Babbel bestätigt Kontakte zu Hertha BSC Berlin, Titeltraum für Basketball Superstar geplatzt und Beckham fährt doch zur WM. Kurzmeldungen im Überblick

Trainer-Kandidat Markus Babbel hat Kontakte zu Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin bestätigt. Der 37 Jahre alte ehemalige Fußball-Profi sagte dem Tagesspiegel in Berlin, dass es vor ein paar Tagen ein Gespräch gegeben hätte, in dem man aus Berlin seine grundsätzliche Bereitschaft abgefragt hätte. "Die ist vorhanden. Hertha hat einen guten Namen und ist ein Klub mit Tradition. Entscheidend ist sicher, wie dort die Perspektive aussieht", sagte Babbel und gab sich dabei ungewohnt offen. Weitere Gespräche habe man aber noch nicht geführt. "Die vergangene Woche war in Berlin doch recht turbulent", sagte der frühere Profi von Bayern München, des FC Liverpool und VfB Stuttgart. Hertha hatte nach dem Abstieg aus der Bundesliga am Dienstag bekannt gegeben, dass man den Vertrag von Trainer Friedhelm Funkel nicht verlängern werde. Der Klub sucht nun einen Nachfolger. Babbel war Anfang Dezember als Coach von Bundesligist VfB Stuttgart entlassen worden. Nachdem sich ein neuer Job als Assistent von Gerard Houllier beim VfL Wolfsburg zerschlagen hat, brenne er nun auf eine neue Aufgabe als Chef-Trainer. "Ich hatte nach 20 Jahren das erste Mal wieder lange Urlaub, keinen Trainingsstress und habe mich bestens erholt."

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Markus Babbel: Bald bei der Hertha? (© Foto: ddp)

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Der verletze David Beckham soll als Co- Trainer das englische Team bei der WM in Südafrika unterstützen. "Ich bin sehr geehrt, dass ein Coach von seiner Statur und Erfahrung denkt, ich könnte etwas beitragen", sagte Beckham am Rande der Übergabe der englischen WM-Bewerbung für 2018 und 2022 in Zürich zu einem entsprechenden Angebot von Nationaltrainer Fabio Capello. Die genaue Rolle des 35 Jahre alten Mittelfeldspielers von Los Angeles Galaxy sei aber noch nicht besprochen worden. Beckham, der zuletzt an den AC Mailand ausgeliehen war, hatte im März einen Achillessehnenriss erlitten und wird nach einer Operation frühestens im Herbst wieder einsatzbereit sein.

Die Rückkehr des Brasilianers Maicosuel vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zu Botafogo Rio de Janeiro wird offenbar immer konkreter. Nachdem zwei Repräsentanten des brasilianischen Erstligisten bei den Kraichgauern "grünes Licht" für einen Wechsel bekommen haben sollen, wollen die in Brasilien involvierten Parteien sich am Samstag zu Gesprächen treffen. Das berichtet das Internetportal Globo Esporte. Hoffenheim ist demnach bereit, Maicosuel für den Verkauf von 80 Prozent an seinen Transferrechten ziehen zu lassen.

Nico-Jan Hoogma scheint der Favorit für die Stelle des Sportdirektors beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zu sein. Mit dem Manager des niederländischen Erstligisten SC Heracles Almelo will der Aufsichtsrat bis zum Wochenanfang Gespräche führen. Im Rennen um die Nachfolge von Dietmar Beiersdorfer, der vor elf Monaten den Bundesliga-Siebten verließ, sollen außerdem die ehemaligen HSV- Profis Stefan Beinlich und Sergej Barbarez sein. "Wenn der HSV fragt, ist das etwas Besonderes. Mein Herz hängt an diesem Verein", sagte Hoogma in einem Interview des kicker. Der ehemalige Kapitän und Abwehrchef der Hanseaten, der in 177 Erstliga-Einsätzen 17 Tore erzielte, sieht keine Probleme, aus seinem unbefristeten Vertrag in Almelo herauszukommen. Obwohl Hoogma nicht der Wunschkandidat des HSV-Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann ist, der mit dem Versuch scheiterte, erst Roman Grill und dann Urs Siegenthaler auf den Posten zu hieven, sieht der Niederländer einer möglichen Zusammenarbeit im dann wieder vierköpfigen Vorstand positiv entgegen. "Wenn ich bedenke, wo der HSV am Ende meiner Profizeit 2004 stand und wo er jetzt steht, welche Schritte er gemacht hat, dann ist die Entwicklung unter Hoffmann bemerkenswert", sagte der 41-Jährige: "Man muss den Hut davor ziehen."

