In Belgrad besiegen die dänischen Handballer Gastgeber Serbien und werden zum zweiten Mal Europameister. Miroslav Klose trifft zweimal für Lazio Rom, Maria Höfl-Riesch gewinnt ihr erstes Rennen in dieser Saison, Dopingaffäre in Erfurt weitet sich offenbar aus. Mesut Özil führt Madrid zum Sieg während Barcelona diesmal Punkte verliert. Sport kompakt.

Handball-EM, Finale: Dänemarks Handballer haben der lautstarken Halle von Belgrad getrotzt und sich in Serbien ihren zweiten EM-Titel nach 2008 gesichert. Der WM-Zweite  gewann im Endspiel 21:19 (9:7) gegen den Turnier-Gastgeber und qualifizierte sich damit auch für die Olympischen Spiele in London. Die Serben müssen sich nun hingegen noch durch eines der drei Ausscheidungs-Turniere im kommenden April kämpfen. Der dritte Platz bei der EM ging an Kroatien, das im "kleinen Finale" zu einem 31:27 (13:12) gegen Spanien kam. Vor 20.000 zum Teil fanatischen Zuschauern in der Belgrad Arena war Mikkel Hansen mit neun Toren erfolgreichster dänischer Werfer. Serbien reichten auch vier Treffer von Rajko Prodanovic nicht zum Sieg.

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Dänemark feiert: Rasmus Lauge Schmidt nach einem späten Tor im Finale gegen Serbien. (© AFP)

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Fußball in Italien: Nach zwei Niederlagen in Folge hat Miroslav Klose mit Lazio Rom wieder einen Erfolg gefeiert. 3:0 (1:0) siegte Lazio am 20. Spieltag der italienischen Serie A bei Chievo Verona. Klose erzielte kurz vor Schluss seine Saisontreffer zehn und elf (88. und 89.), zuvor hatte der Brasilianer Hernanes getroffen (21.). Lazio versöhnte seine Fans mit dem am Ende deutlichen Auswärtssieg etwas für die beiden Pleiten in Mailand innerhalb von vier Tagen, dem Pokal-Aus bei Milan und der Niederlage bei Inter. Damit zogen die Römer in der Tabelle als Vierter wieder an Inter Mailand vorbei, das bei US Lecce 0:1 (0:1) verlor. Lazios Stadtrivale und Verfolger AS Rom verlor Boden durch ein 1:1 (0:0) gegen den FC Bologna. Bereits am Samstag hatte Tabellenführer Juventus Turin im verschneiten Topspiel Verfolger Udinese Calcio mit einem 2:1-Sieg auf Abstand gehalten, Alessandro Matri schoss beide Tore für Juve.

Fußball in England, FA-Cup: Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker steht mit dem FC Arsenal nach einer beeindruckenden Aufholjagd im Achtelfinale des englischen FA-Cups. Die "Gunners" besiegten in der vierten Runde Aston Villa mit 3:2 (0:2). Die Gastgeber, bei denen neben dem Ex-Bremer Mertesacker auch der ehemalige Dortmunder Tomas Rosicky in der Startelf stand, gerieten in der 33. Minute durch Richard Dunne in Rückstand. Kurz vor der Pause erhöhte Darren Bent auf 2:0 für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel war es einmal mehr Torjäger Robin van Persie, der Arsenal wieder zurück ins Spiel brachte. Der Niederländer behielt die Nerven vom Punkt und verwandelte binnen kürzester Zeit gleich zwei Elfmeter (54./61.). Theo Walcott (57.) hatte den Ausgleich erzielt. Im Achtelfinale trifft Arsenal auf den Sieger der Partie Sunderland gegen Middlesbrough. Am Samstag hatte der FC Liverpool den Erzrivalen Manchester United durch ein 2:1 ausgeschaltet. Der FC Chelsea hatte sich beim Premier-League-Konkurrenten Queens Park Rangers 1:0 gewonnen.

