätzt fühlen und wettbewerbsfähig sein", sagte der 25 Millionen Euro teure Neuzgang des FC Bayern im Interview mit dem spanischen Radiosender RAC 1. "Deshalb", ergänzte er, "habe ich beschlossen, zu gehen und zu Bayern zu wechseln." Der FC Barcelona habe "nichts getan, um mich zu halten". Beim FC Bayern fühlt sich Thiago (22) bereits angekommen. "Ich habe mich in München gut eingelebt, die Stimmung in der Kabine ist fantastisch. Sie haben mich mit offenen Armen aufgenommen", sagte er und fügte hinzu: "Ich bin hierher gekommen, um mir einen Platz in der Stammelf zu erkämpfen."

Basketball, FC Bayern: Der Wechsel von Nihad Djedovic zum Basketball-Bundesligisten FC Bayern München ist perfekt. Der 23-Jährige kommt vom Liga-Rivalen ALBA Berlin und erhalte einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison, teilten die Münchner am Freitag mit. "Trotz seines relativ jungen Alters verfügt Nihad bereits über sehr viel internationale Erfahrung und er hat sein Talent in den stärksten Ligen Europas bewiesen", lobte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic den Neuzugang. "Es ist ein großer Schritt in meiner Karriere", sagte Djedovic.

Bundesliga, FC Bayern: Präsident Uli Hoeneß hat den FC Bayern vor möglichem Übermut gewarnt. "Wenn man ganz oben ist, kommt die Höhenluft. Von der dürfen wir nicht zu viel einatmen. Die Höhenluft ist unser größter Gegner", sagte er in einem Interview der Bild-Zeitung. Hoeneß betonte aber auch, dass bei dem deutschen Fußball-Rekordmeister durch die neuen Spieler und den neuen Trainer Josep Guardiola ein unglaublich hoher Konkurrenzkampf herrsche, "der es niemandem erlaubt, sich zurückzulehnen. Wer sich ausruht, verliert". Er habe keine Angst, dass es so weit komme. Der Präsident des Triple-Gewinners der vergangenen Saison rechnet zudem mit einer spannenden kommenden Spielzeit.

"Die Liga wird nicht so einseitig, wie viele befürchten", sagte Hoeneß. Bayerns größter Rivale wird aus seiner Sicht: Borussia Dortmund. "Sie werden allerdings auf Understatement machen bis zum geht nicht mehr. Und genau in der Rolle fühlen sie sich sehr wohl", meinte der 61-Jährige vor dem Duell an diesem Samstag um den Supercup gegen die Westfalen von Coach Jürgen Klopp. "Der kommende Samstag ist nicht so wichtig. Der wichtigste Samstag war in Wembley", sagte Hoeneß rückblickend auf den Triumph in der Champions League im historischen deutschen Finale.

Fußball, Falcao: Die Verwirrung um den vermeintlichen Täuschungsversuch von Kolumbiens Starstürmer Radamel Falcao scheint beendet: Die größte nationale Tageszeitung El Tiempo druckte in ihrer Donnerstagsausgabe eine Geburtsurkunde des Neuzugangs beim französischen Erstligisten AC Monaco, die Falcao das Geburtsdatum 10. Februar 1986 bescheinigt. Zuvor hatte der kolumbianische Sender Noticias Uno unter Berufung auf eine frühere Grundschule des 45-Millionen-Euro-Einkauf vermeldet, Falcao sei nicht wie offiziell angenommen 27, sondern bereits 29 Jahre alt. Als Beweis hatte Wilson Serrano, Rektor des Colegio San Pedro Claver de Bucaramanga, die Anmeldeurkunde des heutigen Spitzenfußballers mit dem Geburtsdatum vorgelegt. "Er hat 1989 bei uns die Vorschule besucht. Die Vorschule ist für Kinder, die das fünfte Lebensjahr bereits vollendet haben. Damit sich ein Schüler, egal wer, in einer Erziehungseinrichtung anmelden kann, muss die Geburtsurkunde im Orginal vorliegen. Wir akzeptieren keine Kopien", sagte Serrano. Falcaos Vater hatte sich zu den Vorwürfen im Detail nicht äußern wollen, sprach aber von einem Fehler.

