Tennis-Fans haben sich bei den Australien Open eine Prügelei geliefert. Zwei Bundesliga-Profis müssen für ein Handgemenge büßen. Sport kompakt.
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat HSV-Stürmer Ivica Olic und Hoffenheims Mittelfeld-Spieler Carlos Eduardo für zwei Bundesliga-Spiele gesperrt. Das teilte der DFB am Freitag mit. Die beiden Akteure waren vor eineinhalb Wochen bei einem Freundschaftsspiel im Trainingslager in La Manga/Spanien nach einer Prügelei vom Platz gestellt worden. Olic fehlt dem HSV damit zum Rückrundenauftakt gegen Bayern München. Glimpflicher kam Bremens Torsten Frings davon, er erhielt für seine Rote Karte wegen Schiedsrichter-Beleidigung im Freundschaftsspiel gegen Galatasary Istanbul eine Sperre für drei Testspiele. Die Vereine haben den Urteilen zugestimmt, damit sind sie rechtskräftig.
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Hoffenheims Carlos Eduardo (blaues Trikot, verdeckt) und Hamburgs Ivica Olic (rechts) gerieten beim Testspiel in Spanien aneinander. Der DFB sperrte beide Spieler für jeweils zwei Bundesliga-Partien. (© Foto: ddp)
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Die Australian Open in Melbourne wurden am Freitag von Ausschreitungen gewaltbereiter Zuschauer überschattet, bei denen eine Frau leicht verletzt wurde. Nach der Partie zwischen dem Serben Novak Djokovic und dem bosnischstämmigen Amerikaner Amer Delic (6:2, 4:6, 6:3, 7:6) prügelten sich im Garten vor der Rod-Laver-Arena Anhänger beider Spieler und bewarfen sich mit Plastikstühlen. 30 Männer wurden sofort der Anlage verwiesen, einer wurde auf der Stelle zu einer Geldstrafe verurteilt. Gegen zwei weitere soll Anklage erhoben werden. Delic und Djokovic hatten sich nach dem Match herzlich umarmt. Delic hatte auf seiner Website vor der Partie die bosnisch-stämmigen Fans zur Ruhe und Gewaltlosigkeit aufgefordert. "Ich bin wirklich traurig, dass es wieder passiert ist", sagte Delic, "für so etwas ist hier absolut kein Platz." Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres hat seit einigen Jahren Probleme mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen unterschiedlicher Herkunft. Im Vorjahr wurde gegen griechische, serbische und zypriotische Randalierer Pfefferspray eingesetzt.
Klaus Kröll hat den Super-G auf der "Streif" in Kitzbühel gewonnen und Österreich beim ersten von drei Heim-Rennen im Mekka des alpinen Skisports vor einem Debakel bewahrt. Der 28-Jährige fuhr mit der überlegenen Bestzeit von 1:12,78 Minuten zu seinem ersten Weltcup-Sieg. Kröll verwies Doppel-Weltmeister Aksel Lund Svindal auf den zweiten Platz. Der Norweger lag 0,22 Sekunden zurück. Dritter wurde der Schweizer Ambrosi Hoffmann (0,39 Sekunden zurück). Zweitbester von insgesamt neun gestarteten Österreichern war Hermann Maier auf Platz elf. In der Gesamtwertung blieb sein Landsmann Benjamin Raich vorne, obwohl er beim Super-G ausschied. Zweiter ist Svindal, 40 Punkte hinter Raich.
Torsten Frings erhält offenbar im ersten Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr eine neue Chance. "Ich gehe davon aus, dass Torsten gegen Norwegen wieder dabei ist. Ich habe schon vor der Winterpause einen Formanstieg bei ihm gesehen, er hat sich ordentlich präsentiert", sagte Bundestrainer Joachim Löw der Bild zum Mittelfeldspieler von Werder Bremen. Der 48-Jährige Löw wird voraussichtlich am 5. Februar sein Aufgebot für das Freundschaftsspiel gegen die Norweger am 11. Februar in Düsseldorf bekannt geben. Frings hatte im Herbst öffentlich mit Rücktritt gedroht, nachdem ihn der Bundestrainer nach der EM zum Reservisten degradiert hatte. Für das England-Spiel im vergangenen November war der 31-Jährige von Löw nicht nominiert worden. In Berlin hatte sich der Bundestrainer mit dem Mittelfeldspieler zu einer Aussprache getroffen und den Streit beigelegt.
