Dortmunds Trainer hat seinen Vertrag verlängert, Kiels Welthandballer will das auf keinen Fall tun. Herthas Ebert wird zu den Amateuren strafversetzt.

Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Trainer Jürgen Klopp vorzeitig bis 2012 verlängern. "Die bisherige Saison hat gezeigt, dass es passt zwischen uns und Jürgen Klopp", erklärte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten, am Donnerstag. Der Vertrag zwischen dem 41-jährigen Coach und dem BVB war zunächst bis zum 30. Juni 2010 datiert. Klopp ist seit Beginn der aktuellen Spielzeit in Dortmund und liegt mit seiner Mannschaft auf Tabellenplatz neun. Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Michael Zorc will Watzke im Sommer führen. ________________________________________________________________

Bild vergrößern

Langfristige Bindung: Jürgen Klopp bleibt bis 2012 Trainer von Borussia Dortmund. (© Foto: Getty)

Anzeige

Das Verwirrspiel um die sportliche Zukunft von Welthandballer Nikola Karabatic geht in die nächste Runde. Auf seiner Internetseite teilte der Franzose mit, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag beim deutschen Meister THW Kiel definitiv nicht verlängern werde. "Ich habe Angebote von Barca, Ciudad und Montpellier," so der 24-Jährige. Die Tendenz gehe dabei zu seinem Heimatklub Montpellier HB, den er "Verein meines Herzens" nennt. Für die Heimat spricht die Nähe zur Familie. Bei Montpellier HB könnte Karabatic mit seinem Bruder auf Torejagd gehen, Luca Karabatic spielt dort als Kreisläufer. Außerdem leben die Eltern von Karabatic ebenfalls in Montpellier. Seinem Statement auf der Homepage war ein Interview mit der französischen Zeitung L'Equipe vorausgegangen, in dem Karabatic mit den Worten "Eins ist sicher: Ich werde nicht in Kiel bleiben" zitiert wurde. ________________________________________________________________

Fußball-Profi Patrick Ebert von Hertha BSC ist nach seinem nächtlichen Streifzug durch Berlin und den Ermittlungen wegen des Verdachts des Vandalismus von Trainer Lucien Favre aus dem Kader des Bundesliga-Tabellenführers gestrichen worden. "Patrick wird bis auf weiteres bei den Amateuren trainieren. Wie lange genau, kann ich noch nicht sagen. Er wird aber auf keinen Fall gegen Stuttgart im Kader sein", sagte Favre gegenüber Bild.de. Ebert und der Dortmunder Profi Kevin-Prince Boateng sollen in der Nacht zum Mittwoch dabei beobachtet worden sein, wie sie gegen 3.30 Uhr den Lack eines Auto zerkratzten und an weiteren Wagen die Außenspiegel abtraten. Ebert bestätigte zwar in Gesprächen mit seinem Klub, dass er gemeinsam mit Boateng zur besagten Zeit im Stadtbezirk Wilmersdorf von einer Polizeistreife angehalten worden sei, bestritt jedoch den Vorwurf der Sachbeschädigung vehement. ________________________________________________________________

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat gegen 121 Fans ein bundesweites Stadionverbot für drei Jahre ausgesprochen. Sie sind die Konsequenz aus den Auschreitungen rund um das Revierderby am 20. Februar gegen Borussia Dortmund (1:1). 119 Ausschlüsse richten sich gegen die BVB-Anhänger, die im Vorfeld des Spiels vor und auf dem Gelände der Schalker Arena randaliert haben sollen und vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen wurden. Gegen sie wird nun ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft Essen eingeleitet. Zudem hat der Bundesliga-Achte in seiner Arena erstmals ein Fangnetz vor der Nordkurve aufgehängt. Schalke reagierte damit darauf, dass beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln vor zwei Wochen wiederholt Gegenstände auf das Spielfeld geflogen waren und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) deshalb ein Verfahren einleitete. ________________________________________________________________

Werder Bremen will die Randalierer beim Uefa-Cup-Spiel in Saint-Etienne an den entstehenden Kosten beteiligen. "Wir werden alles in dieser Richtung unternehmen", sagte der Clubchef des Fußball-Bundesligisten, Klaus Allofs. Die Frage des Schadenersatzes sei juristisch zu klären. Zugleich kündigte Allofs Konsequenzen im eigenen Stadion an: "Wir werden die Kontrollen verschärfen. Es sind einige wenige. Denen geht es nicht um das Spiel." Die Video-Aufnahmen der französischen Polizei von den Zwischenfällen im Bremer Fan-Block beim 2:2 in Saint-Etienne werden an die deutschen Behörden übergeben. Drei Krawallmacher hatten mit bengalischem Feuer und abgefeuerten Raketen die anderen Zuschauer im Stadion Geofroy-Guichard gefährdet. Sie sollten bis Freitag in französischem Arrest bleiben. Werder will den Randalierern Stadionverbot erteilen. ________________________________________________________________

Der FC Bayern München treibt seine Personalplanungen voran. Kurz nach der Einigung über einen neuen Kontrakt für Kapitän Mark van Bommel gab der deutsche Fußball-Meister am Donnerstag auch die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Martin Demichelis bekannt. Der Innenverteidiger dehnte seinen Kontrakt bis zum 30. Juni 2012 aus. "Ich freue mich über die Einigung und möchte beim FC Bayern noch viel erreichen", sagte der 18-malige argentinische Nationalspieler auf der Internetseite des Vereins. Van Bommel wird den Münchnern mindestens bis zum Ende der Saison 2009/10 erhalten bleiben.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: "Ich war nie schuld. Nie. Nie. Nie."

Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...

(sueddeutsche.de/dpa/sid/mikö)