Claudia Pechstein bricht ihr Schweigen, der FC Chelsea geht auf Einkaufs- und Tauschtour, ManU lehnt genau das ab, und der SC Freiburg testet Kakás kleinen Bruder.
Die wegen angeblichen Blut-Dopings gesperrte Claudia Pechstein hat schon nach fünf Tagen ihr Schweigen gebrochen und sich auf ihrer Homepage www.claudiapechstein.de über eine Behauptung des Doping-Experten Klaus Pöttgen beklagt. Der medizinische Direktor des Frankfurter Triathlons hatte am Sonntag in einem Zeitungs-Interview gesagt, Pechstein habe im März 2007 einmal auch den zulässigen Grenzwert für Hämoglobin von 16,0 überschritten. "Bis zu meiner bereits angekündigten, aber noch nicht terminierten Pressekonferenz habe ich mir ja eigentlich selbst einen Informationsstop auferlegt. Wenn allerdings die Blutwerte meiner Dopingkontrollen falsch interpretiert werden, dann muss ich mich doch zur Wort melden. Denn mit jeder Falschmeldung wird meine Reputation weiter zerstört, dass ist für mich ein nicht akzeptabler Zustand", schreibt Pechstein. "Der von der ISU festgelegte Hämoglobin-Grenzwert von 16,5 wurde bei dieser Messung am 1. März 2007 nicht überschritten. Er lag bei 16,1." 16,5 habe sie nur einmal, nämlich am 6. Februar 2004 erreicht; drei Tage später sei der Wert wieder bei 13,7 gewesen.
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Claudia Pechstein bricht ihr Schweigen - und wehrt sich gegen die Vorwürfe der Doping-Experten. (© Foto: dpa)
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Obwohl der italienische Meister Inter Mailand Zlatan Ibrahimovic für unverkäuflich erklärt hatte, gibt es für den Stürmerstar offenbar weiterhin reichlich Angebote. Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, bietet der englische Pokalsieger FC Chelsea 58 Millionen Euro Ablösesumme für den Schweden. Darüberhinaus bietet der Klub des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch die portugiesischen Stars Deco und Ricardo Carvalho, deren Transferwert zusammen auf 20 Millionen Euro geschätzt wird.
Fußball-Bundesligist SC Freiburg will den "Mini-Kaká" verpflichten und plant damit knapp vier Wochen vor Saisonbeginn einen spektakulären Coup. Der Aufsteiger testet im Trainingslager im österreichischen Schruns derzeit den brasilianischen Verteidiger Digao vom italienischen Renommierklub AC Mailand und scheint von den Qualitäten des rund drei Jahre jüngeren Bruders von Real Madrids Superstar Kaka bereits überzeugt zu sein. "Er hat sich gut bewegt und zahlreiche Zweikämpfe gewonnen. Der erste Eindruck war positiv", sagte SC-Coach Robin Dutt.
Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer hat im clubinternen Streit um die Finanzen Fehler eingeräumt. Dass der Vorstandschef des Bundesligisten, Heribert Bruchhagen, "überraschende Geldabflüsse" bemängelte und dadurch die Fußball AG geschwächt sieht, will Fischer nicht kommentieren. "Aber ich räume zwei Fehler ein, die ich gemacht habe", sagte der 55-Jährige in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Zum einen haben wir die Mehrkosten in den Sitzungen mit den Kollegen in AG und Vorstand schlecht dokumentiert, und zum anderen haben wir es nach außen schlecht kommuniziert." Als Präsident werde er versuchen, künftig solche Fehler nicht mehr zuzulassen.
Die Basketball-Bundesliga (BBL) drängt auf schnelle Gespräche mit dem Insolvenzverwalter der Köln 99ers und prüft einen Ausschluss der Rheinländer. "Der Insolvenzantrag ist ein deutliches Zeichen, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht gegeben ist. Das wäre ein Grund für uns, den Teilnahmerechtsvertrag zu kündigen, unabhängig davon, was der Insolvenzverwalter sagt", erklärte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er will bis spätestens Dienstagvormittag das weitere Vorgehen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter des Meisters von 2006, Norbert Heimann, absprechen.