Eishockey, DEL: Die Eisbären Berlin haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) durch zwei späte Tore den Vorsprung an der Tabellenspitze behauptet. Bei den Straubing Tigers gewann der Titelverteidiger mit 2:1 (0:1, 0:0, 2:0). Berlin liegt mit 79 Punkten vier Zähler vor den Adlern aus Mannheim (75), die 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen die Nürnberg Ice Tigers gewannen. Der bisherige Tabellenzweite ERC Ingolstadt (73) konnte seinen Platz am Abend zurückerobern und den Rückstand zu den Berlinern durch einen Sieg gegen die Hamburg Freezers wieder auf drei Punkte verkürzen. Hinter den Ingolstädtern liegt der EHC Wolfsburg nach einem 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen den EHC München auf dem vierten Platz. Zwei Tage nach dem bitteren 0:4 bei den Iserlohn Roosters lag Berlin bei den Tigers lange mit 0:1 zurück, ehe Rückkehrer Sven Felski (53.) der Ausgleich gelang. Der Routinier gehörte nach einer Vier-Spiele-Sperre erstmals wieder zum Aufgebot der Eisbären. Den Siegtreffer erzielte Julian Talbot (56.) in Unterzahl. Für die Entscheidung zugunsten der Mannheimer sorgte Marcus Kink (51.). Andre Huebscher (45.) brachte die drei Punkte für Wolfsburg unter Dach und Fach.

Wintersport, Eisschnelllauf: Jenny Wolf hat bei der Sprint-Weltmeisterschaft der Eisschnellläufer in Calgary im zweiten 500-Meter-Rennen alle Chancen auf eine Medaille eingebüßt. Zudem verlor die 32-jährige Berlinerin ihren Weltrekord an die Chinesin Ying Yu, die am Sonntag in 36,94 als ersten Läuferin der Welt unter 37 Sekunden blieb und Wolfs Bestmarke aus dem Jahr 2009 um 6/100 Sekunden verbesserte. Nach zwei gravierenden Fehlern gleich zum Auftakt ihres Laufes kam Jenny Wolf in 38,04 Sekunden nur auf den enttäuschenden zehnten Platz. Sie fiel im Gesamtklassement nach drei Strecken auf den siebten Rang zurück. Besser schlug sich Judith Hesse, die in 37,79 Sekunden erstmals in ihrer Karriere unter 38 Sekunden blieb. Damit ist die Erfurterin im Klassement vor dem abschließenden 1000-m-Rennen weiter 13., Monique Angermüller trat nach ihrem Sturz am Samstag am zweiten Tag nicht mehr an.

Wintersport, Shorttrack-EM: Die deutsche Herren-Staffel hat zum Abschluss der Shorttrack-Europameisterschaften im tschechischen Mlada Boleslav die Bronzemedaille gewonnen. Dabei schienen die Medaillenträume nach einem Sturz im Finale am Sonntag bereits geplatzt. Doch nach Ende des Rennens wurden die ursprünglich auf Platz zwei gelandeten Briten wegen Behinderung disqualifiziert, so dass die EM für die Deutschen doch noch mit einem Platz auf dem Siegerpodest endete. Der Titel ging an die Niederlande vor Russland. Im Mehrkampf kamen mit den beiden Dresdnern Paul Herrmann (9.) und Robert Seifert (10.) zwei Deutsche in die Top Ten. In der Damen-Staffel verpasste das deutschen Team eine Medaille und musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Titelträger wurden gleichfalls die Niederlande, die sich im Schlussspurt vor Italien durchsetzten.

Ski Alpin, Super-Kombination der Frauen: Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch feierte am Sonntag den ersten Sieg seit mehr als elf Monaten und ihren 21. Erfolg im Weltcup überhaupt. Die 27-Jährige Ski-Rennläuferin gewann die Super-Kombination von St. Moritz (Schweiz) mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Lindsey Vonn. Auf den dritten Rang fuhr die Österreicherin Nicole Hosp (0,51 Sekunden zurück). Höfl-Riesch hatte nach dem Super G noch mit 0,23 Sekunden hinter Vonn gelegen. Die zweite deutsche Fahrerin Lena Dürr (Germering) beendete ihre erste Super-Kombination auf Rang 24.

Ski Alpin, Garmisch: Der Super-G der Herren in Garmisch- Partenkirchen ist abgesagt worden. Wegen dichten Nebels war die Startzeit des Weltcup-Rennens am Sonntag zuvor mehrfach verlegt worden. Die Abfahrt am Vortag hatte der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche gewonnen. Bester Deutscher war Andreas Sander als 21. gewesen. Stephan Keppler schied aus.

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