Für Basketball-Superstar LeBron James ist der Traum vom ersten NBA-Titel erneut geplatzt. Der 25-Jährige scheiterte am Donnerstagabend (Ortszeit) mit den Cleveland Cavaliers mit 85:94 bei den Boston Celtics und schied damit im Viertelfinale der NBA-Playoffs aus. "Ich will nächste Saison als besserer Spieler zurückkommen", kündigte James an, ließ jedoch offen, wo er in der neuen Saison spielt. Er habe mehrere Optionen. Im Finale der Eastern Conference trifft Rekordmeister Boston auf den in der Finalrunde bisher unbesiegten Vizemeister Orlando Magic. Den zweiten Playoff-Finalisten ermitteln in der Western Conference Titelverteidiger Los Angeles Lakers um Kobe Bryant und die Phoenix Suns.

Ein Tageserfolg beim 93. Giro d'Italia bleibt den deutschen Radprofis weiter verwehrt. Der gebürtige Cottbuser Danilo Hondo jubelte auf der sechsten Etappe irrtümlich wie der Sieger - den Erfolg hatte sich unbemerkt vom Sprinter am Freitag schon der australische Ausreißer Matthew Lloyd vor seinem Fluchtgefährten Rubens Bertogliati aus der Schweiz geholt. Damit blieb Hondo als Schnellstem des Hauptfeldes nur Platz drei nach 172 Kilometern von Fidenza nach Marina di Carrara. "Ich habe gedacht, dass wir alle eingefangen haben", sagte der Wahl-Schweizer der Nachrichtenagentur dpa. "Die Situation war unübersichtlich. Dabei müssen wir übersehen haben, dass da vorn noch zwei Fahrer waren. Das ist ein Fauxpas, aber ich bin nicht der Erste, dem das passiert." Im Rosa Trikot des Gesamtführenden blieb der Italiener Vincenzo Nibali vom Liquigas-Team vor seinem Teamkollegen Ivan Basso, der die Italien-Rundfahrt vor seiner Dopingsperre gewinnen konnte.

Der Berliner Frank Hördler nimmt den letzten Platz im Aufgebot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft für die WM-Zwischenrunde ein. Der Verteidiger wurde am Freitag von Bundestrainer Uwe Krupp zusammen mit NHL-Profi Christian Ehrhoff von den Vancouver Canucks nachnominiert. Für die zweite Gruppenphase dürfen die Teams insgesamt 25 Spieler benennen, 23 dürfen allerdings nur spielen. Hördler wird am Samstag (20.15 Uhr/live bei Sport1) gegen Russland auf der Tribüne Platz nehmen. Ehrhoff wird als achter Verteidiger die Abwehr komplettieren. Damit ist kein Platz mehr im Team für Stürmer Philip Gogulla, der ebenfalls zuschauen muss.

Stürmer Luca Toni hat sich vor dem letzten Meisterschaftsspiel des AS Rom gegen Chievo Verona am Sonntag von den römischen Fans und vom Verein verabschiedet. "Ich danke der Präsidentin, dem Trainer und dem gesamten Team für das Vertrauen. Danke aus vollem Herzen auch meinen Teamkollegen und den Roma-Fans für die Wärme, die sie mir seit dem ersten Tag geschenkt haben", schrieb Toni, der vom deutschen Meister Bayern München ausgeliehen ist, auf seiner Webseite. Nach Angaben italienischer Medien will der römische Traditionsklub Toni am Saisonende nicht mehr übernehmen. Die hohe Ablösesumme, die die Roma für Toni an die Bayern zahlen müsste, und das Alter des Spielers sollen Klubpräsidentin Rosella Sensi bewogen haben, auf den Spieler zu verzichten. Eine Rückkehr zum deutschen Rekordmeister kommt für den Weltmeister von 2006 aufgrund seines angespannten Verhältnisses zu Trainer Louis van Gaal nicht infrage. Auch die Bayern hatten ausgeschlossen, dass Toni nochmal an der Isar spielt. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge forderte den Angreifer auf, selbst einen neuen Arbeitgeber zu suchen.

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(sid/dpa/segi)