Formel 1, Training in Ungarn Sebastian Vettel ist glänzend in den Großen Preis von Ungarn gestartet. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister aus Heppenheim fuhr am Freitag auf dem Hungaroring bei Budapest im ersten Training in 1:22,723 Minuten die Bestzeit. Vettels australischer Teamkollege Mark Webber belegte im zweiten Red Bull mit 0,259 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Der Finne Kimi Räikkönen kam im Lotus in 1:23,010 Minuten auf Rang drei. Ferrari-Pilot Fernando Alonso aus Spanien wurde Vierter. Adrian Sutil aus Gräfelfing erreichte im Force India in 1:23,390 Minuten den siebten Platz. Direkt dahinter landete Mercedes-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) mit 0,808 Sekunden Rückstand auf Vettel. Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde im Sauber 16. Vor dem zehnten Saisonlauf an diesem Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Sky) führt Titelverteidiger Vettel die WM-Wertung mit 157 Punkten klar an. Alonso (123) weist als Gesamtzweiter 34 Zähler weniger auf. Räikkönen (116) ist WM-Dritter.

Formel 1, Mercedes: Teamchef Ross Brawn hat klargestellt, dass er nach wie vor die sportliche Verantwortung beim Formel-1-Team Mercedes trägt. Dies werde sich aber in Zukunft zu Gunsten des neuen Technische Direktors Paddy Lowe verschieben. Aktuell sei die Struktur "eindeutig. Ich bin verantwortlich, Paddy arbeitet für mich. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt in der Zukunft wird sich das ändern", sagte der 58-jährige Brawn der Tageszeitung Die Welt. Bis zum Saisonende bleibe aber alles beim Alten: "Ich werde mit Paddy die nächsten sechs Monate zusammenarbeiten, vielleicht auch länger. Wenn der Übergang kommt, wird es eine sanfte Übergabe geben." Lowe war überraschend bereits im Juni zu Mercedes gestoßen, dies habe die ursprünglichen Planungen verändert. "Paddy stand nach 20 Jahren bei McLaren zur Verfügung. Leute seines Kalibers sind nicht einfach zu bekommen. Also war klar, dass wir Paddy zu uns holen", sagte Brawn: "Allerdings war der Plan mehr auf die Zukunft ausgelegt. Die Idee war, dass sich meine Rolle im Team mit der Zeit verändern würde und Paddy dann mehr Verantwortung übernehmen würde. Es sollte sozusagen ein fließender Prozess sein. Jetzt ist er früher da und wir müssen unsere ursprünglichen Pläne überdenken." Dennoch denkt Brawn bereits an die neue Saison, in der sich angesichts der Einführung der neuen Turbomotoren die Kräfteverhältnisse verändern könnten. "Ich freue mich schon jetzt", sagte der Brite: "2014 wird ein sehr spannendes Jahr, weil eine komplett neue Technik ins Spiel kommt. Mercedes wird dadurch in einer vielversprechenden Situation sein. Es wird ein Riesenspaß werden."

Olympisches Komitee, Stuart O'Grady: Das Australische Olympische Komitee hat den geständigen Dopingsünder und Rekordteilnehmer der Tour de France, Stuart O'Grady, von der Athletenkommission des Landes ausgeschlossen. Das AOC hatte den 39-Jährigen nach dessen Geständnis, im Vorfeld der Tour 1998 EPO genommen zu haben, aufgefordert, sein Amt niederzulegen. Nachdem O'Grady dem nicht nachgekommen war, reagierte am Freitag das nationale Olympische Komitee. "Mitglieder der Athletenkommission werden nach ihrer Integrität und Führungsqualitäten ausgesucht. Mitglieder aus unserem Olympia-Team in London, die Stuart gewählt haben, dürften wütend sein, dass sie einen Betrüger unterstützt haben", hatte AOC-Präsident John Coates zuvor in einer Pressemitteilung gesagt. Am Montag hatte O'Grady, der zusammen mit dem Amerikaner George Hincapie mit 17 Teilnahmen Rekordstarter bei der Frankreich-Rundfahrt ist, seine Karriere für beendet erklärt.

