Sport kompakt Meister-Showdown in Manchester
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Manchester City ist nach einem Erfolg gegen Newcastle nur noch einen Sieg vom Titel entfernt - doch United hofft noch, Floyd Mayweather jr. gewinnt auch seinen 43. Profikampf, Klose kehrt bei Lazio Rom erfolgreich zurück, der THW Kiel schafft das Double, Usain Bolt bleibt zu Beginn der Saison über 100 Meter unter zehn Sekunden.
Fußball, Premier League: Manchester City ist nur noch einen kleinen Schritt vom ersten Meistertitel seit 44 Jahren entfernt. Das Team von Roberto Mancini nahm am Sonntag mit einem 2:0-Erfolg die vermeintlich letzte große Hürde Newcastle United - Yaya Tore gelangen dabei beide Treffer. Damit geht City dank des um acht Treffer besseren Torverhältnisses im Vergleich zu Rekordmeister Manchester United hauchdünn als Spitzenreiter in den 38. und letzten Spieltag. Der von Alex Ferguson trainierte Stadtrivale zog am Abend mit einem 2:0 im heimischen Old Trafford gegen Swansea City nach Punkten gleich (beide 86). "Sie haben jetzt wahrscheinlich zwei Hände an der Trophäe", hatte Ferguson schon vor der United-Partie gesagt und die 20. Meisterschaft für seine Red Devils schon so gut wie abgeschrieben. Mancini bremste dagegen die Euphorie: "Das ist noch nicht genug. Mein Gefühl wird erst nach dem nächsten Wochenende gut sein."
Yaya Toure (li.) erzielte gegen Newcastle beide Treffer für Manchester City.
(Foto: REUTERS)Citys letzte Partie der Saison am kommenden Sonntag ist eine Heimspiel gegen die Queens Park Rangers, United tritt beim AFC Sunderland an - beides lösbare Aufgaben. Im Kampf um die Champions-League-Plätze leistete sich der FC Arsenal im 900. Pflichtspiel unter Coach Arsène Wenger einen Patzer beim 3:3 zu Hause gegen Norwich City. Die Rivalen konnten das aber nicht ausnutzen - weder Tottenham Hotspur, das nur zu einem 1:1 bei Aston Villa kam, noch das Überraschungsteam von Newcastle um den Ex- Freiburger Papiss Demba Cissé. Die Gunners liegen als Dritter mit 67 Punkten einen Zähler vor Tottenham (66) und zwei vor den Magpies (65).
Basketball, BBL: Der frühere Serienmeister Alba Berlin hat sich bei seinem Auftakt in die Play-offs der Basketball-Bundesliga keine Blöße gegeben. Gegen die s.Oliver Baskets Würzburg setzten sich die "Albatrosse" am Sonntag vor allem dank einer starken ersten Halbzeit verdient mit 75:67 (44:31) durch. In der Viertelfinal-Serie nach dem "Best-of-five"-Modus gingen die Berliner damit 1:0 in Führung. Das zweite Spiel findet am Mittwoch (19.00 Uhr) in Würzburg statt. "Das war ein sehr schweres Spiel. Der Sieg ist sehr wichtig, um in die Serie zu kommen, denn gegen Würzburg wird es insgesamt sehr schwer. Um dort auswärts zu bestehen, müssen wir uns steigern", sagte Albas Point Guard DaShaun Wood. Bester Werfer bei Alba war Bryce Taylor, der 19 Punkte beisteurte. Bei den Gästen zeigte sich Alex King mit 13 Zählern am treffsichersten.
Basketball, NBA: Die Chicago Bulls stehen in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga vor dem frühen Aus in der ersten Playoff-Runde. Das beste Team der Hauptrunde verlor am Sonntag beim 82:89 bei den Philadelphia 76ers die dritte Partie nacheinander und liegt in der Best-of-Seven-Serie mit 1:3 zurück. Philadelphia kann bereits am Dienstag (Ortszeit) in Chicago den entscheidenden vierten Sieg schaffen und damit erst als fünfter Club in der NBA-Geschichte ein topgesetztes Team in der ersten Runde ausschalten. Neben dem verletzten Aufbauspieler Derrick Rose (Kreuzbandriss) mussten die Bulls auch auf ihren französischen Center Joakim Noah mit einer Knöchelblessur verzichten. Chicago hatte in Carlos Boozer (23 Punkte) seinen besten Werfer. Für die 76ers konnte unter anderem Spencer Hawes mit 22 Punkten und acht Rebounds überzeugen.