Bundestrainer Patrik Kühnen hat mit Unverständnis auf die Aussagen von Tennisprofi Philipp Kohlschreiber reagiert, der nach seinem Zweitrunden-Aus bei den Australian Open das Grand-Slam-System infrage gestellt und seinen Gegner Fabrice Santoro beleidigt hatte. "Ich war sehr verwundert, als ich das gelesen habe. Mit solchen Aussagen schadet er sich", sagte Kühnen. Der Davis-Cup-Chef kündigte ein Gespräch mit seinem 25 Jahre alten Führungsspieler an. "Es bringt ihn nicht weiter, nach einer Niederlage das System infrage zu stellen und den Gegner schlecht zu reden. Zuallererst gilt es, sich selbst zu hinterfragen", sagte Kühnen. Nach seiner Fünf- Satz-Niederlage hatte Kohlschreiber von einer "Qual, hier immer 'best of five' zu spielen" gesprochen: "Für mich macht es keinen Sinn. Die Damen spielen ja auch nur zwei Gewinnsätze." In Richtung des 36-jährigen Santoro hatte er am Mittwoch nachgelegt: "Dem traue ich gar nichts mehr zu, der wird im nächsten Spiel gnadenlos abgeschossen."
Dirk Nowitzki hat eine Nominierung für das Allstar-Game der nordamerikanischen Basketball- Liga NBA im ersten Anlauf verpasst. Bei einer weltweiten Fan-Abstimmung kam der deutsche Ausnahmespieler der Dallas Mavericks auf seiner Position, Forward, in der Western Conference auf Rang sechs. Lediglich die beiden besten Forwards werden für die Startaufstellung beim alljährlichen Spektakel der NBA-Superstars nominiert. Nowitzki erhielt rund 1,1 Millionen Stimmen. Der 30-Jährige kann dennoch auf einen Einsatz am 15. Februar in Phoenix hoffen: Die 30 Trainer der NBA-Teams benennen sieben Ersatzspieler, darunter zwei Forwards. Über diesen Umweg hatte Nowitzki in den vergangenen Jahren immer den Sprung zum begehrten Aufeinandertreffen der Auswahlen aus der Eastern und Western Conference geschafft.
Fußball-Rekordmeister Bayern München hat im fünften Testspiel der Winterpause den fünften Sieg errungen. Fünf Tage vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart am Dienstag gewann die Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann mit 5:0 (1:0) beim Zweitliga-Spitzenreiter FSV Mainz 05. Vor 16.000 Zuschauern im Bruchwegstadion erzielten Miroslav Klose (4.), Luca Toni (55.), Landon Donovan (70. und 90.) und Bastian Schweinsteiger (72.) die Tore für den Meister, der ohne seine Stars Franck Ribery, Lukas Podolski, Ze Roberto und angetreten war.
Die deutschen Handballer sorgen bei der Weltmeisterschaft in Kroatien weiter für eine gute TV-Quote. Bis zu 7,21 Millionen Zuschauer verfolgten bei RTL am Donnerstagabend den 30:23-Sieg gegen Polen. Das entspricht einem Marktanteil von 27 Prozent. Im Schnitt sahen 4,88 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 22, 4 Prozent) die Neuauflage des WM-Finals von 2007. Im ersten Spiel der Hauptrunde trifft der Titelverteidiger am Samstag (17.30 Uhr/live bei RTL) in Zadar auf Serbien.
