In der Handball-Bundesliga bahnt sich der erste Millionendeal an. Die Fußball-Bundesligisten rüsten auf. Tennis-Ass Nadal mag keine Hartplätze. Sport kompakt.
In der Handball-Bundesliga bahnt sich der erste Millionentransfer an: Im Wechselpoker um Welthandballer Nikola Karabatic steht angeblich die Entscheidung bevor. Bei den Verhandlungen zwischen Karabatic' Verein THW Kiel und dem Bundesliga-Rivalen Rhein-Neckar Löwen gehe es nur noch um die Ablösesumme, berichtete der Mannheimer Morgen. Die Löwen sollen bereit sein, eine siebenstellige Summe zu überweisen. Als bislang teuerster Transfer eines Bundesligisten gilt die Verpflichtung der SG Flensburg-Handewitt von Alen Muratovic vor dieser Saison für geschätzte 700.000 Euro von BM Valladolid. "Karabatic wird ab dem 1. Juli für die Löwen spielen", zitierte die Zeitung den Vereins-Gesellschafter Jesper Nielsen. Karabatic, der am Sonntag mit der französischen Nationalmannschaft in Kroatien den Weltmeistertitel gewann, will trotz eines noch bis 2012 laufenden Vertrags in Kiel zu den Mannheimern wechseln. Dort könnte er wieder mit Erfolgstrainer Zvonimir Serdarusic arbeiten, der ein enger Freund des 24-Jährigen ist und in der kommenden Saison die Löwen trainieren wird.
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Nikola Karabatic (links) gewann mit Frankreich die Weltmeisterschaft. Die Rhein-Neckar-Löwen sind offenbar bereit, für den Handballer eine Millionenablöse an Kiel zu bezahlen. (© Foto: AFP)
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Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat zur Rückrunde Albert Streit vom FC Schalke 04 und fünf weitere Profis verpflichtet. Der Flügelspieler Streit wird ebenso wie der dänische Nationalspieler Michael Gravgaard (FC Nantes/Abwehr) ausgeliehen, der derzeit vereinslose Torwart Khalid Sinouh erhält einen Vertrag bis Saisonende. Zuvor war man sich mit den Mittelfeldspielern Tomas Rincon aus Venezuela (Deportivo Tachira/200.000 Euro Leihgebühr) und Mickael Tavarez von Slavia Prag einig geworden. Der Franzose wurde für 1,5 Millionen Euro bis 2012 verpflichtet. Schon im Kader gegen Bayern München (1:0) stand der aus Gladbach geholte Marcel Ndjeng.
Am Tag nach seinem ersten Grand-Slam-Sieg auf einem Hartplatz hat Rafael Nadal Reformen im Profitennis gefordert. "Dieser Belag ist anstrengender für den Körper als Gras oder roter Sand, aber wir spielen ständig auf Hartplätzen", sagte der 22 Jahre alte Spanier nach seinem Triumph bei den Australian Open in Melbourne: "Jetzt habe ich einen Major-Titel auf Hartplatz gewonnen, jetzt darf ich das sagen. Vorher hätte es geheißen, ich sei nur ein Sandplatzspezialist." Der Weltranglistenerste hatte Roger Federer in fünf Sätzen bezwungen und damit nun Grand-Slam-Titel auf allen drei Belegen errungen. "Es ist unmöglich, mit meiner Aggression und meinem Rhythmus das ganze Jahr vom 1. Januar bis 31. Dezember zu spielen", meinte Nadal: "Wenn ich mich jetzt äußere, dann nur im Interesse des Spiels und der Spieler." Nadal hatte schon länger ein Übergewicht der amerikanischen Interessen auf der ATP-Tour beklagt und sich deshalb unter anderem in den Spielerrat der Tour wählen lassen. Die beiden amerikanischen Saisons im Frühjahr und im Sommer/Herbst vor den US Open sowie die australische Tour im Januar werden auf Hartplatz gespielt.
