Real Madrid will seinen neuen Star vor Ölscheichs schützen, Bonner Basketballer verpassen Meistertitel, Haas gewinnt in Wimbledon. Sport kompakt

Real Madrid plant nach Angaben des Sportblattes Marca für seinen künftigen Star-Kicker Cristiano Ronaldo eine Rekordablöse von einer Milliarde Euro. Wie die Madrider Zeitung am Dienstag berichtete, soll diese Summe im neuen Vertrag des portugiesischen Fußballers beim spanischen Rekordmeister festgeschrieben werden. Damit solle verhindert werden, dass der 24-Jährige von arabischen Ölscheichs den "Königlichen" abgeworben werde. Das Konkurrenzblatt As hatte die - für den Ronaldo-Vertrag geplante - Ablöse auf 200 Millionen Euro beziffert. Real hatte sich mit dem englischen Meister Manchester United, dem bisherigen Verein des Weltfußballers des Jahres 2008, auf einen Transfer für eine Summe von 80 Millionen britischen Pfund (94 Millionen Euro) verständigt. Die Madrilenen müssen sich nun noch mit Cristiano Ronaldo auf die Klauseln eines Vertrags verständigen. Laut Marca soll der Portugiese am 6. Juli offiziell als neuer Real-Profi vorgestellt werden. Bisher halten in Spanien die Fußballer Raúl, Ruud van Nistelrooy (beide Real Madrid) und Carles Puyol (FC Barcelona) den Rekord für die höchste vertraglich festgelegte Ablöse. Sie können für je 180 Millionen Euro aus ihren Verträgen herausgekauft werden. ________________________________________________________________

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Der teuerste Fußballer der Welt vielleicht bald noch teurer? Cristiano Ronaldo. (© Foto: Reuters)

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Die Telekom Baskets Bonn drohen die langersehnte Meisterschaft erneut zu verpassen. Die Rheinländer verloren am Dienstagabend im eigenen Telekom Dome gegen die EWE Baskets Oldenburg 66:82 (33:46), wodurch die Gäste in der "best-of-five"-Serie zum 2:2 ausgleichen konnten. Die Entscheidung über den deutschen Meister der Basketball-Bundesliga und Nachfolger von ALBA Berlin fällt damit in der fünften Partie an diesem Donnerstag in der Oldenburger EWE-Arena (20.15 Uhr/Eurosport). Bester Werfer bei den Norddeutschen war Rickey Paulding mit 21 Punkten. Bei den Gastgebern kam E. J. Rowland auf 20 Zähler. ________________________________________________________________

Eishockey-Nationalspieler Florian Busch ist vom Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne wegen eines Verstoßes gegen die Dopingrichtlinien für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre des Stürmers vom deutschen Meister Eisbären Berlin beginnt rückwirkend am 22. April dieses Jahres und endet am 21. Februar 2011 um Mitternacht. Zwei Monate der Sperre wurden Busch bereits angerechnet, weil er nicht an der WM 2009 in der Schweiz teilnahm. Der 24-Jährige hatte am 6. März 2008 zuhause Besuch von den Kontrolleuren der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) erhalten, die ihn testen wollten. Busch weigerte sich seinerzeit, eine Urinprobe abzugeben. Zwei Stunden später meldete er sich telefonisch bei der NADA und wollte den Test nachholen. Man teilte ihm mit, dass dies nicht mehr möglich sei. Es lag ein klarer Verstoß gegen die Dopingrichtlinien vor, die dafür zwingend eine Sperre von zwei Jahren vorsehen. Gegen 17 Uhr an diesem Tag ließ der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) eine Kontrolle vornehmen, deren Ergebnis negativ war. Der DEB verwarnte den Spieler, belegte ihn zusätzlich mit einer Geldstrafe von 5000 Euro und 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit als Jugendtrainer. ________________________________________________________________

Der Basketballer Dirk Nowitzki will bei der Europameisterschaft im September in Polen für Deutschland spielen."Ich bin dann sowieso fit, warum soll ich dann nicht auch ein bisschen bei der EM spielen", sagte Nowitzki am Dienstag in Frankfurt am Main. Eine definitive Entscheidung wird der 31 Jahre alte Kapitän des NBA-Klubs Dallas Mavericks erst in den nächsten Wochen fällen. Sie hängt allerdings auch vom Besitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, ab. Der hatte zuletzt die Meinung vertreten, Nowitzki solle sich lieber mit Training auf die kommende Saison vorbereiten. "Ich denke, dass es auch im Interesse von Dallas ist, weil ich dann eh im Training bin", meinte der gebürtige Würzburger. Auch eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London schloss Nowitzki nicht aus: "Das wäre auf jeden Fall ein Thema, wenn wir uns qualifizieren."  ________________________________________________________________