Fußball, Europa League: VfB Stuttgart trifft in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League auf Botew Plowdiw. Die Bulgaren bezwangen am Donnerstag den bosnischen Vertreter HSK Zrinjski 2:0 (0:0), nachdem das Hinspiel 1:1 ausgegangen war. Die Begegnungen finden am 1. und 8. August statt. Für den VfB, der sich durch die Teilnahme am DFB-Pokal-Finale (2:3 gegen Bayern München) für das internationale Geschäft qualifiziert hat, wird das Heimspiel am 8. August allerdings zu einem Problem. Da die heimische Arena durch das Konzert von Robbie Williams belegt ist, muss die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia in das Stadion des Regionalligisten Sonnenhof-Großaspach ausweichen. "Ich freue mich auf Plowdiw, vor allem weil die Partie in Burgas stattfindet", sagte Sportvorstand Fredi Bobic, der von März 2009 bis Juli 2010 Geschäftsführer bei Tschernomoretz Burgas war: "Die Mannschaft ist nicht zu unterschätzen, schließlich sind sie schon mehr im Spielrhythmus als wir und sie haben am ersten Spieltag in der Liga gleich mal Lewski Sofia geschlagen." Der SC Freiburg ist als Bundesliga-Fünfter bereits für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert. Eintracht Frankfurt kann über die am 22. und 29. August stattfindenden Play-offs den Sprung in die Gruppenphase schaffen. Der erste Spieltag der Europa League findet am 19. September statt. Gespielt wird in zwölf Gruppen zu je vier Mannschaften.

Tennis, Sperre: Wegen einer verweigerten Dopingprobe ist der serbische Tennisprofi Viktor Troicki für 18 Monate gesperrt worden. Dies gab der Internationale Tennis-Verband am Donnerstag bekannt. Die Sperre läuft bis zum 24. Januar 2015. Troicki wurde während des Masters-Turniers in Monte Carlo am 15. April zu einer Urin- und einer Blutprobe aufgefordert, gab aber nur eine Urinprobe ab. Im folgenden Verfahren erklärte der 53. der Weltrangliste laut der Mitteilung, er habe sich an jenem Tag unwohl gefühlt. Daher habe die Kontrolleurin ihm versichert, der Verzicht auf eine Blutprobe sei in Ordnung. Die Kontrolleurin gab dagegen an, sie habe nicht sagen können, ob das Unwohlsein ein erlaubter Grund für das Verweigern der Probe sei und habe ihm keine Empfehlung abgegeben. Daher wurde die einstige Nummer zwölf der Welt nun gesperrt. 2010 hatte Troicki für Serbien entscheidenden Anteil am erstmaligen Gewinn des Davis Cups, als er im Finale gegen Frankreich im letzten Einzel den entscheidenden Punkt holte. Troicki will gegen die Sperre vorgehen. Er hoffe, dass der Internationale Sportgerichtshof CAS die Entscheidung zurücknehmen werde, teilte der Weltranglisten-53. auf seiner Webseite mit.

Frauen-EM: Norwegens Fußballerinnen sind der deutschen Mannschaft ins Endspiel der EM in Schweden gefolgt. Der zweimalige Europameister gewann das Halbfinale gegen Dänemark mit 4:2 im Elfmeterschießen und spielt am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) gegen das DFB-Team um den Titel. Nach 120 Minuten und Toren von Marit Christensen (3.) für Norwegen und Mariann Knudsen (87.) für Dänemark hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden. Erst in der Vorrunde hatte Norwegen die deutsche Mannschaft mit 1:0 geschlagen. "Wir sind einfach glücklich. Jetzt wartet eine harte Begegnung auf uns, Deutschland ist ein tolles Team", sagte Kapitänin Ingvild Stensland.

Vor 9260 Zuschauern in Norrköping, darunter Deutschlands Co-Trainerin Ulrike Ballweg, erwischte Norwegen einen Traumstart: Gleich nach der ersten Ecke des Spiels war Christensen mit ihrem ersten Turniertor zur Stelle. Die Däninnen, die nur dank eines Losentscheids das Viertelfinale erreicht und dort Favorit Frankreich ausgeschaltet hatten, blieben anschließend zu harmlos und hatten zudem Glück: In der 32. Minute traf Norwegens Ada Hegerberg nur die Latte.

Nach der Pause hatte Dänemark zwar mehr vom Spiel und war um den Ausgleich bemüht, die besseren Chancen gehörten aber Norwegen. Die größte Gelegenheit vergab Caroline Hansen in der 56. Minute frei vor Torfrau Stina Petersen, kurz darauf zielte die eingewechselte Elise Thorsnes wenige Zentimeter am Tor vorbei (70.). Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit rettete Knudsen Dänemark in die Verlängerung. Deutschland und Norwegen stehen sich am Sonntag bereits zum vierten Mal in einem EM-Finale gegenüber. 1989, 1991 und 2005 gewann jeweils die DFB-Mannschaft, die den sechsten EM-Triumph in Folge und den achten insgesamt holen kann.