Kurz vor Transferschluss hat Fußball-Bundesligist Schalke 04 den ehemaligen Nationalspieler Fabian Ernst ziehen lassen, den umstrittenen Torjäger Kevin Kuranyi dagegen als "unverkäuflich" bezeichnet. Mittelfeldspieler Ernst, der seit 2005 106 Bundesligaspiele für die Königsblauen absolvierte, wechselt nach türkischen Medienberichten für eine geschätzte Ablösesumme von 2,75 Millionen Euro zum früheren türkischen Meister Besiktas Istanbul. Der 29-Jährige, der mit Werder Bremen 2004 deutscher Meister und Pokalsieger war, wurde am Montagnachmittag in Istanbul erwartet. Nach der sportmedizinischen Untersuchung sollte der 24-malige Nationalspieler einen Vertrag bis 30. Juni 2011 unterschreiben. Sein Jahresgehalt soll zwei Millionen Euro betragen. Dagegen wies Manager Andreas Müller Spekulationen über einen Transfer von Kuranyi zurück. "Es ist schlichtweg falsch, dass wir Kevin verkaufen wollen", sagte Müller: "Er ist unverändert ein wertvoller Spieler für uns, auf den wir langfristig bauen wollen. Er ist deswegen für uns unverkäuflich." Kuranyi selbst hatte die Spekulationen angeheizt. "Ich muss ehrlich sagen: Ich habe das Gefühl, man will nicht mit mir verlängern, sondern mich lieber verkaufen", sagte der 26-Jährige dem Kicker.
Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat einen griechischen Stürmertausch vorgenommen. Der Werksklub leiht den früheren Torschützenkönig Theofanis Gekas bis zum Saisonende an den englischen Premier-League-Klub FC Portsmouth aus. Im Gegenzug kommt dessen Nationalmannschaftskollege Angelos Charisteas bis zum Saisonende vom 1. FC Nürnberg. Gekas war in der laufenden Saison nicht an dem Sturmduo Patrick Helmes/Stefan Kießling vorbeigekommen und kam nur 175 Minuten zum Einsatz. Portsmouth besitzt im Sommer eine Kaufoption auf den Mittelstürmer. Das trifft auf Charisteas nicht zu. Allerdings will Bayer im Sommer den Schweizer Nationalspieler Eren Derdiyok vom FC Basel verpflichten. Neben Gekas gab Leverkusen auch Nachwuchsspieler Deniz Naki ab, der für ein halbes Jahr an Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen ausgeliehen wird.
Der ehemalige Bayern-Profi Mehmet Scholl bleibt der ARD bis 2010 als Fußball-Experte erhalten. Das beschlossen die Intendanten des öffentlich-rechtlichen TV-Senders auf einer Sitzung in Stuttgart. Scholl wird die Übertragungen der Spiele aus Bundesliga, Uefa- und DFB-Pokal sowie der WM 2010 in Südafrika begleiten. Dort kommt der 38-Jährige an der Seite von Günter Netzer zu einer Premiere. "Toll ist, dass ich damit bereits für die Fußball-WM qualifiziert bin und nun endlich meine erste WM bestreite", sagte der 36-malige Nationalspieler.
Fußball-Profi Jacek Krzynowek wechselt vom VfL Wolfsburg zum niedersächsischen Bundesliga-Rivalen Hannover 96. Nach Angaben eines 96-Sprechers wurde der Wechsel am Montag kurz perfekt gemacht. Bei seinem neuen Club soll der polnische Nationalspieler die Position im linken Mittelfeld von Szabolcs Huszti übernehmen, der am Sonntag mit sofortiger Wirkung zu Zenit St. Petersburg gewechselt war. Neben Krzynowek hatte der VfL zuletzt auch Angreifer Mahir Saglik an den Karlsruher SC abgegeben.
