Tennis Kerber und Görges verlieren ihre Endspiele

Kein Chance gegen Asarenka: Angelique Kerber.

(Foto: Tertius Pickard/AP)

Der Slalom in Adelboden wird abgesagt. Die deutschen Skilangläuferinnen überzeugen bei der Tour de Ski. Die Leichtathletik sperrt drei Funktionäre lebenslang.

Tennis: Angelique Kerber hat das Endspiel des WTA-Turniers in Brisbane klar verloren. Die Weltranglisten-Zehnte unterlag am Samstag der Weißrussin Victoria Asarenka 3:6, 1:6. Gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste stand Kerber besonders wegen ihrer Aufschlagschwäche auf verlorenem Posten: Sie kassierte fünf Breaks und geriet mit 27 vermeidbaren Fehlern früh auf die Verliererstraße. Nach 74 Minuten stand Kerbers Niederlage fest. Die 27-Jährige aus Kiel stand zum 18. Mal in einem WTA-Finale und strebte den achten Titel ihrer Tennis-Karriere an. Gegen Asarenka hat Kerber nun alle sechs Vergleiche verloren.

Auch Julia Görges hat ihr erstes WTA-Finale seit knapp vier Jahren verloren. Die 27 Jahre alte Tennisspielerin aus Bad Oldesloe unterlag am Samstag im neuseeländischen Auckland der Amerikanerin Sloane Stevens 5:7, 2:6. Zuletzt hatte es die Weltranglisten-50. im Februar 2012 in Dubai in das Endspiel eines WTA-Turniers geschafft.Trotz der Niederlage feierte Görges einen gelungenen Einstand ins Tennisjahr, das vom 18. Januar bei den Australien Open in Melbourne seinen ersten Höhepunkt hat. "Eine großartige Woche endete mit einer Feier in einer Wäscherei", twitterte sie und stieß dort mit ihrem Team auf die starke Turnierleistung an.

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Tennis, Hopman Cup: Australiens Tennis-Team hat erstmals seit 17 Jahren wieder den Hopman Cup gewonnen. Das Team Australia Green mit Nick Kyrgios und Daria Gavrilova setzte sich bei der inoffiziellen Mixed-Weltmeisterschaft in Perth im Finale gegen die Ukraine durch. Die erst vor kurzem eingebürgerte gebürtige Russin Gavrilova gewann ihr Einzel gegen Jelina Switolina 6:4, 7:6 (8:6). Nach dem 6:3, 6:4 von Kyrgios über Alexander Dolgopolow stand Australiens Erfolg bereits vor dem Mixed fest. 1999 hatten Mark Philippoussis und Jelena Dokic zuletzt den Hopman Cup für Australien gewonnen. Das deutsche Team mit Alex Zverev und Sabine Lisicki scheiterte in der Vorrunde mit einer Bilanz von 1:2-Siegen.

Ski Alpin: Der für diesen Samstag geplante Weltcup-Riesenslalom von Adelboden ist wegen schlechter Wetterbedingungen abgesagt worden. Das teilte der Ski-Weltverband am Morgen mit. Regen und Nebel machten ein Rennen unmöglich. Schon in den vergangenen Tagen hatte das Wetter den Veranstaltern des Riesentorlauf-Klassikers in der Schweiz zu schaffen gemacht. Am Sonntag steht in Adelboden noch ein Slalom auf dem Programm.

