Tennis Angelique Kerber: "Bei den großen Turnieren soll es endlich krachen"

Hat viel vor im nächsten Jahr: Angelique Kerber

(Foto: AP)

Die beste deutsche Tennisspielerin erklärt im SZ-Interview, warum sie künftig weniger spielt und sie kein kleines, schüchternes Mädchen mehr ist.

Von Gerald Kleffmann

Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber setzt sich für 2016 hohe Ziele. "Ich will bei den großen Turnieren angreifen, da soll es endlich krachen! Die nächsten zwei, drei Jahre sind die Jahre, in denen ich was reißen möchte", sagte die 27-Jährige im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch-Ausgabe) und kündigte eine Veränderung in ihrem Kalender an. "Ich werde daher 2016 weniger kleine Turniere spielen."

In den vergangenen vier Jahren schloss Kerber die Saison stets mit einem Top-Ten-Platz ab. Dass sie trotzdem meist im Schatten der extrovertierten deutschen Spielerinnen Andrea Petkovic und Sabine Lisicki steht, stört sie nicht. "Ich bin niemand, der etwas darstellen und machen möchte, was ich nicht bin. Mein Maßstab ist meine Leistung. Klar könnte man mehr im Fokus stehen, aber davon hängt nicht mein Glück ab", sprach sie.

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Gleichzeitig betonte Kerber, dass sie einen Reifeprozess hinter sich hat und sich mehr Verantwortung im deutschen Tennis zutraut, vor allem im Fed-Cup-Team. "Ich bin nicht mehr das kleine schüchterne Mädchen, sondern sage, was ich möchte und was mir gut tut. Das wird auch außerhalb des Platzes meine nächste Aufgabe sein: zu zeigen, wer ich wirklich bin."

Nach einem Fehlstart im Frühjahr hatte Kerber ihren früheren Trainer Torben Beltz zurückgeholt und auch einige Tage mit der 22-maligen Grand-Slam-Siegerin Steffi Graf in Las Vegas trainiert. Von der deutschen Tennisgröße schwärmt Kerber ausdrücklich: "Die Intensität, die sie auf den Platz bringt, ist bewundernswert. Deshalb hört man ihr, wenn sie etwas sagt, anders zu. Sie ist als Person unglaublich. Sie sieht Kleinigkeiten, die einem Selbstbewusstsein geben."

Weiter spricht Kerber im Interview über ihre zweite Heimat Polen und warum sie mit links spielt, obwohl sie Rechtshänderin ist.

Lesen Sie hier das ganze Interview mit SZplus:

"Ich bin nicht mehr das schüchterne Mädchen"

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