Tennis:Kleidchen in Wimbledon: Zu kurz, um gut zu sein

Katie Boulter: Zweikampf mit dem Kleidchen (Foto: imago/ZUMA Press)

Hersteller Nike ruft das Stöffchen zurück: Mehreren Spielerinnen war beim Sport das Kleid zu weit nach oben gerutscht.

Erst ein Trikot-Gate bei der Fußball-EM, jetzt ein Kleidchen-Gate kurz vor Beginn des Wimbledon-Turniers: Nach Informationen der Tageszeitung Daily Mail hat der US-Sportartikelhersteller Nike das blütenweiße Modell "Premier Slam" wegen Beschwerden einiger Spielerinnen zurückgerufen. Insgesamt rund 20 Profis, darunter auch die ehemalige Wimbledon-Finalistin Eugenie Bouchard aus Kanada, sollten beim am Montag startenden bedeutendsten Turnier der Welt genau dieses Kleidungsstück tragen.

In der Qualifikation des Events war aber einigen Trägerinnen des umstrittenen Teils aufgefallen, dass der Rock zu kurz ist und das Kleid bei bestimmten Bewegungen weit nach oben rutscht. Die strengen Wimbledon-Aufseher waren sicher "not amused".

Die Britin Katie Boulter, 19, behalf sich mit einem Stoffgürtel, den sie sich um die Taille band, um das Verrutschen ihres Kleides zu verhindern. Alle Trägerinnen des entsprechenden Modells wurden vom Hersteller aufgefordert, ihr Outfit zwecks "Nachbesserungen" abzugeben.

In Wimbledon gelten strenge Kleidungsvorschriften. Im vergangenen Jahr hatte ein Offizieller unter den Rock der Tschechin Barbora Strycova geschaut, um sich zu vergewissern, dass die Unterwäsche auch wirklich weiß ist. Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer aus der Schweiz wurde einst aufgefordert, seine Schuhe zu wechseln, da die Sohlen farbig waren.

Bei der Fußball-EM hatten die zerrissenen Puma-Trikots der Schweizer Nationalmannschaft für Furore gesorgt. Dem Adidas-Ball war im Spiel der Eidgenossen gegen Gastgeber Frankreich die Luft ausgegangen.

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