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Unterdessen wollen die Dallas Mavericks von Dirk Nowitzki trotz des bitteren Erstrundenaus weiter mit Trainer Rick Carlisle arbeiten. "Er mag uns, wir mögen ihn und solche Situationen funktionieren üblicherweise", sagte General Manager Donnie Nelson am Sonntag, "Rick geht nirgendwo hin. Es ist sicherlich nicht die Zeit und der Ort jetzt bei diesem Thema in die Tiefe zu gehen, aber ich kann nicht absehen, dass sich die Situation ändert." Der Meister aus Dallas war zum Auftakt der K.o.-Runde in der nordamerikanischen Profiliga mit 0:4 an den Oklahoma City Thunder gescheitert. Coach Carlisle hatte die Texaner 2008 übernommen und in der vergangenen Saison zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte geführt. Sein Vertrag endet nach dieser Spielzeit.
Boxen, WM: Floyd Mayweather ist auch nach seinem 43. Kampf als Profiboxer unbesiegt und holte sich durch einen einstimmigen Punktsieg gegen Titelverteidiger Miguel Cotto aus Puerto Rico den WBA-Titel im Superweltergewicht. Der 35-jährige Mayweather ist zudem WBC-Champion im niedrigeren Weltergewicht. Nach dem Kampf im Spielerparadies Las Vegas werteten zwei Punktrichter den Fight mit 117:111, einer hatte ein 118:110 auf dem Zettel. Mayweather, der nach manny Pacquiao als bester Pound-for-pound-Boxer gilt, war im Duell mit Miguel Cotto zunächst dominant.
Mit seinen gewohnt schnellen Händen bestimmte er das Tempo, ehe Cotto besser in den Kampf kam. Nach Runde sechs kehrte Mayweather mit einer blutigen Nase in seine Ecke zurück, änderte seine Taktik und diktierte das Geschehen fortan mit schnellen rechten Jabs aus der Distanz. Für Cotto war es die dritte Niederlage im 40. Kampf. Der Kampf in der MGM Grand Arena in Las Vegas war nur dadurch möglich geworden, dass Floyd Maywaether ein Haftaufschub gewährt worden war. Eigentlich hätte er am Freitag eine 90-tägige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt und Belästigung antreten müssen, hatte aber vor Gericht einen Aufschub bis Juni erwirkt.
2. Liga, St. Pauli: Trainer Andre Schubert steht beim FC St. Pauli vor dem Aus. Zwar wies der Verein einen Bericht der Sport Bild über eine sofortige Freistellung von Trainer Andre Schubert als "sachlich falsch" zurück, wie es Präsident Stefan Orth am Sonntagabend formulierte. Dennoch stehen die Zeichen auf Trennung. St. Pauli hat nach dem letztjährigen Abstieg aus der 1. Liga den direkten Wiederaufstieg verpasst. Trotz eines 5:0-Sieges am letzten Spieltag gegen den SC Paderborn reichte es nicht mehr zur Teilnahme an der Relegation. Schubert hatte den Klub im vergangenen Sommer von Holger Stanislawski übernommen. Der Vertrag des 40-Jährigen läuft noch bis Sommer 2013.
Fußball, England: Manchester City befindet sich in der englischen Premier League weiter auf Titelkurs: Die Mannschaft von Teammanager Roberto Mancini gewann am 37. und vorletzten Spieltag bei Newcastle United 2:0 (0:0). Afrikas Fußballer des Jahres, der Ivorer Yaya Toure, erzielte in der 70. und 89. Minute beide Tore. Die Vorarbeit zum 1:0 leistete Sergio Agüero, das 2:0 bereitete Gael Clichy vor. Damit hatte Titelverteidiger Manchester United am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen Swansea City nur die Möglichkeit, mit dem Lokalrivalen nach Punkten wieder gleichzuziehen. In der Tordifferenz liegt City derzeit mit neun Treffern vorn. Der FC Arsenal muss indes unverhofft um die direkte Qualifikation für die kommende Champions-League-Spielzeit bangen. Trotz der Saisontreffer Nummer 29 und 30 des niederländischen Vize-Weltmeisters Robin van Persie kam der 13-malige englische Meister am Samstag nicht über ein 3:3 (1:2) gegen Außenseiter Norwich City hinaus. Newcastle verpasste es am Sonntag allerdings, an Arsenal vorbeizuziehen Steve Morison (85.) erzielte den späten Ausgleich für Norwich, nachdem van Persie (72./80.) das Spiel für Arsenal zunächst gedreht hatte.
