Bayern-Stürmer Ivica Olic bekräftigt Wechselabsichten, auch Sportdirektor Christian Nerlinger zeigt sich gesprächsbereit. Borussia Dortmund hofft auf Einsatz von Marcel Schmelzer in München, Juventus Turin will Meistertitel von 2006 einklagen, 1860-Stürmer Kevin Volland wechselt erst im Sommer nach Hoffenheim. Sport kompakt
Bundesliga, FC Bayern: Stürmer Ivica Olic vom Bundesligisten Bayern München hat seine Wechselabsichten im Winter nach dem 3:0 der kroatischen Nationalmannschaft in den EM-Playoffs gegen die Türkei erneut bestärkt. "Das Spiel bestätigt meine Meinung. Wenn sich meine Situation nicht ändert, versuche ich, im Winter zu wechseln", sagte der 32-Jährige. Angeblich soll es für den Nationalspieler, dessen Vertrag in München im Juni 2012 endet, Anfragen aus Spanien und England geben. "Ich kann noch zwei Jahre auf hohem Niveau spielen", sagte Olic, der am Freitag in seinem ersten Länderspiel nach über einem Jahr den Führungstreffer für Kroatien erzielt hatte. Er habe nun gesehen, "wie schön es ist, von Anfang an zu spielen".
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Ivica Olic kann sich einen Wechsel in der Winterpause vorstellen. (© dapd)
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Beim deutschen Rekordmeister stand Olic nach langer Verletzungspause in dieser Saison noch nie in der Startelf. Sportdirektor Christian Nerlinger hat nach einem "guten Gespräch" mit dem Olic einen vorzeitigen Abgang des Kroaten nicht ausgeschlossen. Zwar sei grundsätzlich nicht geplant, Spieler im Winter abzugeben. Aber "man muss sich mit jedem Fall individuell auseinandersetzen", wird Nerlinger im kicker zitiert.
Bundesliga, Borussia Dortmund: Titelverteidiger Borussia Dortmund hofft im Topspiel der Bundesliga am Samstag bei Tabellenführer Bayern München auf den Einsatz von Marcel Schmelzer. Nach BVB-Angaben vom Montag laboriert der Linksverteidiger an einer Zerrung der linken Wade. Die Verletzung hatte er sich beim Training mit der Nationalmannschaft in der vergangenen Woche zugezogen. "Es ist unser Ziel, dass Marcel am Samstag wieder einsatzfähig ist", sagte BVB-Teamarzt Markus Braun nach einer Untersuchung im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel. Schmelzer konnte schon beim 3:3 der DFB-Auswahl am vergangenen Freitag in Kiew gegen Gastgeber Ukraine wegen seiner Wadenblessur nicht dabeisein und fällt auch für das Länderspiel an diesem Dienstag in Hamburg gegen die Niederlande aus.
Italien, Juventus Turin: Der italienische Rekordchampion Juventus Turin will sich den Meistertitel 2006 vor Gericht von Inter Mailand zurückholen. Die Turiner reichten am Montag bei einem Verwaltungsgericht in Rom Klage gegen den italienischen Fußballverband FIGC und Inter ein. Neben dem Titel verlangt Juve auch eine Entschädigung in Millionenhöhe. Turin war der Meistertitel 2006 aufgrund seiner Verwicklung in den Manipulationsskandal aberkannt worden. Der Fußballverband hatte im vergangenen Juli die von den Turinern geforderte Rückgabe des Titels abgelehnt und sich für nicht zuständig erklärt. Juventus war der Titel wegen der Machenschaften des damaligen Managers Luciano Moggi aberkannt worden. Moggi hatte mit Hilfe einflussreicher Kontakte zu den Schiedsrichter-Koordinatoren und zu Unparteiischen Ligaspiele zugunsten von Juve manipuliert.
DFB, Sicherheitsgipfel: Die Vereine mehr in die Pflicht nehmen, Fanprojekte stärker fördern, Pyrotechnik nicht legalisieren, vor allem aber: den Dialog fördern - dies sind die zentralen Aussagen des Runden Tisches zum Thema Gewalt im Fußball. "Der Dialog mit den Fans ist ein Schlüsselfaktor, um dem Problem Herr zu werden", sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) im Anschluss an die Gesprächsrunde am Montag, an der Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Ligaverbandes (DFL), Kommunaler Spitzenverbände sowie der vom DFB mitfinanzierten Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) teilgenommen hatten. Konkrete neue Ergebnisse wurden indes nicht mitgeteilt - weil sowohl Friedrich als auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, zu dem Ergebnis kamen, dass es sich bei den "Problemfans" um eine Zahl im "Promillebereich" handele.
Fußball, Irland: Giovanni Trapattoni will Irland nach der fast perfekten EM-Qualifikation auch noch zur Fußball-WM 2014 in Brasilien führen. "Wir haben jetzt ein starkes und junges Team. Ich wäre enttäuscht und verärgert, wenn ich gehen müsste", sagte der 72-Jährige vor dem EM-Playoff-Rückspiel gegen Estland am Dienstag in Dublin. Das Hinspiel hatten die Iren 4:0 gewonnen, das Ticket für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ist nur noch Formsache. "Wir können diese Leistung in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Brasilien wiederholen", versprach Trapattoni. Sein Vertrag läuft nach der EM aus. Der Italiener ist seit 2008 Trainer der Iren. Es gilt als sicher, dass Trapattoni auch nach der EM sein Amt in Irland behalten darf. Allerdings werde er bei einer Vertragsverlängerung wohl einer Gehaltskürzung zustimmen müssen, berichteten Medien.
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