Wegen Schneefällen kann in der Serie A nicht gespielt werden, Felix Magath lässt Patrick Helmes wieder bei den Profis trainieren. Vorsitzender der Innenminister-Konferenz will Gesichtsscanner in Stadien einsetzen, nach seiner Verurteilung nennt Adrian Sutil seinen Formel-1-Kollegen Lewis Hamilton einen "Feigling". Sport kompakt
Fußball, Schnee in Italien: Schnee und ungewöhnliche Kälte wirbeln in Italien den Spielplan der Fußball-Ligen durcheinander. Am Mittwoch sagte die Serie A die Partie zwischen Bologna und Florenz sowie das Aufeinandertreffen von Siena und Catania ab. Am Abend kam dann noch die Absage der Partie Atalanta Bergamo gegen CFC Genua hinzu. Bereits am Dienstagabend war die Partie von Rekordmeister Juventus Turin beim FC Parma verschoben worden. In Parma lagen rund zehn Zentimeter Schnee auf dem Rasen. Zudem waren am Dienstag zwei Zweitligaspiele gestrichen worden.
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Schnee in Italien, hier im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand. (© dpa)
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Bundesliga, Patrick Helmes: Gnade für Patrick Helmes: Nach dem geplatzten Vereinswechsel hat Wolfsburgs Trainer-Manager Felix Magath den ehemaligen Fußball-Nationalspieler am Mittwoch ins Training der Profis zurückberufen. Damit kann sich Helmes fortan auf professionellem Niveau fithalten. Er werde seine Chance bekommen, sagte Magath der Online-Ausgabe der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung: "Er kann ein wichtiger Spieler für uns werden." Ein weiterer Bundesliga-Einsatz des 27-Jährigen scheint bei den Wölfen aufgrund der Vorgeschichte aber dennoch mehr als fraglich.
Bundesliga, Innenminister: Gesichtsscanner als Schutz gegen gewaltbereite Fußballfans: Nach einem Bericht von Spiegel Online vom Mittwoch will der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier, mithilfe einer Gesichtserkennungs-Software potenzielle Gewalttäter am Stadioneingang identifizieren. So könnten "notorische Randalierer effektiv aus Stadien ferngehalten werden", wird Caffier zitiert. Die Gesichter der Besucher könnten mit Bildern aus der Datei "Gewalttäter Sport" verglichen werden, bei Übereinstimmung würde das System Alarm schlagen. "Wir müssen über den derzeitigen Diskussionsstand hinauskommen", sagte Caffier. Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd, dass eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden sei, um "neben den zivilrechtlichen, gefahrenabwehrrechtlichen und datenschutzrechtlichen Grundlagen die technischen Möglichkeiten für den Einsatz der oben genannten Technik" zu prüfen.
Bundesliga, Hertha BSC Berlin: Dicke Luft bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC: Nach übereinstimmenden Medienberichten ist es am Sonntag zwischen Trainer Michael Skibbe und Verteidiger Christian Lell zu einem lautstarken Disput gekommen. Dabei soll Skibbe gesagt haben: "Sei froh, dass du die fünfte Gelbe Karte gesehen hast. Du hättest sowieso nicht mehr gespielt." Der Bild-Zeitung bestätigte Lell den Sachverhalt: "Ich kann das nicht bestreiten. So ähnlich lief das ab, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen. Wir sollten zusehen, dass wir alle an einem Strang ziehen, um das große Ziel Klassenerhalt zu schaffen." Skibbe sagte: "Ja, ich habe am Sonntag eine Manöverkritik vorgenommen und einigen Spielern persönlich gesagt, dass ich mit ihrer Leistung absolut nicht zufrieden war. Dazu gehörte auch Christian." Beim 27-Jährigen war nach dem Spiel gegen den Hamburger SV (1:2) eine alte Oberschenkelverletzung aufgebrochen. Lell fällt mindestens zwei Wochen aus.
Handball, Kieler Prozess: Der Handball-Prozess gegen die früheren THW-Kiel-Verantwortlichen Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic geht in die Verlängerung. "Die Staatsanwaltschaft hat Revision eingelegt", bestätigte Sprecherin Birgit Heß einen entsprechenden Bericht der Kieler Nachrichten. "Das ist ein ganz normaler Vorgang, dass die Staatsanwaltschaft die Frist nutzt, damit war zu rechnen", sagte Serdarusic' Verteidiger Marc Langrock am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Rechtsanwälte Schwenkers waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Formel 1: Adrian Sutil hat nach seiner Verurteilung seinen Formel-1-Kollegen Lewis Hamilton scharf kritisiert und dem Briten die Freundschaft gekündigt. "Lewis ist ein Feigling, ich will mit so jemandem nicht befreundet sein", wurde Sutil in der Bild zitiert. Hamilton sei für ihn "kein Mann", betonte der Gräfelfinger, dessen Prozess Hamilton entschuldigt ferngeblieben war. Der Brite hatte dem Gericht mitgeteilt, dass er wegen Terminen nicht nach München zu einer Zeugenaussage kommen könne. Zudem hatte Hamilton schriftlich hinterlegt, dass er von dem Streit zwischen Sutil und dem Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux nach dem Großen Preis von China nichts gesehen habe. Sutil hatte Lux mit einem Champagner-Glas schwer verletzt. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde der 29-Jährige am Dienstag zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe verurteilt.
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