Williams verliert und wird älteste Nummer eins

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Serena Williams: Niederlage in Katar, Erfolg in der Weltrangliste.

(Foto: REUTERS)

Fußball-Nationalmannschaft: Die Kritik an Bastian Schweinsteiger lässt Joachim Löw kalt. Der Bundestrainer sieht keinen Grund, die Führungsrolle des Bayern-Stars in der Nationalmannschaft infrage zu stellen. Der 28-Jährige sei ein international sehr erfahrener Spieler mit großer Ausstrahlung und Präsenz auf dem Platz. "Er hat überragende Fähigkeiten, kann ein Spiel lesen und den richtigen Takt vorgeben. Das zeigt er bei Bayern München, und das hat er oft genug in der Nationalmannschaft gezeigt", erklärte Löw der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Bayern-Coach Jupp Heynckes adelte seinen Strategen sogar zum besten Mittelfeldspieler der Welt neben dem Spanier Sergio Busquets. Und was sagt Schweinsteiger?: "Die Leute sind es nicht wert, über sie zu sprechen." Die Alt-Internationalen Günter Netzer und Olaf Thon hatten kritisiert, er sei im Spiel zu zurückhaltend und zu langsam. Löw plant in der WM-Qualifikation weiter mit Schweinsteiger. In den letzten neun Test-Länderspielen hatte er verletzt gefehlt oder andere Verpflichtungen. Löw will vor der WM jede Position "doppelt und möglichst gleichwertig stark" besetzen. "Ich denke, das wird uns im defensiven Mittelfeld mit Spielern wie Schweinsteiger, Khedira, Gündogan, aber auch mit Lars und Sven Bender gelingen", meinte Löw.

Tennis der Frauen: Die zweimalige Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka (Weißrussland) hat das Traumfinale beim WTA-Turnier in Doha gewonnen und ihren 16. Einzeltitel auf der Tour gefeiert. Im Endspiel des mit knapp 2,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turniers in Katar gewann Asarenka das Duell zwischen der alten und neuen Nummer eins der Welt gegen die 15-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams mit 7:6 (8:6), 2:6, 6:3. Nach fast zweieinhalb Stunden Spielzeit verwandelte die 23-jährige Asarenka ihren ersten Matchball, es war der erst zweite Sieg im 13. Tourduell mit der Amerikanerin. Williams hatte bereits vor ihrem Finaleinzug als neue Nummer eins der Weltrangliste festgestanden. Am Montag löst die 31-Jährige Asarenka ab und ist damit die älteste Nummer eins der Tennis-Geschichte. Williams hatte das Endspiel durch einen 6:3, 6:2-Erfolg gegen French-Open-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland erreicht, Asarenka hatte sich in der Vorschlussrunde mit 6:3, 6:3 gegen die Weltranglistenvierte Agniezska Radwanska (Polen) durchgesetzt.

Basketball, BBL: Die Basketballer von ratiopharm Ulm haben in der Bundesliga den nächsten Rückschlag erlitten. Der Vizemeister unterlag bei Phoenix Hagen mit 78:90 (36:49) und rutschte in der Tabelle vom dritten auf den fünften Platz ab. Davin White war mit 33 Punkten überragender Spieler der Hagener, die nach dem elften Sieg eine ausgeglichene Bilanz haben und sich auf den achten Platz verbesserten. Steven Esterkamp (20) war Topscorer der Ulmer.

Alba Berlin erkämpfte sich einen 81:76 (39:39)-Erfolg über die Eisbären Bremerhaven. Die Gäste hatten den Euroleague-Teilnehmer am Rande einer Niederlage, verpassten in der Arena am Ostbahnhof aber eine Überraschung. Keine Blöße gaben sich derweil die Brose Baskets Bamberg. Der Spitzenreiter gewann trotz einer Schwächephase im dritten Viertel 96:84 (61:47) bei der TBB Trier und liegt mit 40:4 Punkten weiter klar vorn. Casey Jacobsen (23 Punkte) war bester Werfer bei Meister Bamberg. Die Franken führen die Tabelle weiter vor Bayern München (32:14) an. Der Pokal-Halbfinalist kam bereits am Samstag zu einem 80:75 (38:46)-Sieg gegen die s.Oliver Baskets Würzburg.

Fußball in Italien: Der SSC Neapel hat die große Chance verpasst, die italienische Fußball-Meisterschaft ein wenig spannender zu machen. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage von Spitzenreiter Juventus Turin beim AS Rom kam der härteste Verfolger am Sonntag im vermeintlich leichten Heimspiel gegen Aufsteiger Sampdoria Genua nicht über ein 0:0 hinaus. In der Tabelle liegt Juve somit immer noch vier Punkte vor Pokalsieger Napoli.

Der Flügelflitzer Aufschrei unter Ringen

Die Damen und Herren vom Internationalen Olympischen Komitee wollen das Ringen aus dem Programm nehmen. "So nicht!" schreit die Sportwelt. Doch wer weiß, wie der Sport mit seinen Traditionen umgeht, erkennt: Das Ringen hat keine Chance.

(Video: Süddeutsche.de, Foto: picture-alliance/ dpa)

"Totti - was für eine Rakete", schrieb die Gazzetta dello Sport nach dem Siegtreffer des großen Roma-Idols gegen den Tabellenführer. Sein Fernschuss aus 20 Metern schlug mit einer Geschwindigkeit von 113 Stundenkilometern im Turiner Tor ein (58.). Für den bereits 36 Jahre alten Weltmeister von 2006 war es außerdem das 224. Tor seiner erfolgreichen Karriere in der Serie A.