Von Sport kompakt

Immer weniger wollen die Radler sehen. Dafür fallen in der Bundesliga extrem viele Tore, während in Spanien Schiedsrichter mit Pistolen bedroht werden.

Die Zukunft des traditionsreichen Münchner Sechstagerennens steht weiter in den Sternen. Auch bei der 45. Auflage des Radsport-Klassikers sei mit erneut deutlich weniger Zuschauern die erhoffte Trendwende ausgeblieben, berichteten die Veranstalter vor der Abschlussnacht. Statt der geplanten 64 000 Besucher werde nun mit lediglich etwas mehr als 60 000 Zuschauern gerechnet, berichtete Veranstalter Klaus Cyron. "Wir haben das Ziel der Ticketverkäufe nicht erreicht." Nun solle "in Ruhe" über das weitere Vorgehen beraten werden.

Bild vergrößern

Bruno Risi (rechts) schiebt beim Eröffnungstag des Sechstagerennens in München Teamkollege Peter Schep an (© Foto: dpa)

Anzeige

Kurz vor dem ersten Weltcup-Slalom des alpinen Winters holt Felix Neureuther das Verletzungspech wieder ein. Der Partenkirchener zog sich bei einem Trainingssturz eine Schulterprellung zu. "Die Schulter schmerzt zwar noch ein bisschen, aber in Levi will ich auf jeden Fall starten", sagte der 24-Jährige. Im finnischen Wintersportort findet der Slalom am Sonntag statt. "Wir hoffen natürlich, dass sich Felix von seinem Trainingssturz am vergangenen Sonntag rasch erholt und in Levi sein Potenzial ausschöpfen kann", sagte Disziplintrainer Mario Weinhandl.

Die Spieler der Fußball-Bundesliga befinden sich nach Jahren der Enthaltsamkeit wieder im Torrausch. Mit 330 Treffern in den bisherigen 108 Punktspielen der 46. Spielzeit verzeichnet die deutsche Eliteliga mit im Schnitt 3,06 Toren die höchste Quote seit 1987/88, als am Saisonende im Schnitt 3,14 Treffer zu Buche standen. Mehr noch: Im Vergleich mit Europas Spitzen-Ligen schneidet die "Torfabrik Bundesliga" deutlich besser ab. Denn die Goalgetter in Spaniens Primera Division (2,76 Tore), Englands Premier League(2,72), Italiens Serie A (2,28) und der französischen Ligue 1 (2,20) agierten im ersten Saison-Drittel wesentlich zurückhaltender.

Ein spanischer Fußball-Schiedsrichter ist bei einem Spiel zwischen zwei Amateurmannschaften mit einer Pistole bedroht worden. Nach dem Halbzeitpfiff in der Partie Vizoño gegen Laracha bei La Coruña im Nordwesten Spaniens zeigte ein Fan der Gäste-Elf dem Referee eine unter der Jacke versteckte Pistole sowie ein Magazin und sagte: "Die nächste Kugel ist für Dich. Dies ist kein Scherz." Der Unparteiische hatte einen umstrittenen Elfmeter für die Platzherren gegeben, den diese zur 1:0-Führung nutzten. Die zweite Hälfte pfiff der Schiedsrichter erst an, nachdem Polizeibeamte zu seinem Schutz angerückt waren. Der unbekannte Laracha-Fan tauchte unter. Nach ihm wird gefahndet. Die Gäste gewannen das Spiel mit 4:1. Der Fußballverband wies jedoch darauf hin, dass die Wende im Spiel nichts mit der Bedrohung zu tun gehabt habe: "Der Schiedsrichter ließ sich nicht einschüchtern."

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München lässt den amerikanischen Nationalspieler Landon Donovan für zehn Tage mittrainieren und ist möglicherweise auch an einer Verpflichtung des torgefährlichen Mittelfeldspielers interessiert. Der 26 Jahre alte ehemalige Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen absolvierte am Dienstagnachmittag seine erste Einheit mit dem Team von Trainer Jürgen Klinsmann. "Ich kenne Landon aus meiner Zeit bei L.A. Galaxy", sagte Klinsmann. "Ein feiner Kerl, ein sehr guter Fußballer und eine große Persönlichkeit im US-Fußball. Landon wird die nächsten zehn Tage bei uns mittrainieren, um seinen Fitnessstand zu erhalten", so der Bayern-Coach weiter. Donovan nutzt die Ligapause in der Major League Soccer (MLS), um sich beim FCB fit zu halten. Der US-Star stand von Februar 1999 bis März 2001 in Diensten von Leverkusen und wurde hauptsächlich in der Amateur-Mannschaft eingesetzt. Anschließend wurde er an die San Jose Earthquakes ausgeliehen. Im Januar 2005 kehrte der 105-malige Nationalspieler zu Bayer zurück, konnte sich aber in der Bundesliga nicht durchsetzen und verließ den Werksklub nach nur drei Monaten wieder. In der zurückliegenden Saison erzielte er in 24 Spielen 20 Tore und gab neun Torvorlagen.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: "Ich war nie schuld. Nie. Nie. Nie."

Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...

(sueddeutsche.de/dpa/sid/tbc)