Skilanglauf, Tour de Ski: Die deutschen Langläuferinnen befinden sich bei der Tour de Ski weiter im Aufwind. Auf der sechsten Etappe im italienischen Toblach liefen Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Stefanie Böhler (Ibach) im Freistil-Rennen auf die Plätze acht und neun. Bei den Männern überzeugten zudem Andreas Katz (Baiersbronn) und Jonas Dobler (Traunstein), die zeitgleich auf dem elften Platz landeten. "Es ist einfach sensationell, wie es im Moment läuft", sagte Andreas Schlütter, der sportliche Leiter des Deutschen Skiverbands (DSV). Die in der Vergangenheit oft leidgeprüfte deutsche Mannschaft verbuchte bei dem prestigeträchtigen Etappenrennen insgesamt bereits sieben Top-10-Platzierungen. "Man sieht, dass sogar die Favoriten richtig große Sorgen haben, aber wir kommen immer besser in Form", sagte Schlütter. Den Sieg sicherte sich derweil überraschend Jessica Diggins. Durch den ersten Weltcup-Erfolg der US-Amerikanerin kam die Siegerin in einem Distanz-Rennen erstmals in dieser Saison nicht aus Norwegen. Im deutschen Team überzeugte neben Herrmann und Böhler auch Sandra Ringwald mit Platz 19. Monique Siegel (Oberwiesenthal) holte den 25. Platz, die formschwache Nicole Fessel (Oberstdorf) war nicht mehr an den Start gegangen.

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Leichtathletik: Im Zuge des Korruptions- und Dopingskandals in der Leichtathletik hat die Ethikkommission des Weltverbandes IAAF zwei russische Ex-Funktionäre und den Sohn des ehemaligen IAAF-Bosses Lamine Diack lebenslang gesperrt.

Russlands ehemaliger IAAF-Schatzmeister und Ex-Verbandschef Walentin Balachnitschew sowie der russische Ex-Cheftrainer Alexej Melnikow und Diack junior wurden der Annahme von Schmiergeldern durch gleichzeitige systematischen Vertuschung von Dopingfällen für schuldig befunden. Gegen den früheren Anti-Doping-Direktor Gabriel Dollé wurde eine fünfjährige Sperre verhängt.

Fußball: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft belegt in der Rangliste des Weltverbandes FIFA weiterhin Platz vier. Spitzenreiter in dem am Donnerstag veröffentlichten Januar-Ranking ist nach wie vor Belgien, auf den Plätzen folgen Vize-Weltmeister Argentinien und Spanien. Weltmeister Deutschland, der im November noch Rang zwei belegte, hat weiterhin 1347 Punkte und damit einen Rückstand von 147 Zählern auf Belgien.

Fußball, Spanien: Luis Suárez von Champions-League-Sieger FC Barcelona sind mal wieder die Sicherungen durchgebrannt. Der Barça-Stürmer löste nach dem Achtelfinal-Hinspiel im spanischen Königspokal gegen Stadtrivale Espanyol (4:1) ein Gerangel im Spielertunnel aus. Suárez hatte die Gäste-Profis mit den Worten empfangen: "Ich warte hier auf euch, kommt nur her, ihr seid Abfall!" Das geht aus dem Bericht von Schiedsrichter Juan Martínez Munuera hervor, den die Zeitung Mundo Deportivo veröffentlichte. Trainer Luis Enrique, der zusammen mit Sicherheitsleuten und seinem Kollegen Constantin Gâlcă von Espanyol schlichtend eingriff, spielte den Vorfall herunter. Auf die Frage, was das für ein Geschrei nach dem Spiel gewesen sei, antwortete er: "Das waren Weihnachtslieder."

Bereits auf dem Platz war es zu hässlichen Szenen und Rudelbildung gekommen. Espanyol-Spieler sahen sieben mal Gelb, dazu kamen Gelb-Rot gegen Hernán Pérez (72.) und Rot gegen Papa Diop (76.). Letzterer musste vom Feld, nachdem er die Mutter von Suárez übelst beleidigt hatte, was Referee Martínez Munuera ebenfalls festhielt. Das Debüt der Neuzugänge Arda Turan und Aleix Vidal für Barça geriet angesichts der Vorkommnisse in den Hintergrund. Nationaltorwart Marc-André ter Stegen musste früh hinter sich greifen, als Felipe Caicedo die Gäste in Führung brachte (9.). Doch der überragende Lionel Messi (13., 44.) drehte die Partie mit zwei Treffern noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel schossen Gerard Piqué (49.) und Neymar (88.) einen beruhigenden Vorsprung für das Rückspiel hinaus.