Tennis Görges und Kerber in Form

Julia Görges

(Foto: Getty Images)

Andrea Petkovic erlebt hingegen ihren ersten bösen Rückschlag in der neuen Tennis-Saison. Bayern-Gegner Juventus holt den achten Sieg in Serie. Gregor Schlierenzauer nimmt sich eine Auszeit.

Tennis: Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Brisbane das Halbfinale erreicht. Die Nummer eins der deutschen Tennis-Damen gewann am Donnerstag 6:4, 6:4 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa. Nächste Gegnerin von Kerber ist die Spanierin Carla Suárez Navarro oder Varvara Lepchenko aus den USA. Das Aus kam im Viertelfinale dagegen für Andrea Petkovic. Die Darmstädterin verlor 3:6, 0:6 gegen die amerikanische Qualifikantin Samantha Crawford, die momentan nur die Nummer 142 der Weltrangliste ist.

Beim WTA-Turnier in Auckland zog Julia Görges in das Halbfinale ein. Sie setzte sich mit 6:7 (3:7), 6:2, 6:4 gegen die Japanerin Nao Hibino durch. Görges trifft in der Vorschlussrunde auf die Österreicherin Tamira Paszek.

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Fußball in Italien: Juventus Turin mit Sami Khedira hat die Aufholjagd in der Serie A auch im neuen Jahr fortgesetzt. Der Meister feierte am Mittwoch am 18. Spieltag mit einem souveränen 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht Hellas Verona seinen achten Ligasieg in Serie. Juve kletterte durch den verdienten Erfolg zunächst auf Rang zwei der Serie A hinter den AC Florenz, konnte aber am Abend noch von Inter Mailand und dem SSC Neapel verdrängt werden. Einen enttäuschenden Start ins neue Jahr erlebten AS und Lazio Rom. Die Roma mit dem deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startelf kam nach einer 2:0-Führung nur zu einem 3:3 (2:1) bei Chievo Verona. Die Giallorossi bleiben damit zwar Fünfter, der Rückstand auf die Tabellenspitze wuchs aber weiter an. Für Joker Miroslav Klose und seinen Club Lazio Rom reichte es zu Hause gegen den Vorletzten FC Carpi nur zu einem torlosen Remis, der Club ist damit weiter Zehnter.

Fußball in Spanien: Titelverteidiger FC Barcelona ist seinem 28. Triumph im spanischen Pokal einen weiteren Schritt nähergekommen. Im Achtelfinale um die Copa del Rey setzten sich die Katalanen mit Nationaltorwart Marc-André ter Stegen im Stadtderby gegen Espanyol Barcelona mit 4:1 (2:1) durch und erspielten sich eine komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch. Am vergangenen Wochenende war Barca bei Espanyol in der Liga nicht über ein 0:0 hinausgekommen.

Der Gast erwischte den besseren Start und ging durch den Ecuadorianer Felipe Caicedo (9.) in Führung, doch Lionel Messi (13., 44.) drehte die Partie mit zwei Treffern noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel schossen Gerard Piqué (49.) und Neymar (88.) einen Vorsprung hinaus. Nach Gelb-Rot gegen Hernan Perez (72.) und Rot gegen Pape Diop (76.) beendete Espanyol das Spiel mit neun Mann.

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Ohne den weiterhin angeschlagenen Nationalspieler Shkodran Mustafi steht auch der FC Valencia bereits nach dem Hinspiel mit einem Bein in der Runde der besten Acht. Beim 4:0 (2:0) gegen den FC Granada wurde Alvaro Negredo mit drei Toren zur entscheidenden Figur. Tabellenführer Atlético Madrid darf sich dagegen nach einem 1:1 (0:1) bei Abstiegskandidat Rayo Vallecano vor dem Rückspiel nicht zu sicher sein.

Beim anderen Stadtderby unterlag Betis Sevilla gegen den FC Sevilla mit 0:2 (0:1). Heiko Westermann fehlte Betis wegen einer Zehenblessur, auf der anderen Seite wurde der frühere Dortmunder Ciro Immobile ohne Torerfolg ausgewechselt. Athletic Bilbao drehte gegen den FC Villarreal einen 0:2-Halbzeitrückstand in einen 3:2-Sieg.

