Die Spitze des Münchner Zweitligisten wehrt sich gegen Vorwürfe der Bayern. Russlands Nationalcoach erleichtert den Wechsel eines Stürmers. Sport kompakt

Nach der Verbalattacke von Uli Hoeneß haben die "Löwen" die Antwort im Münchner Fußball-Zwist geantwortet. "Wir werden Hoeneß widerlegen", sagte Rainer Beeck, Präsident des Zweitligisten TSV 1860 München, "und wir werden beweisen, dass die jüngsten Maßnahmen nicht der Anfang vom Ende sind, sondern der Start in eine hoffnungsvolle Zukunft." Dem Konter war ein Angriff von Hoeneß vorausgegangen. Der Manager des FC Bayern München hatte dem TSV 1860 nach dem Einstieg eines Investors den Untergang prophezeit. Das Engagement einer Berliner Investoren-Gruppe hat auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf den Plan gerufen. "Wir haben die Vertragsentwürfe seit zwei Tagen vorliegen und intensiv geprüft. In einigen Bereichen gibt es noch Klärungsbedarf", sagte DFL- Geschäftsführer Finanzen Christian Müller am Donnerstag in Frankfurt. Die Unternehmensgruppe Schwarzer hatte am Dienstag ihre Unterstützung in Millionenhöhe bei den 1860 öffentlich gemacht.

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Russlands Nationaltrainer Guus Hiddink sorgt sich um Andrej Arschawins Zukunft beim FC Arsenal. (© Foto: dpa)

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Russlands Fußball-Nationaltrainer Guus Hiddink hat seinen Stürmer-Star Andrej Arschawin nach dessen Wechsel von Zenit St. Petersburg zum FC Arsenal London von einem Trainingslager der Sbornaja vom 8. bis 12. Februar freigestellt. Der Niederländer will dem 27-Jährigen, der nach seinem Transfer zu Beginn dieser Woche noch Trainingsrückstand hat, die Chance geben, sich schneller beim englischen Premier-League-Klub einzugewöhnen. Der EM-Halbfinalist und Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft in der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika absolviert einen Lehrgang in der Türkei, ohne jedoch am kommenden Mittwoch ein Länderspiel auszutragen.

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Die Kosten für das Londoner Olympiastadion für die Spiele 2012 steigen weiter. Die britische Regierung teilte am Donnerstag mit, dass die Arena sich nach neuesten Schätzungen um weitere 22 Millionen Pfund (24,5 Millionen Euro) auf insgesamt 547 Millionen Pfund (610 Millionen Euro) verteuern wird. Damit haben sich die Kosten seit Beginn der Londoner Olympiabewerbung im Jahr 2004 fast verdoppelt. Damals waren 280 Millionen Pfund (312 Millionen Euro) veranschlagt worden. Auch bei anderen olympischen Sportstätten in der britischen Hauptstadt steigen die Kosten. Das Velodrom wird 25 Millionen Pfund (27,9 Millionen Euro) teurer und insgesamt jetzt 105 Millionen Pfund (117 Millionen Euro) kosten. Allerdings vermelden die Organisatoren auch einige Einsparungen an anderen Stellen, beispielsweise bei der Infrastruktur. Insgesamt sollen die Kosten für die Spiele noch innerhalb des zuletzt veranschlagten Budgets von 9,3 Milliarden Pfund (10,3 Millarden Euro) bewegen.

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Die Zukunft des Münchner Mittelfeldspielers Mark van Bommel, 31, ist weiter offen. Ein erstes Angebot des FC Bayern hat der Niederländer zwar abgelehnt, doch es steht noch nicht fest, ob er den deutschen Fußball-Rekordmeister verlässt oder nicht. Mit der geplanten Verpflichtung des Ukrainers Anatolij Timoschtschuk im Sommer 2009 wächst der Konkurrenzdruck für van Bommel. In den vergangenen Tagen war er unter anderem als Kandidat beim Hamburger SV und beim VfB Stuttgart im Gespräch. Stuttgarts Manager Horst Heldt dementierte das angebliche Interesse seines Klubs an van Bommel. "Er passt aus unterschiedlichen Gründen nicht in unser Beuteschema", sagte Heldt. "Er ist ein hoch geschätzter Spieler, aber unsere Philosophie ist es, den Nachwuchs zu fördern." ________________________________________________________________