Eishockey, WM: Topfavorit Russland hat Norwegen 4:2 (0:0, 3:2, 1:0) niedergekämpft und damit bereits den zweiten Sieg im Turnier eingefahren. Am Sonntag leisteten die Skandinavier im Stockholmer Globen allerdings erstaunlich lange Widerstand gegen die mit NHL-Größen gespickte Sbornaja. Pawel Datsiuk von den Detroit Red Wings, der im Halbfinale 2010 mit seinem Siegtreffer 100 Sekunden vor Schluss Deutschland aus dem Turnier geschossen hatte, eröffnete diesmal mit seinem Treffer in der 22. Minute den Torreigen. Auch Gastgeber Finnland gewann sein zweites Spiel. Wie schon gegen Weißrussland reichte den Titelverteidigern in Helsinki ein 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) gegen die Slowakei. Janne Personen erzielte in der 8. Minute den Treffer des Tages. 12.855 Zuschauer sahen in der Hartwall-Arena verzweifelt anrennende Slowaken, die aber am Ende verdient ihre zweite Turnierniederlage einsteckten. Derweil besiegte Italien überraschend Dänemark nach Verlängerung 4:3 (2:0, 1:3, 0:0, 1:0). Nachdem die Azzurri bei der Niederlage gegen Deutschland am Freitag noch keinen Treffer landen konnten, war es diesmal Giulio Scandella, der in der 61. Minute das entscheidende Tor erzielte. Kurz zuvor konnten die Franzosen mit dem 6:3 (3:1, 1:1, 2:1) gegen Kasachstan ihren ersten Sieg einfahren.
Handball, DHB-Pokal: Der THW Kiel hat zum siebten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Double gewonnen. Fünf Tage nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft sicherten sich die Zebras am Sonntag auch den DHB-Pokal. In der Neuauflage des Vorjahresfinales besiegte der THW die SG Flensburg-Handewitt vor 13.056 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Hamburg mit 33:31 (15:15) und verteidigte damit seinen Titel erfolgreich. Für die Kieler ist es der fünfte Pokalsieg seit 2007 und der achte insgesamt. Kiel, das mit einem Sieg in der Champions League in drei Wochen nun auch das Triple perfekt machen kann, hatte sich durch ein 27:25 gegen Ex-Meister HSV Hamburg für das Endspiel qualifiziert. Flensburg hatte im Halbfinale am Samstag gegen den TuS N-Lübbecke mit 29:24 gewonnen.
Radsport, Giro d'Italia: Weltmeister Mark Cavendish hat auf beeindruckende Weise die zweite Etappe des diesjährigen Giro d'Italia gewonnen. Der britische Radprofi setzte sich am Sonntag im dänischen Herning in einem langen Endspurt durch. Nach 206 Kilometern verwies der Ausnahmesprinter dank seines Stehvermögens Matthew Goss aus Australien und dem Franzosen Arnaud Démare auf die Plätze. Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte Auftaktsieger Taylor Phinney aus den USA. Der BMC-Fahrer kam trotz eines Defekts kurz vor Ziel noch mit dem Hauptfeld um Sieger Cavendish an.
Fußball, Miroslav Klose: Miroslav Klose hat nach fast sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback in der italienischen Fußball-Meisterschaft gefeiert. Der deutsche Nationalstürmer wurde beim 2:0-Sieg der Römer bei Atalanta Bergamo am Sonntag in der 65. Spielminute eingewechselt. Zum Saisonfinale am 13. Mai gegen Inter Mailand soll er wieder von Beginn an stürmen und Lazio doch noch auf Platz drei und damit in die Champions League schießen. Die Römer liegen derzeit zwei Punkte hinter dem Tabellendritten Udinese Calcio. DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hatte am Freitag grünes Licht für die Rückkehr des 33-Jährigen gegeben. Klose hatte sich am 22. März einen Riss im Beugemuskel des linken Oberschenkels zugezogen. Seitdem kämpfte er für sein rechtzeitiges Comeback für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. In seinem Geburtsland Polen will der Top-Stürmer des DFB seine Karriere krönen. Am Montag benennt Bundestrainer Joachim Löw seinen vorläufigen EM-Kader, zu dem Klose trotz der langen Pause sicher zählen wird.