Skispringen, Gregor Schlierenzauer: Der österreichische Skisprunger Gregor Schlierenzauer nimmt wegen mentaler Probleme eine Auszeit und schließt auch ein Karriereende nicht aus. "Ich ziehe für heuer einen Schlussstrich, werde die Saison beenden und nehme mir damit nach zehn Jahren im Spitzensport erstmals eine richtige Auszeit", teilte Schlierenzauer am Donnerstag, an dem er seinen 26. Geburtstag feierte, über sein Management mit. Auf seiner Website schrieb er von einer "Pause auf unbestimmte Zeit".

Damit nimmt der Weltcup-Rekordgewinner auch nicht an der Skiflug-WM in der kommenden Woche am Kulm in seiner Heimat teil. "Im Moment brauche ich eine Pause und Abstand, wenn die Wunden verheilt sind und der Kopf klarer ist, schauen wir weiter", sagte er.

Ob er seine Karriere, die mit dem vorzeitigen Aus bei der Vierschanzentournee vor dem letzten Springen am Mittwoch in Bischofshofen einen weiteren Tiefpunkt erreicht hatte, noch einmal fortsetzt, ist Schlierenzauer derzeit selbst nicht klar: "Ich weiß hier und heute ganz einfach nicht, was die Zukunft bringt, will das Feuer neu entfachen und mir ohne Zeitdruck klar darüber werden, wie mein Weg weitergeht." Er ziehe "die Reißleine", schrieb er auf seiner Website. Der Rucksack, den er mit sich herumschleppe, sei "einfach zu schwer geworden".

Zuletzt hatte die österreichische Boulevardpresse immer wieder Gerüchte aufgegriffen, Schlierenzauer habe sich vor der Tournee nach fünf Jahren von seiner Freundin Sandra getrennt. Auch die Berichterstattung spielt bei seiner Entscheidung eine Rolle: "Dass zuletzt auch mein Privatleben zum Thema wurde, hat mich sehr enttäuscht."

FC Liverpool: Jürgen Klopp steht trotz des nahen Einzugs ins englische Ligapokal-Finale im Zentrum einer Debatte um sein Personal und seine aggressive Taktik. Nach der Verletzung von zwei weiteren Leistungsträgern des FC Liverpool beim 1:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel bei Stoke kam bei Klopp nur wenig Freude auf. "Es liegt ein extrem großer Schatten über dem Spiel, den wir nicht ignorieren können", sagte er. Weil nun auch Philippe Coutinho und Dejan Lovren pausieren müssen und damit die Liste der Ausfälle auf elf anwuchs, machte sich der Trainer entgegen seiner bisherigen Haltung für Verstärkungen im Winter stark. "In einer Situation ohne Innenverteidiger sollten wir darüber nachdenken", sagte Klopp. Neben Lovren werden Martin Skrtel, Mamadou Sakho und wohl auch Kolo Toure bei Klopps FA-Cup-Debüt am Freitag in Exeter nicht einsatzbereit sein.

"Wir haben drei verletzte Innenverteidiger, möglicherweise auch einen vierten. Das ist nicht so lustig", erklärte der 48-Jährige. In den englischen Medien wird immer wieder der Dortmunder Neven Subotic als Neuzugang gehandelt. Klopp trainierte den Serben bereits in Mainz und zuletzt beim BVB. Derweil übte ein Ex-Liverpool-Coach Kritik an den Trainingsmethoden. "Fünf Oberschenkelverletzungen auf einmal können kein Zufall sein", monierte Graeme Souness, der die Reds zwischen 1991 und 1994 coachte. "Ein neuer Trainer kam und sprach sofort vom Gegenpressing über das gesamte Spielfeld. Es ist schwer so über 90 Minuten zu arbeiten. Ich denke, sie müssen gucken, wie sie jetzt trainieren wollen." Denn sonst wird es nach Meinung des ehemaligen schottischen Nationalspielers ungemütlich für die Klopp-Mannschaft. "Der Club muss das irgendwie hinbekommen, sonst kann es dir eine ganze Saison ruinieren", erklärte Souness.

