Dortmunds Trainer muss 12.000 Euro zahlen, in Nürnberg ist ein Machtkampf ausgebrochen, Drogba sorgt für einen Skandal. Sport kompakt.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Trainer Jürgen Klopp vom Bundesligisten Borussia Dortmund wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe von 12.000 Euro belegt. Der Coach hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Klopp war am vergangenen Samstag unmittelbar nach Spielende der Bundesliga-Begegnung beim Hamburger SV (1:2) zu Schiedsrichter Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) und seinen Assistenten auf das Spielfeld gelaufen und hatte die Unparteiischen auch später in der Schiedsrichter-Kabine in unsportlicher Weise verbal attackiert.

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Jürgen Klopp muss 12.000 Euro Strafe zahlen. (© Foto: dpa)

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Der 1. FC Nürnberg läuft seinen sportlichen Zielen weit hinterher, jetzt sorgt ein Machtkampf in der Führungsetage für zusätzliche Unruhe beim Fußballzweitligisten. Nach öffentlicher Kritik von Präsident Michael A. Roth an den Vize-Präsidenten Ralf Woy und Martin Bader waren auf einer außerordentlichen Präsidiumssitzung am Donnerstagnachmittag personelle Konsequenzen nicht auszuschließen. "Die Lage spitzt sich zu. Ich gehe davon aus, dass Martin Bader und ich den Club verlassen müssen", sagte der beim FCN für die Finanzen zuständige Woy im Kicker (Donnerstagausgabe). Nürnberg-Chef Roth hatte Woy und Bader, der auch Sportdirektor ist, zu Wochenbeginn via Abendzeitung mit Rücktritt gedroht. "Ich will, dass Bader und Woy ihre Pflichten nicht weiter vernachlässigen und mich häufiger in Kenntnis setzen", hatte Roth gefordert.

Nikolaj Dawydenko hat als dritter Spieler das Halbfinale beim Masters-Cup der Tennisprofis in Shanghai erreicht. Mit einem 6:3, 6:2 im entscheidenden Gruppenspiel gegen den Argentinier Juan Martin del Potro sicherte sich der Russe in der Goldenen Gruppe den zweiten Platz hinter Australian-Open-Sieger Novak Djokovic. Der Gruppenerste aus Serbien hatte zuvor beim 6:1, 5:7, 1:6 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga seine erste Turnierniederlage hinnehmen müssen.

Ein Skandal um Top-Torjäger Didier Drogba hat das peinliche Aus des FC Chelsea im englischen Fußball-Ligapokal gegen den Zweitligisten FC Burnley (4:5 im Elfmeterschießen) überschattet. Der Stürmer warf nach seinem Tor zum 1:0 eine Münze zurück in den Block der Gästefans und zeigte den Burnley-Anhängern den Mittelfinger. Dem Ivorer droht neben einer langen Sperre durch den Verband FA auch ein juristisches Nachspiel.

Aussteiger Kevin Kuranyi hat erneut seine Verbundenheit zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum Ausdruck gebracht und hofft weiterhin auf ein Comeback in der DFB-Auswahl, selbst unter Bundestrainer Joachim Löw. Für ihn gehe es jetzt darum, wieder glücklich Fußball zu spielen und Leistung zu bringen. Wenn er dann in der Nationalmannschaft wieder gebraucht werden sollte, stehe er gerne bereit, sagte der Stürmer.

Die U17-Juniorinnen des Deutschen Fußball-Bundes haben bei der WM in Neuseeland den Finaleinzug verpasst. Die Europameisterinnen mussten sich im Halbfinale in Auckland den USA mit 1:2 geschlagen geben. Im Spiel um Platz drei trifft das Team von DFB-Trainer Ralf Peter am Sonntag auf England, das sein Halbfinale ebenfalls mit 1:2 gegen Nordkorea verlor.

Marco Sturm mit seinem vierten Saisontor und Jochen Hecht mit seinen ersten beiden Assists haben ihren Klubs in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL zu Siegen verholfen. Sturm erzielte beim 2:1 seiner Boston Bruins bei den Chicago Blackhawks in der 20. Minute die 1:0-Führung. Hecht legte beim 4:3 der Buffalo Sabres gegen die St. Louis Blues die Treffer zum 2:0 und 3:0 durch Tim Connolly sowie Jason Pominville auf.

Drei Tage nach dem Überraschungscoup gegen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks haben die Los Angeles Clippers und ihr deutscher Basketball-Nationalspieler Chris Kaman die nächste Pleite kassiert. Das Team von der Westküste verlor in eigener Halle gegen die Sacramento Kings 98:103. Für die Clippers war es die siebte Niederlage im achten Saisonspiel der nordamerikanischen Profiliga NBA. Center Kaman blieb mit nur acht Punkten und sechs Rebounds hinter den Erwartungen zurück.

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(sueddeutsche.de/sid/dpa/aum/tbc)