Tennisturnier in Indian Wells Federer verliert erstmals in diesem Jahr

Verliert zum ersten Mal im Jahr 2018: Roger Federer.

(Foto: Mark J. Terrill/dpa)

Im Finale von Indian Wells unterliegt der Schweizer gegen del Potro. Beim Schach-Kandidatenturnier führt Fabiano Caruana zur Halbzeit. Louis van Gaal rät Bayern-Trainer Heynckes zum Abschied.

Meldungen im Überblick

Tennis: Der Weltranglistenerste Roger Federer hat den Rekordsieg beim ATP-Masters in Indian Wells verpasst und im 18. Spiel des Jahres die erste Niederlage kassiert. Federer musste sich in einem hochklassigen Finale mit spektakulären Ballwechseln dem Argentinier Juan Martin del Potro mit 4:6, 7:6 (10:8), 6:7 (2:7) geschlagen geben. Für del Potro war es der erste Triumph in einem ATP-Masters. Der ehemalige US-Open-Champion del Potro, der im Viertelfinale den Augsburger Philipp Kohlschreiber bezwungen hatte, war über die gesamte Spielzeit der Akteur, der weniger Fehler machte.

Im ersten Satz unterliefen Titelverteidiger Federer viele unerzwungene Fehler mit der Vorhand. Juan Martin del Potro nutzte die ungewohnten Schwächen seines Gegenübers und holte sich nach einem Break zum 3:2 und 34 Minuten Spielzeit den ersten Satz. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichen, die Entscheidung fiel erst im Tiebreak, den Federer nach dramatischem Verlauf gewann. Im entscheidenden Durchgang sah Federer bei 5:4 und eigenem Aufschlag schon wie der sichere Sieger aus, konnte aber zwei Matchbälle nicht nutzen und kassierte das Rebreak. Der Tiebreak wurde dann zu einer glatten Angelegenheit für den Südamerikaner, der seinen dritten Matchball nach 2:42 Stunden verwandelte.

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Schach, Kandidatenturnier: Fabiano Caruana hat bei Halbzeit des Kandidatenturniers zur Schach-WM die Führung übernommen. Der US-Großmeister besiegte den vor dem Turnier hochgehandelten Armenier Lewon Aronjan mit den schwarzen Steinen und führt nach sieben Runden mit 5,0 Punkten.Mit 4,5 Zählern folgt der Aserbaidschaner Schachrijar Mamedjarow auf dem zweiten Platz. Seine Partie gegen den Russen Alexander Grischuk fand ein schnelles Ende nach 16 Zügen. Der Turniersieger fordert Weltmeister Magnus Carlsen heraus. Zu seinem ersten Sieg kam Sergei Karjakin. Der vergangene Herausforderer Carlsens gewann gegen den Amerikaner Wesley So auf technisch anspruchsvolle Art und Weise. Nach einem ruhigen Eröffnungsverlauf nutzte er im Endspiel leichte Stellungsvorteile, um trotz reduzierter und gleicher Materialverteilung den vollen Punkt zu erzielen. Karjakin verbesserte sich auf 3,0 Punkte, während So und Aronjan mit 2,5 Punkten am Ende des Achter-Feldes liegen.

FC Bayern, Heynckes: Der frühere Bayern-Trainer Louis van Gaal rät Jupp Heynckes dazu, sich von den Münchner Bossen nicht von einem Abschied am Saisonende abbringen zu lassen. "Wenn Jupp im Sommer aufhört, wäre das sehr vernünftig. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er weitermacht", sagte der Niederländer der Bild am Sonntag. Es sei für den 72-jährigen Heynckes mit Blick auf sein Alter besser, auf dem Höhepunkt der Karriere aufzuhören. "Das hat er ja bereits einmal getan. Jetzt ist Jupp zurück und das ist schön. Aber wenn er nach dieser Saison aufhört, dann ist er ein Gott in Bayern", sagte van Gaal, der die Bayern von 2009 bis 2011 trainierte.

Heynckes' aktuelle Bilanz beim deutschen Rekordmeister, mit dem er wieder auf Triple-Kurs ist, sei "fantastisch", lobte van Gaal. "Er ist der Anführer dieser Mannschaft, obwohl Uli Hoeneß immer denkt, dass er der Leader des FC Bayern ist. Aber das ist nicht so, denn der Leader ist immer der Trainer", sagte der 66-Jährige. Heynckes hatte die Bayern nach dem Rauswurf von Carlo Ancelotti im vergangenen Herbst wieder übernommen. Nach einer Siegesserie stehen die Münchner kurz vor dem erneuten Gewinn des Meistertitels, haben das Halbfinale des DFB-Pokals und das Viertelfinale der Champions League erreicht. Immer wieder wirbt die Klubspitze darum, dass der Trainer ein weiteres Jahr im Amt bleibt. Heynckes hat jedoch mehrfach bekräftigt, sich im Sommer wieder in den Ruhestand zurückziehen zu wollen.

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