Volleyball: Die deutschen Volleyballer stehen bei der Olympia-Qualifikation von Berlin im Halbfinale. Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen bezwang Serbien am Mittwoch mit 3:0 (25:20, 26:24, 25:20) und gewann damit auch ihr zweites Spiel in der Vorrunde. Schon vor dem letzten Kräftemessen in Gruppe A am Freitag (20.00 Uhr) gegen Weltmeister Polen haben die Deutschen das Halbfinal-Ticket sicher und können weiter auf die begehrte Dienstreise nach Rio hoffen. Einen Tag nach dem 3:0 gegen Belgien zeigten die Deutschen vor 3500 Zuschauern eine hochkonzentrierte Leistung gegen den Weltranglisten-Zwölften.

Basketball: Der FC Bayern München ist mit einem glücklichen Sieg in die Zwischenrunde des zweitklassigen Eurocups gestartet. Beim türkischen Klub Banvit Bandirma brauchten die Münchner bis zur letzten Sekunde, um das 83:85 (37:47) nach Hause zu bringen. Ein Wurf aus der Drehung von Spielmacher Alex Renfroe brachte letztliche die Entscheidung.

FC Bayern: Franck Ribéry hat im Trainingslager des FC Bayern München das Lauftraining wieder aufgenommen. Nach seiner am 9. Dezember in der Champions League erlittenen Muskelverletzung machte der Franzose am Mittwoch in Doha damit einen ersten Schritt Richtung des nächsten Comebacks beim deutschen Fußball-Rekordmeister. Erst im Dezember war der Flügelspieler nach neun Monaten Zwangspause ins Team der Münchner zurückgekehrt, ehe ihn die nächste Verletzung stoppte. Jérôme Boateng legte nach dem rund sechsstündigen Flug ebenfalls eine leichte Laufeinheit ein. Der Innenverteidiger soll aber am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren. Arjen Robben musste sich noch ein wenig gedulden, der Niederländer wurde nach einer Erkältung vorsichtshalber geschont. Für den Donnerstag stehen erstmals in dieser Vorbereitung zwei Einheiten auf der Tagesordnung.

VfL Wolfsburg: Josuha Guilavogui vom Bundesligisten VfL Wolfsburg hat sich Erfrierungen an den Zehen zugezogen. Der Mittelfeldspieler fehlte auch am Mittwoch im Mannschaftstraining des VfL, konnte am Nachmittag aber zumindest schon wieder Lauftraining absolvieren. Am Dienstag hatte VfL-Trainer Dieter Hecking mit der Aussage "er hat Probleme mit der Kälte" verblüfft, nachdem Guilavogui im Training gefehlt hatte. Beim Trainingsstart der Wolfsburger am Montag hatte Guilavogui als Einziger trotz Minusgrade im Schneetreiben noch in kurzer Hose trainiert.

Volleyball, Frauen: Die deutschen Volleyballerinnen dürfen weiter vom "Wunder von Ankara" und dem Rio-Ticket träumen. Die Auswahl von Bundestrainer Felix Koslowski gewann beim Olympia-Qualifikationsturnier in Ankara das abschließende Gruppenspiel gegen Kroatien souverän 3:0 (25:16, 25:14, 25:17) und hielt im Kampf um die Teilnahme an den Sommerspiele in Rio de Janeiro nach dem Auftaktsieg gegen die Niederlande (3:2) und dem 1:3 gegen die Gastgeberinnen die Chance auf den Halbfinaleinzug (8./9. Januar) am Leben. Der Tabellenzweite Deutschland (5 Punkte) ist nun auf die Schützenhilfe der Türkinnen angewiesen. Der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Gruppe A trifft am späteren Mittwochabend auf die Niederlande, die mit einem Punkt hinter den Deutschen auf Rang drei liegen, aber noch zwei Spiele vor sich haben. Nur der Sieger des Acht-Nationen-Turniers in Ankara löst das Ticket für Rio. Der Zweit- und Drittplatzierte erhalten bei einem Achterturnier in Japan (14. Mai bis 5. Juni) eine zweite Chance.