Die deutsche Nummer zwei schlägt in Halle/Westfalen den Amerikaner Blake klar in zwei Sätzen. Jetzt kann er vom zweiten Heimsieg der Saison träumen.

Daviscupspieler Philipp Kohlschreiber hat seinen Höhenflug im westfälischen Halle fortgesetzt. Die deutsche Nummer zwei ist bei den Gerry Weber Open durch einen 6:4, 6:3-Erfolg gegen den an Nummer drei gesetzten US-Amerikaner James Blake ins Halbfinale eingezogen. In der Vorschlussrunde trifft der Bamberger auf Florian Mayer (Bayreuth) oder Marcos Baghdatis (Zypern/Nr. 8), die sich am Freitagnachmittag gegenüberstanden.

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"Ich war aggressiver, das war wohl der Schlüssel zum Erfolg." Philipp Kohlschreiber. (© Foto: AP)

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Nach seiner starken Leistung und dem Viertelfinalerfolg kann der 23-jährige Kohlschreiber vom zweiten "Heimsieg" in diesem Jahr träumen. Anfang Mai hatte er beim Turnier in München seinen ersten Titel auf der ATP-Tour gewonnen. "Ich war aggressiver, das war wohl der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe sehr gut gespielt und ihn unter Druck gesetzt", sagte Kohlschreiber, der nach drei Begegnungen weiter ohne Satzverlust ist.

Gegen Blake schlug Kohlschreiber erneut gut auf und musste kein einziges Break hinnehmen. Im ersten Satz nahm der Bamberger Blake den Aufschlag zum 6:4 ab, im zweiten Durchgang verlor der US-Boy sein Service zum 3:5. Nach 1:11 Stunden verwandelte Kohlschreiber seinen ersten Matchball.

Zweites Halbfinale: Finnland gegen Tschechien

Im zweiten Halbfinale des einzigen deutschen Rasenturniers stehen sich am Samstag der Finne Jarkko Nieminen und der tschechische Vorjahresfinalist Tomas Berdych gegenüber. Der 25-jährige Nieminen profitierte im Viertelfinale von der Aufgabe seines Gegners Marc Gicquel. Der Franzose konnte wegen Magenproblemen nach dem 4:6 im ersten Durchgang nicht weitermachen.

"Ich musste mich am Abend vor dem Match übergeben und habe mich nicht gut gefühlt", erklärte Gicquel, der im Achtelfinale Benjamin Becker (Orscholz) bezwungen hatte und dabei einen Aufschlag des 25-Jährigen in den Unterleib bekommen hatte. "Vielleicht besteht da auch ein Zusammenhang", meinte Gicquel und fügte an: "Wenn ich den ersten Satz gewonnen hätte, wäre es vielleicht noch gegangen. Aber so fehlte mir die Kraft, zwei weitere Sätze für mich zu entscheiden."

Der an Nummer vier gesetzte Berdych war bereits am Donnerstag nach der Absage von Michail Juschni (Russland/Nr. 6) wegen Rückenproblemen kampflos ins Halbfinale eingezogen. Wenige Stunden vor dem Turnierstart am vergangenen Montag hatte schon der Schweizer Weltranglistenerste und Titelverteidiger Roger Federer seine Teilnahme abgesagt.

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(sid)