Der englische Fußball-Meister Manchester United verzichtet auf weitere Spieler-Einkäufe. Als Grund für diese Entscheidung gab Trainer Alex Ferguson am Montag die inflationären Ablösesummen an, die abgebende Vereine für ihre Stars fordern. Der Coach nannte in diesem Zusammenhang Real Madrid, das in diesem Sommer bisher rund 220 Millionen Euro für neue Akteure ausgegeben hat.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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- Sport in Kürze Krach um Beckham 12.07.2009
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(sueddeutsche.de/sid/dpa/aum)
Totilas und sein Reiter
Interessant, dass viele Spitzensportler, einmal auffällig geworden, plötzlich an irgendwelchen Krankheiten oder genetischen Anomalitäten leiden. Oder mit 37 Jahren, trotz angeblicher Krankheiten oder genetischer Anomalitäten, noch zu sportlichen Leistungen fähig sind, vor denen ein 25-jähriger nur den Hut ziehen kann. Aber wahrscheinlich trainieren Menschen mit Krankheiten oder genetischen Anomalitäten nur härter. ;-)
@Al-Do, jeder hat die Freiheit, sich nichts im Fernsehen anzusehen, von dem er glaubt, verdummt zu werden. Ich sehe mir z.B.keine Tour de France und keine Olympiaden mehr an. Das Problem, das ich aber sehe, ist, dass ich auch den sog. Antidopinginstitutionen nicht mehr traue. Und ich sehe die Gefahr, dass auch einmal jemand von den Antipopinginstitutionen zuunrecht verurteilt wird. Hier gilt für mich IMMER die Unschuldsvermutung - auch für eine Claudia Pechstein! Anders ist dagegen die Situation um Lance Armstrong. Der hat nach seiner Hodenkrebserkrankung einen ärztlichen Freibrief, sich zum Ausgleich mit Zusatzhormonen zu versehen. Und er kann das alles ganz öffentlich machen. Irgendwann hat er auch einmal den Fehler begangen und Epo genommen. Das wird ihm nicht mehr passieren. Er wird nur noch ganz "legal" dopen. Die Tourverantwortlichen aber sehen über das ganze Gedope von Herrn Armstrong hinweg; auch über das vom Contador, gegen den genau so viel vorliegt wie gegen Jan Ullrich. Ullrich ist aber gesperrt worden, weil er nicht in Spanien lebt, sondern in der Schweiz. So fahren nun alle die Oberdoper fröhlich im Astana-Stall, lassen die Dopingkontrolleure stundenlang warten und am Ende wird der gewinnen, der am geschicktesten, also am wirkungsvollen dopt. Mal sehen, ob das Armstrong wird oder Contador! Bei Claudia Pechstein aber glaubt man - auch Sie, Aldo - , dass die ja sowieso den wesentlichen Teil ihrer Karierre hinter sich hat. Da kann man auch schon einmal ein Fehlurteil riskieren! Und da trete ich ein und fordere die Unschuldvermutung! Für Claudia Pechstein! Das wär´s!
Wenn ein Lance Armstrong nicht belangt werden kann, weil er sich offenbar immer sehr geschickt angestellt hat, dann darf ich davon ausgehen, dass es noch viele mehr mit den Fähigkeiten eines Lance Armstrong gibt und genauso wenig, wie ich einem Fremden niemals eine voll Geldbörse einfach so anvertrauen würde, kann ich Sportlern trauen und wenn sie noch so sehr beteuern, dass sie mit dem ganzen Geld ganz schnell wieder zurück kommen werden. Sie sind in dem Moment einfach nicht mehr in der Lage, mir soviel Vertrauen abzugewinnen.
Trotzdem sollte man mit Steinewerfen vorsichtiger sein. Nachdem ein Lance Armstrong nicht belangt wird, ist für mich zunächst JEDER Athlet sauber!
Noch ein Wort und es wird advokatisch!
Ansonsten verwahre ich mich gegen den Vorwurf der Diskriminierung. Solange in unserem Land noch Meinungsfreiheit besteht, erlaube ich mir meine Einschätzung zu einer Sache zu äußern. Ich habe nicht behauptet, dass CP jemals gedopt hat. Solange sie immer unter den Grenzwerten blieb, kann man ihr das doch auch nicht vorwerfen, obwohl es schon ein seltsames Gefühl hervorruft, wenn sie ab und zu so ganz nah an die noch erlaubten Grenzen ran kommt. So nah, dass sie in anderen Sportarten schon vorsorglich aus dem Verkehr gezogen worden wäre.
Aber vielleicht erklärt sich auch das aus einer Krankheit oder eine genetischen Anomalität.
Gerne warte ich ab, was in diesem Fall noch raus kommt.
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