Supercup FC Bayern besiegt den BVB

Gleich ein Tor: Arturo Vidal.

(Foto: AFP)

Tore von Arturo Vidal und Thomas Müller: Nach einer starken ersten Halbzeit von Borussia Dortmund setzen sich am Ende doch die Münchner durch und gewinnen den ersten Titel der Saison.

Gelungener Einstand für Bayern-Coach Carlo Ancelotti, unglückliche Schlappe für den runderneuerten BVB. Dank Arturo Vidal und Thomas Müller hat der deutsche Meister aus München zwei Wochen vor dem Saisonstart ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und zum fünften Mal den Supercup gewonnen. Damit zogen die Bayern mit dem bisherigen Rekordsieger Dortmund gleich, der seine Chancen vor allem im ersten Durchgang nicht nutzen konnte.

Vidal brachte die Münchner vor 81 360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park in der 58. Minute in Führung. Der bei der EM noch so glücklose Müller machte im prestigeträchtigen Duell der beiden Branchenführer elf Minuten vor dem Ende alles klar und den ersten Titel der neuen Saison perfekt. Zuletzt hatten die Bayern drei Supercup-Endspiele in Serie verloren. Ancelotti schaffte nun auf Anhieb das, was seinem Vorgänger Pep Guardiola nicht gelungen war.

Nationalspieler Mats Hummels feierte damit eine erfolgreiche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Der Verteidiger spielte durch, während sein Nationalmannschaftskollege Mario Götze beim BVB nur auf der Bank saß und noch auf seinen ersten Einsatz für Dortmund nach drei unglücklichen Jahren in München warten muss.

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Ancelotti setzte bei seinem Pflichtspieldebüt auf seine derzeit stärkste Mannschaft. Auch die deutschen Nationalspieler Manuel Neuer, Hummels und Müller, die erst am 5. August ins Training eingestiegen waren, standen in der Startformation. Der frisch gekürte Fußballer des Jahres Jérôme Boateng fehlte dagegen ebenso verletzt wie der portugiesische Europameister Renato Sanches und Arjen Robben.

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel zollte der kurzen gemeinsamen Vorbereitung dagegen Tribut und ließ zahlreiche Stars draußen. Neben Götze und saß auch Weltmeister André Schürrle zunächst auf der Bank. In Marc Bartra, Ousmane Dembelé und Sebastian Rode standen nur drei der acht Neuzugänge beim umgekrempelten BVB in der ersten Elf.

Ribérys Aufreger

Trotz der Sorge von Tuchel, dass die Partie für sein Team möglicherweise zu früh käme, bestimmte der BVB die Anfangsminuten. Gleich dreimal bot sich durch Shinji Kagawa (6.), und Pierre-Emerick Aubameyang (7./11.) die Chance zur Führung. Vor der ersten Aubameyang-Chance hatte Hummels einen langen Ball falsch eingeschätzt und seinen langjährigen Teamkollegen davon ziehen lassen. Hummels wurde bei seiner Rückkehr nach Dortmund bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

Für den unrühmlichen Höhepunkt der ersten Halbzeit sorgte wieder einmal Franck Ribéry. Nachdem Felix Passlack den Franzosen leicht gefoult hatte, holte Ribéry mit dem Arm aus und traf Dortmunds Youngster im Gesicht. Schiedsrichter Tobias Welz beließ es zum Glück für Bayerns Offensivspieler aber bei einer Gelben Karte.

Es war bereits der vierte Aussetzer Ribérys in einem Duell mit dem BVB. Zuletzt war der Franzose im DFB-Pokal-Finale im Mai negativ aufgefallen, als er Dortmunds Gonzalo Castro den Finger ins Auge gesteckt hatte. Rot sah Riberý aber nie.

Der erste große Aufreger der Partie stachelte zunächst den BVB weiter an. Zweimal Dembelé (32./33.) und Adrian Ramos (34.) verpassten aber die Führung. Die Bayern wurden dagegen erst kurz vor der Pause erstmals gefährlich. Sieben Minuten vor dem Seitenwechsel vergab Vidal die bis dato größte Chance des Spiels. Nach dem Seitenwechsel macht es der Chilene besser. Im Nachschuss war Vidal erfolgreich, nachdem Bürki den ersten Versuch des Südamerikaners nicht hatte festhalten können.

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