Stuttgarter Torwart spekuliert weiter auf Rückkehr ins DFB-Tor, "Doping-Nest" in Wien offenbar lange bekannt, Italiens Fußballer müssen auf ihr Gehalt warten. Sport kompakt

Jens Lehmann hat in der neu entflammten Debatte um den Platz im Tor der deutschen Fußball-Nationalelf nachgelegt. "Meine Aussage, dass ich abwarte, ob Bedarf sein wird, bleibt bestehen", sagte der 39 Jahre alte Keeper des VfB Stuttgart dem kicker. Lehmann, der im EM-Finale 2008 sein letztes Länderspiel bestritt, spekuliert auf eine Rückkehr bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im kommenden Jahr. Bundestrainer Joachim Löw hatte der Hoffnung des Routiniers auf ein Comeback zuletzt neue Nahrung gegeben. Zwar sei Lehmann "jetzt kein Thema", sagte Löw. "Aber natürlich kann es Verletzungen oder auch Formkrisen geben", fügte der Coach hinzu. Allerdings betonte Lehmann auch: "Sowohl Manuel Neuer als auch Rene Adler haben sehr, sehr großes Potential. Es wird ein Spaß zu sehen, wie die beiden auf lange Sicht konkurrieren." Auch vom dritten Konkurrenten Robert Enke hält er sehr viel. "Er ragt bei Hannover heraus. Ihm wäre es zu gönnen, bei einer Spitzenmannschaft zu spielen", sagte er.

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Er ist noch da: Jens Lehmann möchte gerne noch die WM 2010 spielen. Aber nur, "wenn Bedarf ist", selbstverständlich. (© Foto: ddp)

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Illegale Blut-Transfusionen von Spitzensportlern in Österreich sind nach Ansicht von Rudy Pevenage seit Jahren ein "offenes Geheimnis gewesen". Das sagte der ehemalige Betreuer von Ex-Radprofi Jan Ullrich in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. "Im Radsport wussten viele schon vor drei Jahren, dass da in Wien ein Nest ist. Als ich von der Tour de France ausgeschlossen wurde, wusste ich, dass Fuentes nicht als Einziger in Spanien ein Netz gesponnen hatte", erklärte Pevenage weiter. Zur eigenen Verwicklung in die Affäre des mutmaßlichen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes sagte der 55-jährige Belgier nichts. ________________________________________________________________

"Für unsere Erfolge lohnt es sich, auch seine Zähne zu geben." (Eishockey-Meister Stefan Ustorf von den Eisbären Berlin, der im Februar von einem Puck getroffen wurde und dabei sieben Zähne eingebüßt hatte)

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Die internationale Wirtschaftskrise schlägt nun auch auf den italienischen Profi-Fußball durch. Im einstigen "Lire-Paradies" für Kicker müssen die meisten Fußballer mittlerweile monatelang auf ihre Gehälter warten: Die Zweitligisten aus Avelino und Treviso schulden ihren Spielern seit dem vergangenen Sommer alle Gehälter. Die meisten Serie B-Clubs sind immerhin rund drei Monate im Zahlungsrückstand, berichtete die italienische Profi-Fußballer-Gewerkschaft AIC. Nur vier Vereine zahlten einigermaßen pünktlich. Weniger klamm seien dagegen die Erstligisten. Aber auch hier hätten knapp die Hälfte der Vereine ihren Spielern bis Ende März erst die Januar-Gehälter ausgezahlt. Die übrigen Serie-A-Clubs wären dagegen maximal einen Monat im Rückstand. Angesichts der im Durchschnitt fürstlichen Entlohnung der Erstliga-Profis ist die Situation in der Top-Liga nicht problematisch. Schwieriger gestaltet sich das Fußballerleben allerdings in den dritten und vierten Ligen. 30 Prozent der Spieler verdienen dort nach Angaben der AIC lediglich etwas mehr als 1000 Euro im Monat. Und selbst auf diese moderaten Gehälter müssten die Profis monatelang warten. ________________________________________________________________

