Radsport-Funktionäre kündigen weitere Dopingfälle an, der positiv geteste Schumacher will klagen, dem Radrennstall Milram droht das Aus. Sport kompakt.

Pat McQuaid, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, hat für Ende des Jahres weitere Dopingfälle angekündigt. "Aufgrund von Auffälligkeiten in den neu eingeführten Blutprofilen wird es einige positive Fälle geben", sagte der Ire auf dem 3. Anti-Doping-Forum in Berlin. McQuaid nannte allerdings weder Namen, noch wollte er sich auf eine konkrete Zahl festlegen. Derzeit prüften die Rechtsexperten noch letzte Fragen, bevor die UCI an die Öffentlichkeit gehen könne. Insgesamt besitzen etwa 800 Radprofis den Anfang des Jahres eingeführten Blutpass, durch den über einen langen Zeitraum Unregelmäßigkeiten aufgedeckt werden sollen. McQuaid verkündete zudem, dass die UCI im Jahr 2008 4,3 Millionen Euro im Anti-Doping-Kampf ausgegeben habe. Das entspricht etwa einem Drittel des Jahresetats von 13 Millionen Euro.

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Stefan Schumacher will die französische Anti-Doping-Agentur verklagen. (© Foto: AFP)

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Der nach einer positiven A-Probe des Dopings verdächtigte Radprofi Stefan Schumacher geht in die juristische Offensive. Der 27-jährige Schwabe aus Nürtingen verklagt die Französische Anti-Doping-Agentur AFLD auf Verleumdung. Das kündigte der zweifache Tour-de-France-Etappensieger und Träger des Gelben Trikots am Donnerstag auf seiner Homepage an. Sein Heidelberger Anwalt Michael Lehner ("Meine Arbeitsgrundlage ist: Er hat nicht gedopt") beauftragte nach einem Gespräch mit der AFLD in Paris eine französische Kanzlei mit der Wahrnehmung der Rechte.

Dem Milram-Radrennstall droht aufgrund der anhaltenden Dopingdiskussionen das Aus. Der Hauptsponsor Nordmilch AG bestätigte einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wonach man das Engagement derzeit prüfe. Nach Angaben des Blattes klären Rechtsanwälte derzeit, ob ein Ausstieg aus dem Vertrag mit Teamchef Gerry van Gerwen bereits vor dem Ablauf Ende 2010 möglich ist. Die Nordmilch AG engagiert sich derzeit mit etwa acht Millionen Euro bei dem einzig verbliebenen deutschen Profi-Radteam. Der Rückzug des Geldgebers wäre nach dem Aus des Gerolsteiner-Rennstalls der nächste herbe Schlag für den professionellen Radsport in Deutschland.

Eisschnellläufer, die über 1000 Meter in der Innenbahn starten, haben einen Zeitvorteil von 0,155 Sekunden gegenüber ihren Konkurrenten, die die Außenbahn gelost haben. Bei den Damen macht der Zeitbonus auf der Innenbahn sogar 0,210 Sekunden aus. Das ist das Ergebnis eines vom niederländischen Eislaufverband KNSB initiierten Forschungsprojektes der Universität Groningen unter der Leitung von Professor Gerard Siersma. "Das sind keine ehrlichen und gerechten Wettkampfbedingungen", beklagte danach KNSB-Sportdirektor Arie Kops.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat Informationen nicht bestätigt, wonach die Pay-TV-Rechte für die Bundesliga wieder an Premiere gehen. "Es ist noch nichts entschieden. Wir können dazu nichts sagen. Kein Kommentar", sagte ein DFL-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings wird die DFL nach eigenen Angaben voraussichtlich für Freitag zu einer Pressekonferenz einladen. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung (Donnerstagausgabe) bleibt für die Vergabe der Fernsehrechte von 2009/2010 an fast alles beim alten. Premiere werde weiter alle Spiele live zeigen, darunter auch die Partie am Samstagabend um 18.30 Uhr.

Mit einem Traumstart haben die deutschen Golf-Profis Martin Kaymar und Alexander Cejka ihre Ambitionen auf den Sieg beim 54. Weltcup im chinesischen Shenzhen unterstrichen. Nach einer 62er Runde zu Beginn hat das Duo, das den dritten Titelgewinn für Deutschland nach 1990 und 2006 anpeilt, mit zehn Schlägen unter Par die Führung in dem 28 Teams zählenden Teilnehmerfeld übernommen.

Mit einem Tor in Unterzahl hat der deutsche Eishockey-Nationalspieler Jochen Hecht seine Buffalo Sabres in der nordamerikanischen Profiliga NHL zum Sieg geschossen. Beim 3:2 gegen die Boston Bruins traf der gebürtige Mannheimer mit seinem zweiten Saisontreffer zum vorentscheidenden 3:1. Damit liegt Buffalo auf dem dritten Platz der Northeast Division, Boston bleibt dort Erster.

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(sueddeutsche.de/sid/dpa/aum)