Bundesligist verliert 66:92 in Italien und scheidet aus dem Eurocup aus. Karl-Heinz Rummenigge bezeichnet Fifa-Präsident Sepp Blatter als "Aal" und den Weltverband als "Diktatur", russischer Milliardär soll den AS Monaco übernehmen, Eishockey-Nationalteam bezwingt Russland. Sport kompakt

Basketball, FC Bayern: Die Basketballer des FC Bayern sind im Eurocup schon in der Gruppenphase gescheitert. Im Auswärtsspiel beim italienischen Club Benetton Treviso kassierte die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann am Dienstagabend eine herbe 66:92 (28:51)-Niederlage - für die Münchner war es die höchste Pleite im laufenden Wettbewerb.

FC Bayern Muenchen v Alba Berlin - Beko BBL Bild vergrößern

Chancenlos in Italien: die Bayern-Basketballer um Robin Benzing. (© Bongarts/Getty Images)

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Vor allem die ersten beiden Viertel gingen deutlich an die Gastgeber. Damit kann sich der Bundesliga-Siebte selbst mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel am kommenden Dienstag gegen Cedevita Zagreb nicht mehr für die nächste Runde qualifizieren. Nur die ersten beiden der Vierergruppe erreichen im Eurocup die Runde der letzten 16. Spartak St. Petersburg ist als Erster der Gruppe G bereits sicher qualifiziert, auch Treviso steht durch den Heimsieg gegen München in der nächsten Runde. Im Hinspiel hatte der FC Bayern die Italiener noch mit 72:62 geschlagen.

Damit überwintert ein deutsches Basketball-Quartett  in Europa. Nach Oldenburg, Bonn und den Artland Dragons in der EuroChallenge löste auch Alba Berlin im Eurocup das Ticket für die nächste Runde. Der Finalist von 2010 gewann am Dienstagabend gegen Dexia Mons-Hainaut aus Belgien mit 83:63 und machte mit dem vierten Sieg im fünften Spiel vorzeitig das Weiterkommen perfekt.

Fifa, Rummenigge: Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat erneut scharfe Kritik an der Fifa geübt und den Fußball-Weltverband sogar mit einer Diktatur verglichen. Rummenigge glaubt aber nicht an einen frühzeitigen Rückzug des umstrittenen Präsidenten Joseph S. Blatter. "Ich glaube, Sepp ist wie ein Aal, den kriegt man auch nie so richtig zu fassen", sagte Rummenigge, "es wird schwierig, ihn zu überzeugen, Platz zu machen. Für irgendeinen anderen und vielleicht auch für einen Neuanfang." Dem Weltverband warf Rummenigge vor, "nicht transparent und nicht demokratisch" zu sein: "Ich finde es schade, dass es solche Relikte gibt, die wie eine Diktatur geführt werden." Seine Hoffnungen setzt Rummenigge in den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, der sich künftig verstärkt in Fifa- und Uefa-Exekutive einbringen will: "Theo wird da einiges einfordern."

Fußball, AS Monaco: Der sportlich und wirtschaftlich strauchelnde AS Monaco darf nun doch auf die finanzielle Unterstützung des russischen Milliardärs Dmitri Rybolowlew hoffen. Der Düngemittel-König werde den Fußball-Zweitligisten noch im Dezember übernehmen, sagte Clubpräsident Etienne Franzi am Dienstagabend: "Wir haben einen Plan entworfen, dass alles bis zum Ende dieses Jahres entschieden ist." Ende November hatte Rybolowlew noch Medienberichte dementiert, dass er 200 Millionen Euro in den Traditionsclub investieren wolle. Der Unternehmer wird in der aktuellen Forbes-Liste der reichsten Menschen mit einem geschätzten Vermögen von etwa sieben Milliarden Euro an 93. Stelle geführt. Monacos Fürst Albert II. hatte zuletzt intensiv nach einem ausländischen Investor für den Verein gesucht.

Eishockey, Länderspiel: Mit zehn Debütanten hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft für eine Überraschung gesorgt. Das neue "Top Team Sotschi", in dem Bundestrainer Jakob Kölliker Talente mit Blick auf Olympia 2014 testet, gewann sein erstes Spiel gegen Russland mit 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Vor 2920 Zuschauern in Essen erzielten der Krefelder Patrick Hager (6.), der Hamburger Jerome Flaake (22.), der Mannheimer Matthias Plachta (47.) die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), den entscheidenden Penalty verwandelte Garrett Festerling von den Hamburg Freezers. Für das junge russische Team trafen Igor Musatow (4.), Dimitri Kugryschew (12.) und Andrej Kuteikin (60.). Es war erst der fünfte Sieg im 96. Vergleich mit Russland.

England, Cas: Großbritanniens Nationales Olympisches Komitee BOA ist am Dienstag wegen eines Streits um Dopingsperren mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen. In einem Bericht der WADA war das BOA im November durchgefallen, weil es an der sogenannten Osaka-Regel festhalten wollte. Diese war allerdings im Oktober vom CAS abgeschafft worden. Laut der Osaka-Regel dürfen Athleten bei den nächsten Olympischen Spielen nicht antreten, wenn sie im vorausgegangenen Vier-Jahres-Zeitraum mehr als sechs Monate wegen Dopings gesperrt waren.

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