Tennis, ATP-Tour: Daniel Brands ist im zweiten Anlauf eine Tennis-Überraschung gegen den langjährigen Weltranglisten-Ersten Roger Federer gelungen. Der Deggendorfer gewann am Donnerstag beim ATP-Turnier in Gstaad 6:3, 6:4 gegen den Schweizer Lokalmatador und zog damit ins Viertelfinale ein. In der vorigen Woche war Brands in Hamburg trotz gewonnenen ersten Satzes gegen Federer ausgeschieden. Der 55. der Weltrangliste schaffte bei der mit knapp 470.000 Euro dotierten Sandplatzveranstaltung nun im Achtelfinale die Revanche. Mit einem Break zum 4:2 legte der fast zwei Meter große Bayer die Grundlage zum Gewinn des ersten Durchgangs. Gleich seinen ersten Satzball nutzte Brands mit einem Ass.

Der an Nummer eins gesetzte Federer leistete sich in seinem ersten Match nach dem unterwarteten Halbfinal-Aus in Hamburg erneut zu viele Fehler und gab zu Beginn des zweiten Durchgangs sofort wieder seinen Aufschlag ab. Brands verpasste die frühzeitige Entscheidung, als er das mögliche Break zum 3:0 verpasste. Federer suchte seine Chance ungewohnt häufig am Netz, Brands punktete immer wieder mit seinem starken Aufschlag. Bei einer 5:3-Führung besaß der 26-Jährige bereits einen Matchball, den der erstmals seit neun Jahren wieder in Gstaad angetretene Federer mit einem Ass abwehrte. Mit eigenem Aufschlag machte der Außenseiter den Erfolg wenig später perfekt. Im Viertelfinale trifft Brands an diesem Freitag auf den Rumänen Victor Hanescu.

Schießen, Pistole: Die deutschen Schützinnen Munkhbayar Dorjsuren und Monika Karsch haben bei den Europameisterschaften im kroatischen Osijek am Donnerstag Medaillen mit der olympischen Sportpistole gewonnen. Die 44 Jahre alte Münchner Sportlehrerin Dorjsuren unterlag im Duell um den Titel der Schweizerin Heidi Diethelm-Gerber mit 3:7 Treffern. Die 13 Jahre jüngere Regensburgerin Karsch, die nach der Qualifikation mit 587 Ringen auf Platz eins gelegen hatte, besiegte im Bronze-Duell die Französin Sonia Fraquet mit 8:4. In der Mannschaftswertung belegte das deutsche Trio mit Dorjsuren, Karsch und der Neubrandenburgerin Antje Noeske den zweiten Platz hinter Russland. Den Silber-Tag für die deutschen Schützinnen komplettierten im nichtolympischen Liegend-Match mit dem KK-Gewehr Ramona Gössler aus Naurod und die Mannschaft. Gössler musste mit 595 Ringen nur der Ukrainerin Natalia Kalnisch den Vortritt lassen, die mit 597 Ringen den Weltrekord egalisierte. Mit Amelie Kleinmanns aus Kempen und Constanze Rotzsch aus Markkleeberg schaffte sie in der Team- Wertung ebenfalls Platz zwei hinter der Ukraine.

Formel 1, Sauber: Nico Hülkenberg hat sich amüsiert über Gerüchte gezeigt, er werde seinen finanziell angeschlagenen Rennstall Sauber noch vor dem Saisonende verlassen. "Das ist Quatsch", sagte der 25-Jährige im Vorfeld des Großen Preises von Ungarn am Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky): "Die Gerüchte bringen mich zum Lachen. Ich habe sie von einigen Usern auf meiner Twitter-Seite gelesen und dachte nur: 'Wo kommt das denn her?'" Er sei "sehr sicher", dass er die Saison bei Sauber beende. Für welchen Rennstall er im kommenden Jahr fahre, sei aber noch völlig offen, einen Vertrag hat er nicht. "Ich schaue mir alle Optionen an, aber ich habe mich noch nicht entschieden", sagte Hülkenberg: "Ich spreche mit verschiedenen Leuten, Sauber gehört auch dazu." Anfang der vergangenen Woche gab der Schweizer Rennstall die Partnerschaft mit drei russischen Unternehmen bekannt und äußerte sich hoffnungsvoll über "neue Perspektiven und Einnahmequellen".