SpVgg Greuther Fürth Hoffen auf Hilfe

Regensburg ist gesichert. "Ein Navi würde sagen: Sie haben Ihr Ziel erreicht. Das ist absoluter Wahnsinn", sagt Trainer Achim Beierlorzer nach dem 2:1 in Franken. Nicht so gut läuft es in Fürth: Der Verein steckt seit dem Saisonstart im Tabellenkeller.

Im Gegensatz zur unterlegenen SpVgg Greuther Fürth frohlockte nach dem bayerischen Derby der Aufsteiger SSV Jahn Regensburg. "Ein Navi würde sagen: Sie haben Ihr Ziel erreicht. Das ist absoluter Wahnsinn", sagte ein stolzer Trainer Achim Beierlorzer nach dem 2:1 in Franken. "44 Punkte. Jetzt mache ich einen Haken dran: Der Klassenerhalt ist geschafft." Dagegen stecken die Fürther weiter tief im Existenzkampf der zweiten Fußball-Bundesliga. "Wir müssen uns wieder aufrichten, wir müssen knallhart analysieren und unsere Lehre ziehen. Unser Weg ist noch lang", mahnte Trainer Damir Buric. "Wir haben einen so großen Aufwand betrieben, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber wir haben keine Tore gemacht, das hat uns gefehlt."

Seit dem Saisonstart stecken die Fürther im Tabellenkeller, sie waren zwischenzeitlich sogar Tabellenletzter. Dagegen mischen die Oberpfälzer nach Schwierigkeiten in der Hinrunde munter in der Liga mit. Auch wenn es keiner ausspricht beim Jahn: Es besteht zumindest eine Restchance auf einen Aufstiegsplatz. "Wenn man daran denkt, wie wir eingeschätzt wurden und wie wir jetzt eingeschätzt werden - da hat die Mannschaft höchstes Lob verdient", erklärte Beierlorzer.

Der von ihm zur Pause eingewechselte Jann George avancierte vor 11 105 Zuschauern zum Matchwinner: Der Joker, der das Offensivspiel entscheidend beflügelte, traf zweimal mit dem linken Fuß (49. und 84. Minute). "Gerade als Nürnberger ist es ein großes Anliegen, auch mal in Fürth zu treffen", sagte der gebürtige Nürnberger George. Dass es angesichts von Georges Übereifer zwischenzeitlich etwas hitzig wurde, mochte Beierlorzer nicht überbewerten. "Wer ihn kennt, weiß, dass er ein emotionaler Spieler ist", sagte der Regensburger Coach. Und er sei auch nicht der Kindergärtner der Spieler, die Profis müssten ihr Handeln selbst verantworten.

Die Fürther konnten durch den lange verletzten Rückkehrer Sercan Sararer verkürzen (87.). "Natürlich war es für mich gut, mal wieder auf dem Platz zu stehen, aber die Niederlage tut weh", sagte die Offensivkraft. Nach langer Verletzungspause feierte er sein Comeback und kam erstmals in dieser Saison zum Einsatz. "Ich bin noch nicht wieder in der Verfassung, in der ich schon mal war, aber da kommt man nicht nur mit Training hin. Ich hoffe, ich kann der Mannschaft noch helfen", sagte Sararer.

Darauf bauen die Teamkollegen. "Wir wissen alle, was Sercan kann, er zeigt es jeden Tag. Er ist ein überragender Fußballer und wir hoffen, dass er nächstes Mal das Siegtor schießt", sagte Levent Aycicek. Und auf dem Weg zum Klassenverbleib dürfen die Franken zudem auf freundliche Unterstützung aus der Oberpfalz bauen. "Wir geben unser Ding dazu und hauen uns gegen andere Mannschaften genauso rein", sagte Beierlorzer. Er drückt seinem früheren Verein die Daumen. Von 1989 bis 1996 war er Spieler in Fürth, später dort Jugendtrainer.