BVB Watzke über Hummels: "Sind nicht abhängig von Einzelschicksalen"

Hans-Joachim Watzke will um Mats Hummels "kämpfen".

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Den Weggang des Weltmeisters könne man verkraften, findet der BVB-Boss. Tennisspielerin Laura Siegemund fordert in Stuttgart im Finale eine andere Deutsche. Darmstadt-Stürmer Wagner meint, Fußballer verdienen teilweise zu wenig.

BVB, Mats Hummels: Dortmunds Geschäftsführer Hans-Jochim Watzke hat die Auswirkungen eines möglichen Abgangs von Kapitän Mats Hummels heruntergespielt. "Wir haben immer Lösungen gefunden, wir werden wieder Lösungen finden", sagte der 59-Jährige nach dem 3:0 (2:0) des BVB beim VfB Stuttgart: "Egal, wie sich ein Spieler entscheidet, wir haben fünf Jahre gezeigt, dass wir jeden Spieler ersetzen können." Watzke kündigte an, dass die Dortmunder auch in der kommenden Saison eine "Top-Mannschaft" aufbieten werden, "die mindestens so gut ist wie diese".

Es sei "völlig klar, dass wir um Mats kämpfen", betonte er noch, der BVB sei allerdings nicht abhängig "von Einzelschicksalen". In den letzten Tagen hatten vor allem die Spekulationen um eine Rückkehr des Weltmeisters zu Bayern München Fahrt aufgenommen. Der 27-Jährige hatte seit seinem siebten Lebensjahr für den FC Bayern gespielt, ehe er 2008 nach nur einem Bundesliga-Einsatz zum BVB wechselte. "Wir sind mit Mats weiter im Dialog und führen mit ihm vertrauliche Gespräche. Wir wollen zu diesem Thema nicht weiter Stellung nehmen, weil es noch nicht endgültig entschieden ist", hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor dem VfB-Spiel bei Sky gesagt.

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Tennis, Stuttgart: Qualifikantin Laura Siegemund hat ihre märchenhafte Reise fortgesetzt und völlig überraschend das erste deutsche Finale in der Geschichte des WTA-Turniers in Stuttgart perfekt gemacht. Die Weltranglisten-71. aus Metzingen bezwang die topgesetzte Agnieszka Radwanska (Polen) nach einem erneut furiosen Auftritt in 1:23 Stunden mit 6:4, 6:2 und feierte den größten Erfolg ihrer Karriere. "Ich bin überwältigt und sprachlos. Und das passiert nicht so oft", sagte die Finalistin und meinte mit Blick auf das Sieger-Auto: "Das bleibt jetzt in Deutschland." Im Endspiel trifft Siegemund am Sonntag (13.30 Uhr) auf Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel). Die an Position zwei gesetzte Australian-Open-Gewinnerin hatte zuvor im Halbfinale die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/WTA-Nr. 7) mit 6:4, 4:6, 6:2 bezwungen und ebenfalls eine starke Leistung gezeigt.

Bundesliga, Sandro Wagner: Stürmer Sandro Wagner vom SV Darmstadt 98 empfindet die Gehälter der Bundesligaprofis nicht als zu hoch, sondern eher als zu gering. Die Spieler in der deutschen Eliteliga verdienten "angemessen oder teilweise eher zu wenig", urteilte Wagner in einem Interview der Bild-Zeitung. Der enorme öffentliche Druck rechtfertige das viele Geld, sagte der 28-Jährige. "Gemessen an all dem, was man aufgibt, finde ich, dass auch die bei Bayern zu wenig verdienen - selbst 12 Millionen oder so. Die Profis in den amerikanischen Ligen bekommen auch deutlich mehr."

Wer als Fußballer erfolgreich werden wolle, müsse seine "komplette Jugend" herschenken. "Du hast kaum Freunde in der Jugend, kannst nicht einfach in die Disco abends. Da musst du fit sein, da hast du Spiele." Jeder später verdiente Euro sei daher "verdient", sagte Wagner, der auch kein Problem mit protzigen Auftritten seiner Kollegen hat. "Wir sollten auch mal von dieser Neid-Kultur wegkommen in ganz Deutschland", kommentierte er. "In England zum Beispiel feiern die Fans, wenn du mit einem geilen Auto kommst. Wenn du bei uns ein gutes Auto hast, musst du es fünf Ecken weiter parken, damit keiner neidisch ist." Das finde er "lächerlich".

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Miroslav Klose: Trotz einer Internet-Unterschriftensammlung der Fans wird eine Trennung von Fußball-Weltmeister Miroslav Klose und seinem Klub Lazio Rom zum Saisonende immer wahrscheinlicher. Laut der für gewöhnlich gut informierten römischen Tageszeitung Il Messaggero verhandelt der 37 Jahre alte Stürmer seit einem Monat mit dem US-Klub New York Red Bulls. Eine Einigung sei in greifbarer Nähe.

Klose winkt in den USA ein Zweijahresvertrag mit einem Gehalt von drei Millionen Euro pro Saison. Interesse für Klose habe auch der von Patrick Vieira gecoachte Klub New York City FC signalisiert, der in dieser Debütsaison David Villa, Frank Lampard und Andrea Pirlo verpflichtet hat, berichtete das Blatt. Als Ersatz für Klose denkt Lazio angeblich an den Schalker Klaas-Jan Huntelaar.

Transfer: Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat Mittelfeldspieler Richard Neudecker vom Ligakonkurrenten 1860 München verpflichtet. Der 19-Jährige erhält bei den Hamburgern einen Vertrag bis 2019 und wechselt im Sommer ablösefrei. Das gab St. Pauli am Samstag bekannt. In der laufenden Saison absolvierte Neudecker sechs Zweitliga-Partien für die "Löwen".