Wayne Rooney weniger schlimm verletzt als gedacht, Schumacher kurzzeitig Spitze im Formel-1-Training, Michael Ballack vereitelt bei Chelsea einen April-Scherz. Sport kompakt
Michael Schumacher war erstmals seit seinem Comeback wieder spitze. Der Rekord-Weltmeister führte im zweiten Training zum Großen Preis von Malaysia 40 Sekunden lang das Klassement an. Am Ende musste sich der Routinier aber in beiden Einheiten seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. "Ich bin insgesamt zufrieden", sagte Schumacher. Sebastian Vettel belegte bei drückender Schwüle in Sepang als schnellster deutscher Formel-1-Vertreter den zweiten Platz; Rosberg hatte diese Position am Vormittag erreicht. "Wir sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen", sagte Red-Bull-Pilot Vettel kritisch angesichts des Rückstands auf Lewis Hamilton. Der Ex-Champion fuhr zweimal allen davon. Hamilton fuhr am Nachmittag in 1:34,175 Minuten die schnellste Tagesrunde auf dem 5,543 Kilometer langen Sepang International Circuit und verbesserte dabei seine Vormittagszeit deutlich. Gut unterwegs war erneut Adrian Sutil. Der Force-India-Pilot aus Gräfelfing belegte die Plätze sieben und zehn. Neuling Nico Hülkenberg (Emmerich) bewies im Williams-Cosworth als zweimaliger 17. Konstanz. Timo Glock (Wersau) wurde im Virgin 20. und 21.
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Wayne Rooney hat sich in München verletzt. (© Foto: dpa)
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Aufatmen in England: Stürmerstar Wayne Rooney von Manchester United wird nach Aussage von Teammanager Alex Ferguson in zwei bis drei Wochen wieder einsatzfähig sein. "Die Nation kann aufatmen, und wir sind erleichtert. Es hätte schlimmer kommen können. Es liegt weder eine Knochen-, noch eine schwerwiegende Bänderverletzung vor. Die Nation kann aufhören zu beten", sagte Sir Alex. ManU wird auf Rooney, der bislang in der laufenden Saison 26 Treffer in der Premier League und 34 in allen Wettbewerben erzielt hat, auf jeden Fall am Samstag im Spitzenspiel gegen Verfolger FC Chelsea und am Mittwoch im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern München (20.45 Uhr) fehlen. Der 24 Jahre alte Stürmer hatte sich im Hinspiel in München, in dem er Manchester nach 64 Sekunden in Führung brachte, lediglich eine "leichte" Bänderverletzung zugezogen. Die Nachricht wird auch Englands Teammanager Fabio Capello freuen, für den Rooney bei der WM-Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) nicht zu ersetzen wäre.
Die WM-Chancen von Sami Khedira sind weiter gestiegen. "Er hat deutlich weniger Schmerzen als befürchtet. Er könnte schon in zehn Tagen wieder ein Thema für uns sein", sagte sein Vereinstrainer Christian Gross vom VfB Stuttgart am Freitag. Khedira hatte sich beim 2:1-Sieg des Fußball-Bundesligisten bei Bayern München einen Anriss des Kreuz- und Innenbandes zugezogen. Nach Angaben von Gross absolviert der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler zurzeit "Zusatzschichten" mit einer Spezialschiene. "Er ist ehrgeizig genug, aber auch nicht zu ehrgeizig", sagte sein Trainer. Auch Mannschaftsarzt Raymond Best hatte nach einer Kernspintomographie am Sonntag die Hoffnung geäußert, "dass Sami im Optimalfall schon in drei bis vier Wochen wieder voll belastbar ist". Um seine WM-Chancen zu wahren, hatte der Nationalspieler nach Rücksprache mit dem Verein auf eine Knieoperation verzichtet.
Deutschland kommt Italien in der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union immer näher. Nach den Viertelfinal-Hinspielen in Champions League und Europa League rückten die deutschen Teams bis auf 0,655 Punkte an die drittplatzierten Italiener heran. Sollte Deutschland noch in dieser Saison den Weltmeister überholen, könnte die Bundesliga ab der Saison 2011/2012 wieder vier Starter in der Königsklasse stellen.
Nach den jüngsten Krawallen in den Bundesliga-Stadien denkt die Deutsche Fußball Liga (DFL) über eine Erhöhung der Anzahl der personengebundenen Eintrittskarten nach. "Über die Personalisierung von Tickets besonders in den Gästeblöcken müssen wir reden, obwohl wir sicher nicht 5000 bis 7000 anreisende Zuschauer mit solchen Karten ausstatten können", sagte der DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus dem Nachrichtenmagazin Focus. Nach Angaben von Helmut Spahn, dem Sicherheitschef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden diese Art von Eintrittskarten schon jetzt bei 15 bis 20 Risikospielen pro Saison verkauft. Polizisten berichteten dem Focus über eine Zunahme der Gewalt vor allem außerhalb der Stadien. Einem szenekundigen Beamten der Polizei Frankfurt zufolge beschimpfen 15- bis 20-Jährige im gesamten Rhein-Main-Gebiet verstärkt Polizisten oder werfen Steine.
Michael Ballack hat sich für Teammanager Carlo Ancelotti beim FC Chelsea als Spaßverderber erwiesen. Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft entlarvte den italienischen Übungsleiter beim Training der Blues am Donnerstag bei dem Versuch, seine Mannschaft in den April zu schicken. "Ich habe versucht, einen Scherz zu machen, aber die Spieler haben es gleich bemerkt. Ich sagte ihnen, dass ich eine doppelte Einheit ansetzen müsse, weil ich vor dem Spiel gegen Manchester United eine neue taktische Variante probieren wolle. Aber Michael Ballack drehte sich zu mir hin und meinte nur: 'Coach, es ist der 1. April'", berichtete Ancelotti von seinem missglückten April-Scherz. Das englische Boulevardblatt The Sun brachte Ballacks Enttarnung in Zusammenhang mit dem 2:1-Hinspielsieg des FC Bayern im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester und schrieb: "United kann das ja durchaus bestätigen: Es sind immer die Deutschen, die einem den Spaß verderben."
"Ich habe gewusst, was ich kann. Und was ich nicht konnte, habe ich weggelassen." (DFB-Nachwuchscoach Horst Hrubesch am Donnerstag in Köln bei der Verleihung des Trainerpreises zu seiner persönlichen Entwicklung)
Erst verhalf Dirk Nowitzki den Dallas Mavericks zum 50. Saisonsieg, dann konnte der deutsche Basketball-Profi sein Team trotz einer starken Leistung nicht vor der Pleite im Top-Spiel der nordamerikanischen Profiliga NBA bewahren. Einen Tag nach dem 106:102-Erfolg bei den Memphis Grizzlies kassierten die Texaner am Donnerstag (Ortszeit) vor heimischer Kulisse eine 82:97-Schlappe gegen Orlando Magic und verloren den zweiten Tabellenplatz in der Western Conference an die Utah Jazz. Nowitzki war mit 24 Punkten einmal mehr bester Werfer seines Teams, stand über weite Strecken der Partie aber allein auf weiter Flur. Seine Kollegen aus der Startformation - Shawn Marion, Brendan Haywood, Caron Butler und Jason Kidd - kamen zusammen nur auf 20 Zähler.
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