Schalke-Trainer Magath zeigt Verständnis für die Attacken einiger Fans gegen Albert Streit, der Geschlechts-Test von Caster Semenya hat offenbar bereits vor der WM begonnen.
Trainer und Manager Felix Magath hat Verständnis für die Attacken einiger Fans des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 auf Albert Streit geäußert. "Einen Spieler zu bespucken, ist natürlich nicht in Ordnung, aber der Ärger der Fans ist verständlich", sagte Magath. Der von Magath suspendierte Streit war am Samstag beim Spiel der zweiten Mannschaft gegen Waldhof Mannheim (0:1) von den eigenen Anhängern beschimpft und bespuckt worden. "Streit hat durch seine Äußerungen, seinen Vertrag zur Not aussitzen zu wollen, den Unmut auf sich gezogen", sagte Magath. "So etwas kann nicht sein. Was nun passiert ist, muss er selbst verantworten. Er hat sich ungeschickt verhalten und geäußert und die Fans auf die Palme gebracht." _______________________________________________________________
Albert Streit bei einem Spiel von Schalke 04. (© Foto: ddp)
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Im französischen Fußball tickt die Krisen-Bombe. Kurz vor dem Schicksalsspiel der WM-Qualifikation am Mittwoch in Serbien wurden die Fans der "Equipe Tricolore" gleich von zwei Hiobsbotschaften geschockt. Die erste: Bayern-Star Franck Ribéry ist wieder angeschlagen und sein Einsatz in Belgrad fraglich. Zudem probten die Spieler den Aufstand gegen den umstrittenen Nationaltrainer Raymond Domenech. "Wir haben keinen Spielstil, keine Leitanweisungen, keine Identität. Das geht nicht", soll Kapitän Thierry Henry Domenech bei einer Mannschaftsbesprechung angefahren haben. Das enthüllte die Zeitung Le Parisien am Montag - ein Dementi gab es zunächst von keiner der beiden Seiten. _______________________________________________________________
Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner will mit einem Buch einen Schlusstrich unter seine Leidensgeschichte bis zu den Sommerspielen von Peking setzen. "Das ist meine Lebensgeschichte, das Buch ist für mich ein Abschluss. Jetzt muss man nicht mehr darüber reden, sagte Steiner. Den 27-Jährigen stört vor allem, dass er immer wieder auf seine tödlich verunglückte Frau angesprochen wird. "Ich habe gemerkt, es hört einfach nicht auf. Deshalb habe ich mich hingesetzt und das Buch geschrieben", sagte der Superschwergewichtler. Jetzt wolle er neue Taten vollbringen, er habe das Gefühl, etwas Neues schaffen zu müssen. _______________________________________________________________
Manager Uli Hoeneß von Fußball-Rekordmeister Bayern München hat sich für die Abschaffung der 50+1-Regelung stark gemacht. "Wir sind dafür, obwohl wir sie nicht umsetzen würden", sagte Hoeneß der Internetausgabe der Sport Bild. Die Regel untersagt es Investoren, Mehrheiten an einem deutschen Profiklub zu erwerben. "Den Makel, dass wir das behindern, um niemanden aufkommen zu lassen, will ich uns nicht nachsagen lassen", sagte Hoeneß, der aber überzeugt ist, dass "sich die Kräfteverhältnisse in Deutschland" und damit die Führungsrolle des FC Bayern "dadurch nicht ändern würden". _______________________________________________________________
Der Italianer Vitantonio Liuzzi ersetzt beim Formel-1-Rennstall Force India für die letzten fünf Saisonrennen seinen zu Ferrari gewechselten Landsmann Giancarlo Fisichella. Die erwartete Beförderung des bisherigen Testfahrers gab das in Silverstone angesiedelte Team des Gräfelfingers Adrian Sutil sechs Tage vor dem Großen Preis von Italien am Sonntag in Monza bekannt. Liuzzi war zur vergangenen Saison als Testfahrer zu Force India gewechselt. Pilotenerfahrung in der Königsklasse sammelte der 28-Jährige 2005 bei Red Bull und in den beiden folgenden Jahren bei Toro Rosso an der Seite des Heppenheimers Sebastian Vettel, wo Liuzzi 2007 beim Großen Preis von China auf Platz sechs sein bestes Ergebnis verbuchte. Bei 39 Starts fuhr er insgesamt fünf Punkte ein. _______________________________________________________________
Der Sex-Test bei Südafrikas Caster Semenya, mit dem ihr Geschlecht bestimmt werden soll, hat bereits vor ihrem überraschenden 800-m-Triumph bei der Leichtathletik-WM in Berlin begonnen. Die Funktionäre des nationalen Verbandes ASA haben der 18 Jahre alten Aufsteigerin aber offenbar nie gesagt, weshalb sie in eine Klinik nach Pretoria zu Blut- und Urintests musste. "Die Tests wurden ihr nicht vernünftig erklärt", sagte der ehemalige südafrikanische Nationaltrainer Wilfred Daniels. Stattdessen sei Semenya im Glauben gelassen worden, es handele sich um standardmäßige Dopingkontrollen.
- Basketball-EM in Polen Riesen unterm Ring 06.09.2009
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(dpa/sid/jüsc)
Reiseknigge: Türkei
Ich finde es auch bedenklich, wie unbekümmert und unbedacht Magath mit seinen Aussagen umgeht.
Mit Sprüchen wie "Einen Spieler zu bespucken, ist natürlich nicht in Ordnung, aber der Ärger der Fans ist verständlich", also nach dem Motto: "ihr müsst ihn ja nicht gleich anzünden, aber im Grunde habt ihr ja recht" verharmlost Magath das Verhalten der Fans total.
Er hätte sich auch von diesen "Fans" klar distanzieren können - hat er aber nicht gemacht.
Magaths Aussagen finde ich wesentlich erschreckender, als die von Streit.
Schwer daneben, lieber Felix!
wie auch schon in einem anderen forum bemerkt:
das grottenschlechte management eines andreas müller
einen özil nach bremen ziehen lassen und einen streit mit einem vertrag bis 2012 ausstatten.
dumm jeluffe
Die Aussage von Streit, seinen Vertrag zur Not aussitzen zu wollen, ist schon Monate alt. Sie aber, Felix Magath, haben das Ganze wieder zum Kochen gebracht, als Sie Albert Streit auch noch von den Amateuren ausgeschlossen haben, mit der Begründung Streit bemühe sich nicht genug.
Der Hintergedanke ist doch klar: Wenn der Streit nur genug bepöbelt wird, dann gibt er vielleicht irgendwann auf und bittet um Vertragsauflösung.
Man muss Albert Streit nicht mögen und jeder normale Arbeitnehmer, der für einen Bruchteil des Streitschen Gehaltes "Leistung" bringen muss, langt sich wahrscheinlich sowieso schon an den Kopf, aber dennoch: Schalke hat Streit einen 4-Jahres-Vertrag mit den genannten Konditionen angeboten. Wenn man solche Risiken vermeiden will, muss man eben nur einen 2-Jahres-Vertrag anbieten. Auf die Gefahr hin, dass der Spieler nach 2 Jahren weiterzieht.
Tja, Herr Streit, doof, wenn man dem zahlenden Mob zu nahe kommt, nech ...
... andererseits kann ich den Albert gut verstehen. Warum sollte man freiwillig auf Hunderttausende oder gar Milionen verzichten? Nur, weil es der anderen Seite bestens in den Kram passen würde? Manchmal zieht man als Verein eben auch mal eine Niete. Dumm jeluffe, Schalke.