Für Torjäger Marko Pantelic steht sein Abschied von Hertha BSC nach Saisonende offenbar fest. Der 30-Jährige erklärte in der Belgrader Zeitung Vecernje novosti am Montag, die Vertragsverhandlungen mit dem Berliner Fußball-Bundesligisten seien beendet. "Ich bin frei und kann einen organisatorisch, finanziell und auf die Mannschaft bezogenen mächtigeren Club auswählen", sagte der serbische Nationalspieler, der nach eigenen Angaben schon Angebote aus Italien, Spanien und England erhalten habe. Im RBB-Sportplatz erklärte Pantelic am Sonntag außerdem, das Vertragsangebot von Hertha liege schon zehn Monate zurück und "war auch eher inoffiziell".
Der AC Mailand setzt in den Duellen mit Werder Bremen auf David Beckham. Der italienische Fußball-Club hat den von den Los Angeles Galaxy ausgeliehenen Mittelfeldstar für die Europapokal-Spiele am 18. und 26. Februar gegen den deutschen Vizemeister bei der UEFA gemeldet. "Für die wichtigen Spiele gegen Werder ist er für uns unverzichtbar", sagte AC-Coach Carlo Ancelotti am Montag. Sein Club will den bis zum 9. März ausgeliehenen Briten zudem ganz an sich binden. "Wir werden alles tun, um ihn zu halten", sagte Vize-Präsident Adriano Galliani. Bisher hatte Milan betont, Beckhams bis Oktober datierten Vertrag mit Galaxy zu respektieren.
Bundestrainer Joachim Löw wird am Donnerstagmittag das Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das erste Länderspiel des Jahres am 11. Februar in Düsseldorf gegen Norwegen (20.30 Uhr/live in der ARD) bekannt geben. Löw hatte bereits angekündigt, dass er für dieses Spiel lediglich zwei Torhüter nominieren wird. Da René Adler von Bayer Leverkusen wohl gesetzt ist, wird sich der Bundestrainer zwischen Robert Enke von Hannover 96, der der DFB-Auswahl wegen eines Kahnbeinbruchs zuletzt nicht zur Verfügung stand, und Tim Wiese von Werder Bremen entscheiden müssen. Der Bundestrainer wird vermutlich 20 Akteure für den Vergleich mit den Norwegern berufen.
Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball hat die Bundesliga-Clubs für ihre zurückhaltende Transferpolitik in der Winter-Wechselperiode gelobt. Die Vereine nahmen viele Spieler auf Leihbasis unter Vertrag oder zahlten nur eine geringe Ablösesumme. "Die Liga weiß, welche Risiken auf die Weltwirtschaft in diesem Jahr zukommen können und handelt entsprechend vorsichtig", sagte der Präsident von Borussia Dortmund der Welt. "Auch wenn wir - im Vergleich zu anderen Ligen - noch einigermaßen gut dastehen, kann sich der Fußball nicht von der Gesamtsituation abkoppeln." Diese Sparsamkeit sei weltweit zu beobachten, auch wenn es Ausnahmen wie Manchester City gibt. Guter Fußball sei auch ohne "exorbitante Transfersummen möglich", meinte Rauball.
Der französische Nationalspieler Willy Sagnol von Bayern München hat wie erwartet seine Karriere als Profi-Fußballer wegen anhaltender Schmerzen an der Achillessehne beendet. "Ich habe ein Maximum an Spezialisten konsultiert, aber ich habe mich der Einsicht beugen müssen, dass die Verletzung nicht heilbar ist", sagte der 31-Jährige beim französischen Pay-TV-Sender Canal plus. Sagnol, dessen Vertrag beim deutschen Meister noch bis 2010 gelaufen wäre, war Anfang August 2008 an der Achillessehne operiert worden und hat seitdem nicht mehr für den FC Bayern gespielt.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/sid/dpa/mikö)
Bergkirchweih in Erlangen
Aus Kieler Sicht sag ich mal: schade, dass Nikola geht.
Aber verstehen kann ich ihn.