Auch nach dem Krisengipfel ist der Führungsstreit beim Hamburger SV nicht ausgeräumt. "Wir sind mit den Gesprächen noch nicht zu Ende", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten, Horst Becker. Mehr als drei Stunden hatte der Personalausschuss des Kontrollgremiums am Montagabend getagt und sich die Standpunkte des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und von Sportchef Dietmar Beiersdorfer angehört. Offenbar sind die zerstrittenen Führungsmitglieder nicht zum Einlenken bereit. Hoffmann kritisiert die von Beiersdorfer verantwortete Transferpolitik und fordert selbst Kompetenzen auf diesem Gebiet. Beiersdorfer wehrt sich gegen die Einmischung und rief den Aufsichtsrat um Hilfe an. Clubchef und Sportdirektor lagen bei Personalentscheidungen schon mehrfach miteinander im Streit. "Es waren sehr emotionale Gespräche", sagte Becker über den Krisengipfel am Montag und deutete damit die Heftigkeit der Auseinandersetzung an. ________________________________________________________________

Der ägyptische Fußball-Verband hat nochmals energisch die Berichte über den Besuch von Prostituierten im Mannschaftsquartier der Auswahl des Afrikameisters beim Confederations Cup in Südafrika dementiert. Laut südafrikanischen Medienberichten, die sich auf Polizeiaussagen stützen, hätten einige Spieler nach dem 1:0-Triumph gegen Weltmeister Italien am vergangenen Donnerstag die Damen des horizontalen Gewerbes auf ihr Zimmer mitgenommen. Die Prostituierten sollen angeblich für den Diebstahl von umgerechnet 1800 Euro bei den ägyptischen Spielern verantwortlich sein. "Wir weisen diese Veröffentlichungen auf das Energischste zurück. Diese Berichte sind eine Schande, unanständig und an den Haaren herbeigezogen", sagte der ägyptische Delegationsleiter Mahmoud Taher.  ________________________________________________________________

Tommy Haas ist mit einem Tag Verspätung als vierter Deutscher Tennisprofi in die zweite Runde der 123. All England Championships in Wimbledon eingezogen. Haas bezwang in der Fortsetzung seines Montagabend wegen Dunkelheit abgebrochenen Matches den Österreicher Alexander Peya mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:0), 6:3, 6:4. Die Partie dauerte am Dienstag nur noch elf Minuten. Haas schaffte beim Stand von 4:4 im vierten Satz sofort ein Break und servierte das Match anschließend aus. Zuvor hatte Qualifikantin Tatjana Malek aus Bad Saulgau als erste deutsche Spielerin die zweite Runde erreicht. Die Fed-Cup-Spielerin setzte sich überraschend gegen die Australierin Jelena Dokic mit 3:6, 7:5, 6:2 durch. Julia Görges aus Kiel verpasste dagegen eine Überraschung. Die 20-Jährige musste sich der Weltranglisten-Sechsten Jelena Jankovic mit 4:6, 6:7 (0:7) geschlagen geben und scheiterte dabei vor allem an ihrer Unerfahrenheit. Im zweiten Satz lag sie bereits mit 5:2 in Führung.

Das letzte Vorrundenspiel der deutschen Nachwuchs-Fußballer bei der U21-EM in Schweden hat dem ZDF eine hervorragende Quote beschert. Durchschnittlich 6,1 Millionen Zuschauer sahen die Übertragung des 1:1 gegen England, durch das die deutschen Junioren den ersten Halbfinal-Einzug seit 1982 perfekt machten. Dies bedeutet einen Marktanteil von 21,3 Prozent. Damit kommt die U21 bei den Quoten dem A-Team immer näher. Das letzte Spiel der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw in den Vereinigten Arabischen Emiraten (7:2) hatten am 2. Juni durchschnittlich 7,23 Millionen Fußball-Fans verfolgt. Im ersten Spiel der U21 gegen Spanien (0:0) hatte das ZDF durchschnittlich 5,0 Millionen Zuschauer verzeichnet, das zweite gegen Finnland sahen - allerdings bei einer früheren Anstoßzeit um 18.15 Uhr - im Schnitt 3,3 Millionen. ________________________________________________________________