Der zweimalige italienische Fußballmeister Lazio Rom ist Tabellenführer Inter Mailand und Sampdoria Genua ins Halbfinale um den italienischen Fußballpokal gefolgt. Im Viertelfinale setzte sich der viermalige Cupsieger mit 3:1 (0:1) gegen den FC Turin durch. Inter hatte tags zuvor in der Neuauflage des letztjährigen Pokalfinales 2:1 (1:0) gegen den Cupverteidiger AS Rom gewonnen. Mit 4:1 (1:1, 0:0) im Elfmeterschießen sicherte sich Sampdoria Genua bei Udinese Calcio das Halbfinal-Ticket. Das letzte Viertelfinalspiel zwischen Rekordmeister Juventus Turin und dem dreimaligen Pokalsieger SSC Neapel findet am 4. Februar statt.
Athletic Bilbao muss im spanischen Fußball-Pokal um den Halbfinaleinzug bangen. Der baskische Traditionsklub musste sich im Viertelfinal-Hinspiel gegen Aufsteiger Sporting Gijon mit einem torlosen Remis begnügen. In der ersten Halbzeit vergab Fernando Llorente einen Foulelfmeter für Bilbao, das den letzten seiner insgesamt 23 Pokalsiege 1984 gefeiert hatte. Zudem unterlag Betis Sevilla, Klub des deutschen Nationalspielers David Odonkor, dem RCD Mallorca mit 0:1. Die Rückspiele finden am 28./29. Januar statt. Bereits am Mittwoch hatte der souveräne Tabellenführer FC Barcelona mit einem 0:0 beim abstiegsbedrohten Lokalrivalen Espanyol Barcelona enttäuscht. Titelverteidiger FC Valencia konnte nach 1:2-Rückstand gegen den FC Sevilla daheim noch mit 3:2 gewonnen. Im Halbfinale wartet der Sieger des Barcelona-Duells auf Mallorca oder Betis Sevilla. Valencia oder der FC Sevilla spielen gegen den Gewinner des Vergleichs zwischen Bilbao und Gijon.
Die alpinen Ski-Damen müssen im WM-Winter mit mindestens einer Abfahrt weniger auskommen. Wie am Rande des Weltcups in Cortina d'Ampezzo bekannt wurde, wird das im Dezember im kanadischen Lake Louise ausgefallene Rennen nicht nachgeholt. Die Abfahrt hätte in Cortina ausgetragen werden sollen, aber das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Bisher fanden zwei von ursprünglich acht geplanten Abfahrten statt.
- Australian Open Das ist kein Spaß 21.01.2009
- Sport kompakt Klinsmann wollte nicht länger der "good guy" sein 22.01.2009
- Skandal in Melbourne Bitte anziehen! 21.01.2009
(sueddeutsche.de/dpa/sid/mikö)
Gut, Sie haben recht. Wahrscheinlich hat sich Podolski bei den Bayern wirklich nicht wohlgefühlt. Das Thema 'Podolski/FC Bayern' ist gegessen. Irgendwann muss Schluss sein, stimmt.
Ich habe das besagte Spiel gegen Fabrice Santoro nicht gesehen, aber ich kann mir ein Bild machen. Wenn Kohlschreiber verliert (ob in 3 oder 5 Sätzen) und Santoro in der nächsten Runde abgeschossen wird, dann sagt das einiges über seine Leistung aus.
Lieber Tadeusz Kantor, geht´s nicht einmal auch ohne Häme? Der Lukas Podolski hat sich bisher bei Bayern nicht wohl gefühlt! Punktum. Zum Wohlfühlen gehören aber immer Zwei. Man kann auch sagen, dass der Herr Hoeness beim Einkauf von Podolski kein Gespür gehabt hat. Und so gehe ich davon aus, dass der Herr Hoeness neben einigen guten Einkäufen auch schon beträchtlich viel Murks gebaut hat. Der versucht halt nur mit viel Ablenkungsmanövern von seinen eigenen Fehlleistungen abzulenken. Mich kann er aber nicht blenden. Ansonsten bin ich von der Vorbereitung der Mannschaft des FC Bayern für die kommende zweite Halbzeit beeindruckt und glaube, dass der Klinsmann Erfog haben wird.
"...der ohne seine Stars Franck Ribery, Lukas Podolski, Ze Roberto und angetreten war." - wer ist Podolski?!