Sport kompakt Klinsmann wollte nicht länger der "good guy" sein

Bayern-Trainer Klinsmann räumt ein, seinen Führungsstil geändert zu haben. Savchenko/Szolkowy siegen bei der EM.

Nach den Rückschlägen zu Saisonbeginn hat Trainer Jürgen Klinsmann die Reißleine gezogen und seinen Führungsstil beim deutschen Fußball-Meister FC Bayern München deutlich verändert. "Die Hierarchie wurde sichtbarer", gestand der Coach im Rückblick auf die schwierigen ersten Wochen in seinem neuen Amt als Vereinstrainer in einem Interview der Wochenzeitung Die Zeit (Donnerstag-Ausgabe). "Ich konnte nicht länger immer nur der 'good guy' sein." Zunächst habe es im neuen Trainingszentrum an der Säbener Straße, wo Klinsmann vor knapp sieben Monaten die Nachfolge von Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld angetreten hatte, ein für alle offenes Trainerbüro gegeben. "Jeder hatte Zutritt, jeder wusste immer, wer da war." Als Konsequenz aus den zunächst ausbleibenden Erfolgen habe er sich dann nach den ersten Wochen ein Einzelbüro einrichten lassen: "Ich war nicht mehr für alle greifbar. Das war für alle gut", erinnerte sich Klinsmann. "Natürlich war ich in dieser Situation nicht entspannt."

Tommy Haas steht als einziger Deutscher in der dritten Runde.

(Foto: Foto: dpa)

Tommy Haas hat als einziger deutscher Tennisprofi die dritte Runde bei den Australian Open erreicht. Am Donnerstag scheiterten die letzten beiden Frauen Tatjana Malek (Bad Saulgau) und Sabine Lisicki (Berlin) sowie Michael Berrer aus Stuttgart und der Ravenburger Andreas Beck. Immerhin 20 deutsche Spieler standen am Montag beim Start des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres in den Hauptfeldern. Haas trifft nach seinem 6:1, 6:2, 6:1-Erfolg gegen den italienischen Qualifikanten Flavio Cipolla am Samstag auf den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal, gegen den er in drei vorherigen Partien noch nie einen Satz gewinnen konnte. Damit könnte das Turnier erstmals seit fünf Jahren in der entscheidenden zweiten Woche wieder ohne deutsche Beteiligung ausgetragen werden.

Ein schwerer Sturz von Skirennfahrer Daniel Albrecht hat den Beginn des Abschlusstrainings für die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel überschattet. Der mit der Nummer fünf gestartete Schweizer geriet beim Zielsprung in Rücklage und schlug aus mehreren Metern Höhe mit dem Rücken auf die Piste. Der 25-Jährige überschlug sich und blieb zunächst regungslos im Zielraum liegen, wo er 20 Minuten lang erstbehandelt und dann per Helikopter abtransportiert wurde. An der gleichen Stelle wie Albrecht war im vergangenen Jahr der Amerikaner Scott Macartney verunglückt und hatte vorübergehend in ein künstliches Koma versetzt werden müssen.

Zum dritten Mal hintereinander sind Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz Paarlauf-Europameister geworden. Die Weltmeister siegten bei den europäischen Titelkämpfen in Helsinki vor den Russen Yuko Kawaguchi und Alexander Smirnow sowie Maria Muchortowa und Maxim Trankow. Die deutschen Vize-Meister Maylin Hausch und Daniel Wende aus Oberstdorf und Essen belegten den achten Platz.

Trotz 30 Punkten von Basketball-Riese Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks eine hohe Niederlage einfahren müssen. Am Mittwoch (Ortszeit) verloren die "Mavs" in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gegen die Milwaukee Bucks mit 99:133. Charlie Villanueva holte für die Bucks ganze 32 Punkte, Michael Redd 27 Zähler. Nach Nowitzki als bester Werfer seines Teams folgten Josh Howard mit 19 und Jason Kidd mit 18 Punkten.

Das Staremsemble des AC Mailand hat sich für den Fußball-Bundesligisten Hannover 96 als eine Nummer zu groß erwiesen. Trotz einer vor allem in der ersten Halbzeit ansprechenden Leistung musste sich Hannover dem Uefa-Cup-Zwischenrundengegner von Werder Bremen mit 2:3 geschlagen geben. Vor 40.231 Zuschauern in der WM-Arena war Szbolcs Huszti nach zehn Minuten Hannovers Führung gelungen. In der zweiten Halbzeit konnte der italienische Ex-Meister die Partie durch Treffer von Andrej Schewtschenko und zwei Mal Filippo Inzaghi noch zu seinen Gunsten drehen. Mike Hanke hatte für Hannovers zwischenzeitliches 2:2 gesorgt.

Armin Emrich ist als Handball-Bundestrainer der Frauen zurückgetreten. Wie der Deutsche Handball-Bund am Mittwochabend mitteilte, steht der 57-Jährige aus persönlichen Gründen enicht länger für das Amt zur Verfügung. Über die Entscheidung habe er DHB-Präsident Ulrich Strombach bereits vor Beginn der seit 16. Januar laufenden Männer-WM informiert. Der DHB will über die Nachfolge mit Bedacht und Sorgfalt entscheiden. Unter seiner Regie hatte die deutsche Mannschaft seit 2005 WM-Bronze 2007 sowie die Halbfinals bei der EM 2006 und 2008 erreicht. Eine Enttäuschung war dagegen der elfte Platz bei Olympia 2008 in Peking.

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