Per Computer entscheidet Bayern-Trainer Louis van Gaal, wer im Supercup-Duell mit Schalke spielt. Keine schönen Neuigkeiten von Robben und Ribéry.
Louis van Gaal wird 59 an diesem Sonntag, er findet: "Ich bin ein alter Mann." Alte Männer tragen Brillen, weshalb Louis van Gaal dann auch ohne Scham seine blaugraue und zwei Dioptrien starke Lesebrille aufsetzte, um die Frage zu beantworten, wer am Samstag zum Supercup nach Augsburg reisen wird und dort gegen den FC Schalke 04 antritt.
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Wegen des Streiks bei der WM am 17. August vom französischen Fußballverband vorgeladen: Franck Ribéry. (© Bongarts/Getty Images)
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Das ist ja eine durchaus spannende Frage, weil der FC Bayern wegen der WM erst seit ein paar Tagen wieder eine vollzählige Profi-Fußballmannschaft auf dem Trainingsplatz hat, der aber urlaubsbedingt noch weitgehend die vollständige Fitness fehlt. Louis van Gaal, der Trainer des FC Bayern, blickte auf die Mannschaftsaufstellung vor ihm auf dem Tisch, und dann las er vor.
"Eins: Butt. Zwei: Demichelis. Drei: Altintop. Vier: Olic. Fünf: Ottl. Sechs: Klose. Sieben: Sosa. Acht: Lahm. Neun: Pranjic. Zehn: Müller. Elf: Contento. Zwölf: Badstuber. Dreizehn: Schweinsteiger. Vierzehn: Kraft. Fünfzehn: Timoschtschuk." Dann beendete van Gaal die Aufzählung, der Rest des Kaders bleibe in München und werde trainieren, um am Sonntag beim Benefizspiel gegen ein Team namens "Winterstars" anzutreten.
Van Gaal hat schon oft betont, dass er jeden Titel "unbedingt gewinnen" will, aber natürlich weiß er auch, dass "dieser Ligapokal-Titel der am wenigsten wichtige ist". Er hat sich dafür entschieden, nur 15 Spieler mitzunehmen, weil er nur dreimal wechseln darf und weil möglichst alle gesunden Spieler am Wochenende "Spielminuten in die Beine bekommen" sollen.
Während also Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Thomas Müller - der seinen Vertrag nun auch offiziell bis 2015 verlängerte - am Samstag gegen Raùl und Kollegen antreten, spielen zum Beispiel Mark van Bommel, Franck Ribéry und Mario Gomez am Sonntag gegen Felix Neureuther, Georg Hackl und Lothar Matthäus. Aber van Gaal wäre nicht van Gaal, wenn er nicht eine Begründung hätte für diese Wahl.
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Berliner Zeitung