Der Streit zwischen den Formel-1-Rennfahrern und dem Automobil-Weltverband FIA um die Superlizenzen spitzt sich zu. Die Fahrergewerkschaft GPDA kritisiert die ihrer Meinung nach zu hohen Gebühren für den Formel-1-Führerschein. Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) musste 2008 als Weltmeister beispielsweise 230.000 Euro zahlen, das waren 648 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nachdem die FIA die Preise vor dieser Saison nochmals angehoben hat, war der Aufschrei bei den Fahrern groß. Gerüchten zufolge plant die GPDA jetzt sogar einen Boykott, berichtet der Internetanbieter motorsport-total.com. Angeblich haben sich die Fahrer untereinander darauf verständigt, die Superlizenz vorerst nicht zu bezahlen oder zu unterschreiben, um eine gemeinsame Vorgehensweise absprechen zu können. FIA-Präsident Max Mosley bestätigte bei einem Mediendinner in London, dass bislang noch keine 2009er-Superlizenz unterschrieben sei. Der Brite stellte allerdings klar, dass er sich von der GPDA nicht erpressen lässt, und drohte mit ernsten Konsequenzen. "Jeder, der in Melbourne an den Start gehen will, braucht eine Superlizenz", sagte der 68-Jährige. ________________________________________________________________

Dem Ex-Schalker Zé Roberto tut der Wechsel zu seinem Heimatclub Flamengo Rio de Janeiro sichtlich gut: Der 28-jährige Profifußballer mit der Nummer 10 auf dem Rücken schoss am Mittwochabend (Ortszeit) gleich beim Auftaktspiel nach nur sechs Minuten das Führungstor für "Fla" im Maracaná-Stadion gegen den Club Mesquita. Während des Spiels überzeugte er durch Initiativen und zahlreiche Ballkontakte. Flamengo entschied das Spiel mit 4:1 deutlich für sich. Es war Robertos erstes Tor seit April 2008. Während seiner Zeit beim FC Schalke 04 bestritt er nur drei Bundesligaspiele und erzielte dabei nur ein Tor. Vor dem Spiel hatte Roberto gesagt: "Ich weiß, es ist ein großer Druck, die Nummer 10 zu tragen. Die Stunde ist gekommen, ich bin vorbereitet... Auch wenn ich weiß, dass mir noch etwas der Spielrhythmus fehlt, hoffe ich, dass ich gut spiele, der Mannschaft helfe und, wenn ich kann, ein Tor schieße." ________________________________________________________________

Dauer-Reservist Daniel Ljuboja ist beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart erneut in Ungnade gefallen. Teamchef Markus Babbel habe den Stürmer wegen mangelnder Disziplin aus dem Profi-Kader gestrichen, sagte ein VfB-Sprecher am Donnerstag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Der Serbe, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, dürfe vorerst nur noch mit der zweiten Stuttgarter Mannschaft trainieren. Der 30-Jährige steht seit einem Streit wegen überhöhter Gehaltsforderungen seit langem auf der Verkaufsliste des VfB. Zu Saisonbeginn hatte ihn der damalige Trainer Armin Veh nach einem Intermezzo beim VfL Wolfsburg jedoch begnadigt. ________________________________________________________________

Erst im Elfmeterschießen hat Juventus Turin das Halbfinale des italienischen Fußball-Pokals erreicht. Die Turiner, die den Cup zuletzt 1995 gewonnen hatten, setzten sich am Mittwochabend nach torlosen 120 Minuten mit 4:3 gegen den SSC Neapel durch. Juve trifft nun in der Vorschlussrunde am 4. und 22. März auf Lazio Rom, im anderen Halbfinal-Duell stehen sich Inter Mailand und Sampdoria Genua gegenüber. ________________________________________________________________

Der FC Liverpool ist im englischen Fußball-Pokal ausgeschieden. Der siebenmalige Cupsieger verlor am Mittwochabend das Wiederholungsspiel beim Lokalrivalen FC Everton mit 0:1 nach Verlängerung und verpasste damit den Einzug ins Achtelfinale. Der eingewechselte Dan Gosling erzielte in der 118. Minute das Siegtor für den Außenseiter, der nach einer gelb-roten Karte für Leiva Lucas ab der 76. Minute in Unterzahl spielte. Liverpools Kapitän Steven Gerrard musste bereits früh wegen einer Verletzung ausgewechselt werden. Die erste Partie der beiden Ortsrivalen war 1:1 ausgegangen. ________________________________________________________________

Vannes OC hat sensationell des Finale des französischen Fußball-Ligapokals erreicht. Als zweiter Zweitligist überhaupt sicherten sich die Bretonen ihren Platz im Endspiel durch ein 4:3 im Elfmeterschießen beim Erstligisten OGC Nizza. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Im Finale am 25. April trifft Vannes, Jugendverein von Chelsea-Superstar Didier Drogba, auf den fünfmaligen Meister Girondins Bordeaux. Der dreimalige Cupsieger gewann das zweite Halbfinale bei Paris St. Germain 3:0 und nahm PSG die Chance, die Trophäe vor heimischem Publikum zu gewinnen.

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(sueddeutsche.de/sid/dpa/aum/mikö)