Fußball, Polen: Slask Breslau ist zum zweiten Mal nach 1977 polnischer Fußball-Meister. Das Team aus dem EM-Spielort setzte sich am letzten Spieltag mit 1:0 beim Vorjahres-Meister Wisla Krakau durch. In der Abschlusstabelle hatte Breslau am Ende einen Punkt Vorsprung vor Ruch Chorzow.
Motorsport, DTM: Bruno Spengler hat das zweite Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) am Sonntag auf dem Lausitzring gewonnen. Der Kanadier bescherte BMW damit den ersten DTM-Sieg seit fast 20 Jahren. Zweiter wurde Hockenheim-Sieger Gary Paffett, der die Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Der Brasilianer Augusto Farfus belegte im BMW den dritten Platz vor dem Briten Jamie Green im Mercedes. Bester Audi-Pilot war der Schwede Mattias Ekström auf Rang fünf. BMW war erst in dieser Saison nach 20 Jahren Pause in die DTM zurückgekehrt. Für die Münchner war es der insgesamt 50. DTM-Erfolg, inklusive Einladungsrennen. Für den bis dahin letzten BMW-Sieg in der DTM hatte der Italiener Roberto Ravaglia am 11. Oktober 1992 in Hockenheim gesorgt.
Leichtathletik, Weltrekord: Der Kenianer Dennis Kimetto hat beim Berliner Straßenlauf "Big 25" am Sonntag einen Weltrekord über 25 Kilometer aufgestellt. Kimetto durchlief nach 1:11,18 Stunden die Ziellinie im Olympiastadion und brach damit die zwei Jahre alte Bestmarke um 32 Sekunden. Schnellste Frau war Kimettos Landsfrau Caroline Chepkwony. Sie erzielte in 1:22,56 Stunden ebenfalls eine Spitzenzeit. Deutsche Athleten waren über die 25-Kilometer-Distanz nicht am Start.
Tischtennis, Europapokal: Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov stehen mit ihren Klubs kurz vor dem Gewinn des Europapokals. Der WM-Dritte Boll steuerte zwei Punkte zum 3:1-Erfolg von Borussia Düsseldorf im Finalhinspiel des ETTU-Cups bei Vaillante Sports Angers bei. Den dritten Punkt holte Bolls Doppelpartner Christian Süß, nachdem Vize-Europameister Patrick Baum sein Auftaktmatch im Westen Frankreichs verloren hatte. In der Champions League siegte Ovtcharov mit Fakel Orenburg im ersten Teil des russischen Finals bei TTSC Jekaterinenburg deutlich 3:0. Für Ovtcharov wäre es der zweite Triumph in der Königsklasse, die er zuletzt 2009 mit Borussia Düsseldorf gewonnen hatte. Die Rückspiele finden jeweils in zwei Wochen statt. Bei den Frauen könnte erstmals ein deutscher Klub die Champions League gewinnen. Der TTC Eastside Berlin setzte sich am Freitagabend gegen den als Favoriten eingestuften SVS Ströck aus Österreich 3:2 durch. 2008 und 2009 hatte der FSV Kroppach seine Finals verloren.
Leichtathletik, 100 Meter: Olympiasieger Usain Bolt ist mit 9,82 Sekunden auf 100 Metern bei den Jamaica International Invitational in die neue Saison gestartet. Das Rennen am Samstag war sein erster Wettbewerb auf dieser Distanz im laufenden Jahr. Zugleich war es die schnellste Zeit auf 100 Metern in diesem Jahr. Zweiter wurde Bolts jamaikanischer Landsmann Michael Frater.
Fußball in England, FA-Cup-Finale: 14 Tage vor dem Champions-League-Finale gegen Bayern München hat der viermalige englische Meister FC Chelsea zum siebten Mal den FA Cup gewonnen. Im 131. Endspiel um die älteste Fußball-Trophäe der Welt bezwangen die "Blues" den FC Liverpool 2:1 (1:0) und sicherten sich den Titel zum vierten Mal in den vergangenen sechs Jahren. Damit ist Chelsea für die kommende Europa-League-Saison qualifiziert.