Super-G auf der Kandahar Höfl-Riesch verpasst Heimsieg, Maze erhält Morddrohung

Zweite auf der Kandahar: Maria Höfl-Riesch.

(Foto: AFP)

Maria Höfl-Riesch wird beim Heim-Rennen in Garmisch Zweite - es siegt die Österreicherin Anna Fenninger. Das Rennen wird überschattet von einer Morddrohung gegen die Gesamtweltcupsiegerin.

Maria Höfl-Riesch hat beim Super-G von Garmisch-Partenkirchen als Zweite ihr bestes Saisonresultat in dieser Disziplin gefeiert. Bei ihrem Heimrennen auf der Kandahar feierte sie das Publikum bereits als Siegerin - dann kam jedoch die Österreicherin Anna Fenninger. Sie gewann mit 0,2 Sekunden Vorsprung.

"Das war ein sehr gutes Rennen", sagte Höfl-Riesch, "auch wenn es nicht für den Sieg gereicht hat, war es ein guter Tag für mich." Dritte wurde Julia Mancuso aus den USA vor Gesamtweltcupsiegerin Tina Maze.

Die Slowenin hatte nach Angaben des Veranstalters zuvor eine Morddrohung per E-Mail erhalten. Das Landeskriminalamt ermittelt, die 29-Jährige erhielt bereits bei der Siegerehrung am Samstagabend Polizeischutz. Auch bei der Besichtigung für den Super-G am Sonntag wurde sie von zwei Beamten in Zivil begleitet.

"Das ist komisch, ich kann nur lachen. Weiter will ich darüber nicht sprechen. Das war ein normaler Tag im Büro", sagte Maze nach dem Rennen. "Wir bedauern das sehr, das ist sehr, sehr ernst", sagte Peter Fischer, Chef des Organisationskomitees.

Veronique Hronek schaffte auf Platz fünf nach 30 Starterinnen ihr bestes Karriere-Resultat, das starke deutsche Team-Ergebnis komplettierte Viktoria Rebensburg in den Top 15.