Hans-Hermann Schwick bleibt nach einer von Tumulten überschatteten Jahreshauptversammlung doch Präsident beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld. Zu dieser knappen Kompromiss-Wahl kam es in der Nacht zum Dienstag in der Bielefelder Stadthalle. Der 61-Jährige, der das Amt bereits 19 Jahre innehatte, soll für eine Übergangszeit von zwei Jahren Präsident bleiben. Zuvor hatte der für Schwicks Nachfolge favorisierte Klaus Daudel nach massiven Protesten der Mitglieder an seiner Person den Verzicht auf seine Kandidatur erklärt. Der Vorstand war zum Wohle eines Neuanfangs bei den Ostwestfalen eigentlich geschlossen zurückgetreten. Die Versammlung nach dem siebten Bundesliga-Abstieg und vereinsinternen Querelen erlebte einen Andrang von 2135 Mitgliedern. Sie begann mit einstündiger Verspätung und dauerte bis weit nach Mitternacht. Mirko Slomka hat derweil ein Engagement bei Arminia Bielefeld so gut wie ausgeschlossen. "Wenn der Verein bis zum Trainingsauftakt am Donnerstag den Neuen vorstellen will, kann ich sagen: Ich bin es nicht. Es ist momentan sehr unwahrscheinlich, dass ich Arminia-Trainer werde. Ich glaube auch nicht, dass es noch zu einer weiteren Kontaktaufnahme kommen wird", sagte Slomka dem Nachrichtendienst sid. ________________________________________________________________

Unbekannte Täter stahlen aus der Stadionkabine von Perus Topklub Universitario Lima vor einem wichtigen Punktspiel insgesamt 90 Paar Fußball-Schuhe sowie 50 Trikots und sorgten damit für erhebliche Probleme beim Mitfavoriten um die Meisterschaft. "Es wird sehr schwer, schnell guten Ersatz vor allem für die Schuhe zu finden", sagte Universitarios Sportdirektor German Leguia. Universitario erstattete Anzeige und leitete in Eigenregie eine groß angelegte Suchaktion ein. Leguias bezifferte den Gesamtwert alleine des entwendeten Schuhwerks auf umgerechnet knapp 10.000 Euro. Seinen Angaben zufolge sei jedoch auch ein ideeller Schaden entstanden: "Unser Stolz ist sehr angeschlagen. Es darf doch nicht wahr sein, dass wir in unserem eigenen Stadion ausgeraubt werden." ________________________________________________________________

Der Schwimm-Weltverband FINA ist mit seinem Schlingerkurs im andauernden Streit um die "Wunderanzüge" in die Kritik geraten. Die FINA hatte nach einer Exekutiv-Sitzung sechs Weltrekorde wegen der Unzulässigkeit der Anzüge aberkannt, zugleich aber andere, ebenfalls umstrittene High-Tech-Anzüge zugelassen und die damit erzielten Rekorde bestätigt. Die Debatte droht nun die WM in Rom (17. Juli bis 2. August) zu überlagern. "Das sind widersprüchliche Entscheidungen", sagte Denis Auguin, Trainer des französischen Olympiasiegers Alain Bernard, dessen Weltrekord über 100 m Freistil (46,94 Sekunden) annulliert wurde. Der französische Verband kündigte bereits an, die Entscheidung anfechten zu wollen. Auch die Welt-Bestmarken der Russinnen Anastassia Sujewa (50 m Rücken in 27,47 und 27,48 Sekunden) und Julia Jefimowa (50 m Rücken in 30,05 und 30,23 Sekunden) sowie des Japaners Ryosuke Irie (200 m Rücken in 1:52,86 Minuten) wurden nicht akzeptiert. "Wir bedauern die Entscheidung der FINA sehr. ________________________________________________________________

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen in der angeblichen Handball-Bestechungsaffäre in Deutschland abgeschlossen. Aus den Nachforschungen in Kroatien, Slowenien, Polen und der Ukraine gibt es bisher kaum Ergebnisse. "Irgendwann werden wir eine Zäsur machen. Ob es vor Gericht geht, ist offen", sagte Oberstaatsanwalt Uwe Wick der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das hänge davon ab, was die Anwälte des Ex-Managers Uwe Schwenker und -Trainers Zvonimir Serdarusic, die unter dem Verdacht stehen, Champions-League-Spiele des THW manipuliert zu haben, anzubieten hätten. Bis zum Beginn der neuen Saison werde die Sache nicht vom Tisch sein, aber "ich gehe nicht davon aus, dass es noch ein Jahr dauert", sagte Wick.

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(dpa/sid/hum/dop)