Der Weltfußballverband FIFA hat sich im Streit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA um die Melderegeln für Top-Profis vorerst durchgesetzt. Demnach dürfen die Aufenthaltsorte der Spieler für Doping-Proben in einer Testphase bis 2010 doch kollektiv gemeldet werden. Die von der FIFA, dem europäischen Dachverband UEFA und Profis wie Michael Ballack kritisierte individuelle Meldepflicht gilt nur in Sonderfällen. Darauf einigten sich FIFA und WADA bereits bei einem Treffen in der vergangenen Woche und teilten dies in identischen Erklärungen auf ihren Internetseiten mit. Inwiefern diese Regelung auch für andere Mannschaftssportarten gilt, ist noch unklar. ________________________________________________________________

Der deutsche Basketball-Star Dirk Nowitzki trifft mit den Dallas Mavericks in der ersten Play-off-Runde der nordamerikanischen Profiliga NBA auf die San Antonio Spurs. Die Texaner sicherten zum Abschluss der regulären Saison gegen die Houston Rockets durch den 95:84-Erfolg auch dank 30 Punkten des überragenden Nowitzki den sechsten Platz im Westen. Der zuvor gleichauf liegende Rivale New Orleans Hornets verlor bei den Spurs nach Verlängerung 98:105 und fiel hinter Dallas auf Rang sieben zurück. San Antonio holte durch den Erfolg auch den Titel in der Southwest Division. Die Play-offs beginnen am Samstag (18. April). Nowitzki sagte: "Eine gute Leistung von mir in den Playoffs ist sehr wichtig. Die Situation hat sich nicht verändert im Vergleich zu den letzten Jahren. Trotzdem müssen auch andere an ihrem Limit spielen, damit wir eine Chance haben, weit zu kommen." ________________________________________________________________

Für Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist die Formel 1 in ihrer jetzigen Form offenbar gescheitert. "Es wäre schön, wenn wir wieder ganz einfache Regeln haben könnten. Gewicht, Benzin, Anzahl der Reifen", sagte der Italiener im hauseigenen Ferrari-Magazin. Di Montezemolo, der auch Vorsitzender der Team-Vereinigung Fota ist, hofft, dass künftig alle Parteien an einem Strang ziehen: "Alle müssen jeweils ihre Aufgaben erfüllen. Das ist genau wie im Fußball, wo es einen Verband gibt und eine Liga. Alle arbeiten eng zusammen, damit die Regeln funktionieren und Spektakel und Einnahmen stimmen." Der Ferrari-Präsident plädierte erneut für geringere Kosten und höhere Einnahmen für die Teams. Was di Montezemolo dabei allerdings verschwieg: Ferrari ist seit Jahren eines der Teams mit dem größten Etat. In dieser Saison investieren die Italiener geschätzte 260 Millionen Euro. Ferrari ist nach den ersten beiden Rennen neben Force India der einzige Rennstall, der noch keinen Punkt gewonnen hat. Es ist der schlechteste Saisonstart der "Roten" seit 1992.

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Die deutschen Hallen-Europameister Sebastian Bayer und Ariane Friedrich sind zu Europas Leichtathleten des Monats März gewählt worden. Damit lagen erstmals deutsche Sportler bei der seit Januar 2007 elfmal pro Jahr stattfindenden Wahl vorn - und das gleich im Doppelpack. Der Bremer Weitspringer Bayer hatte sich mit seinem Europarekord von 8,71 m bei der Hallen-EM in Turin ins Rampenlicht katapultiert. Die Frankfurterin Friedrich (25) blieb in der gesamten Hallensaison ungeschlagen, stellte mit 2,05 die Jahres-Weltbestleistung auf und ließ Weltmeisterin Blanka Vlasic im Hallen-EM-Finale mit 2,01 m keine Chance. Für ihre Siege werden Bayer und Friedrich mit großen Porträts auf der Homepage des Europäischen Leichtathletik-Verbandes EAA belohnt. Die Wahl wurde von Journalisten, Fans und Experten der Sportart getroffen. Ihre Stimmen zählen jeweils zu einem Drittel.

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(dpa/sid/hum)