Tennis in Wimbledon Haas und Kerber weiter, Aus für Kohlschreiber

In drei Sätzen weiter: Tommy Haas in Wimbledon. 

(Foto: AFP)

Durchwachsener Tag für die deutschen Tennisprofis in London. Tommy Haas und Angelique Kerber gewinnen ihre Auftaktmatches, auch Sabine Lisicki und Mona Barthel sind weiter. Weniger gut läuft es für Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer.

Deutschlands bester Tennisprofi Tommy Haas ist beim Wimbledonturnier in die zweite Runde eingezogen. Der 35-Jährige, im All England Club an Position 13 gesetzt, gewann gegen den Russen Dimitri Tursunow 6:3, 7:5, 7:5 und trifft nun auf Wayne Odesnik (USA) oder Jimmy Wang (Taiwan). Haas ist damit der vierte Deutsche in der Runde der besten 64. Zuvor hatten sich bereits die Qualifikanten Dustin Brown (Winsen/Aller), Julian Reister (Hamburg) und Jan-Lennard Struff (Warstein) in ihren Auftaktbegegnungen durchgesetzt. Ausgeschieden sind dagegen Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 16) und Philipp Petzschner (Bayreuth).

Kohlschreiber musste in seiner Erstrunden-Partie sogar aufgegeben. Beim Stand von 6:4, 7:6 (8:6), 6:7 (3:7), 3:6, 1:2 signalisierte der 29 Jahre alte Augsburger am Dienstag im Match gegen den Kroaten Ivan Dodig, dass er nicht mehr weiterspielen könne. Der Grund für die Aufgabe des letztjährigen Viertelfinalisten war zunächst nicht bekannt. Kohlschreiber ist damit als fünfter deutscher Tennisprofi aus dem Herren-Aufgebot neben schon ausgeschieden.

Vorjahres-Viertelfinalist Florian Mayer musste sich dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic erwartungsgemäß 3:6, 5:7, 4:6 geschlagen geben. Der 29 Jahre alte Bayreuther stand 2004 und 2012 bei den All England Championships in der Runde der besten Acht.

Jan-Lennard Struff hat indes sein erstes Match bei einem Grand Slam gewonnen. Der Qualifikant aus Warstein besiegte den Slowenen Blaz Kavcic souverän 6:4, 6:1, 6:3 und trifft nun auf Jeremy Chardy (Frankreich/Nr. 28) oder Ryan Harrison (USA). Bei den French Open in Paris hatte der 23-jährige Struff, Nummer 115 im ATP-Ranking, sein Debüt im Hauptfeld eines der vier wichtigsten Turniere weltweit gefeiert.

Struff ist bereits der dritte deutsche Qualifikant, der im All England Club die zweite Runde erreicht hat. Am Tag zuvor hatten Dustin Brown (Winsen/Aller) und Julian Reister (Hamburg) ihre Auftaktmatches gewonnen. Ausgeschieden ist dagegen Philipp Petzschner (Bayreuth), der dem polnischen Qualifikanten Michal Przysiesny 3:6, 6:7 (6:8), 0:6 unterlag.

Lisicki schlägt Schiavone

Bei den Frauen steht ein Fed-Cup-Quintett in Runde zwei. Nach Andrea Petkovic gewannen auch Angelique Kerber (Nr. 7), Sabine Lisicki (Nr. 23), Mona Barthel (Nr. 30) und Annika Beck.

Kerber hatte mit der schrillen Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands beim 6:3, 6:4 weniger Probleme als erwartet. "Als ich die Auslosung gesehen habe, hatte ich kein gutes Gefühl, immerhin hatte ich noch nie gegen sie gewonnen", sagte Kerber, die nun auf Kaia Kanepi (Estland) trifft: "Aber ich fühle mich körperlich gut und liebe es, auf Rasen zu spielen."

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Im vergangenen Jahr hatte Kerber das Halbfinale in Wimbledon erreicht und auf dem Weg dorthin Lisicki im Viertelfinale geschlagen. Die Weltranglisten-24. gewann bei ihrem Lieblings-Grand-Slam zum Auftakt gegen Francesca Schiavone (Italien) souverän 6:1, 6:2. Barthel wehrte gegen Monica Niculescu drei Matchbälle ab und bezwang die Rumänin 6:3, 4:6, 7:5. Die 19-jährige Beck gewann 6:3, 6:2 gegen Nina Bratschikowa (Russland).